15. Dezember 2016


Anlässlich des ersten Jahrestages der Verabschiedung des Pariser Klimaübereinkommens…..

Anlässlich des ersten Jahrestages der Verabschiedung des Pariser Klimaübereinkommens fand am 12. Dezember 2016 in der Französischen Botschaft eine Konferenz statt, die von der Abteilung für Wissenschaft und Technologie in Zusammenarbeit mit Wikistage organisiert wurde und der breiten Öffentlichkeit offen stand. Fünf deutsche und drei französische Redner waren eingeladen worden, um über ihre Vorstellung von der Zukunft unseres Planeten im Jahr 2035, also 20 Jahre nach der Unterzeichnung des Pariser Übereinkommens, zu sprechen. Die Veranstaltung fand in dem für Wikistage typischen Format statt: Die Redner konnten innerhalb von 10 Minuten ihre jeweiligen Visionen und Projekte vorstellen.

 

Die eingeladenen Experten kamen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Aber so verschieden ihre Profile auch sind, sie alle engagieren sich im Kampf gegen den Klimawandel, sei es auf akademischer, unternehmerischer oder freiwilliger Ebene. Die Veranstaltung war in zwei Teile untergliedert. Zum Abschluss hatten die Redner jeweils 15 Minuten, um die Fragen des Publikums zu beantworten.

 

Erster Programmteil:

  • Daniel Dahm – Experte für nachhaltige Entwicklung
  • Dominik Wind – Mitbegründer von Open State, einem Unternehmen, das Lebensmodelle basierend auf ökologischen und nachhaltigen Konzepten entwirft
  • Frédérc Le Manach – Experte für Fischerei und den Schutz der Meere
  • Prisca Merz – Co-Initiatorin der europäischen Bürgerinitiative End Ecocide zur juristischen Anerkennung der Umweltzerstörung (Ökozid)

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Zweiter Programmteil:

  • Martin Weber – Infarm-Gründer, ein auf urbane und vertikale Landwirtschaft spezialisiertes Start-up
  • Agathe Roubaud – Co-Vorsitzende der Volkshochschule für Permakultur und Koordinatorin der Initiative Incroyables Comestibles (unglaublich genießbar) in Frankreich
  • Rainer Hascher – Architekt für nachhaltiges und ökologisches Bauen
  • Laurent Georgeault – Experte für Kreislaufwirtschaft

 

Trotz eher finsterer und alarmierender Aussichten für unsere Zukunft (Naturkatastrophen, große Nahrungsmittelkrisen, Explosion der Zahl von Klimaflüchtlingen) wurden auch originelle und überzeugende Lösungen zur Begrenzung und sogar zur Umkehrung des negativen Einflusses des Menschen auf seine Umwelt und die lokale Landwirtschaft vorgestellt. Die Rückkehr zu einem von den vier Jahreszeiten bestimmten Leben, der Ausbau der lokalen Landwirtschaft, die Permakultur, Homeoffice, die juristische internationale Verteidigung der Umwelt oder der Aufbau effizienter Infrastrukturen zur Wärme- und Kälteverteilung gehörten zu den unterbreiteten Vorschlägen. Einige Redner haben bereits existierende Initiativen zur Neugestaltung der Zukunft vorgestellt, darunter die urbane Landwirtschaft, der Bau von umweltfreundlichen Gebäuden oder die Sensibilisierung der Kinder für die nachhaltige Entwicklung.

 

Alle Redner waren sich darin einig, dass sich die Welt an einem wichtigen Scheidepunkt befindet, und dass so schnell als möglich Maßnahmen ergriffen werden müssen. Zudem sei es entscheidend, neben den sich abzeichnenden globalen, sozialen und politischen Tendenzen persönliches Engagement zu zeigen.

 

 

Quelle : Wissenschaftsabteilung der Französischen Botschaft in Berlin

Übersetzung: Jana Ulbricht

 

Weitere Information :http://www.wikistage.org/events/wikistagefranzosischebotschaftindeutschland/