Forschung an der Energierückgewinnung aus Auspuffgasen von Kraftfahrzeugen

Hierbei wird auf das Rankine-Verfahren gesetzt, um die in den Auspuffgasen verlorene Wärme zurückzugewinnen und sie in mechanische oder elektrische Energie umzuwandeln.

Die Motorisierung der Kraftfahrzeuge konnte zwar in den vergangenen Jahren signifikante Fortschritte hinsichtlich der Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und des Ausstoßes von CO2 verzeichnen, gleichwohl bleibt die Verbesserung der Ausbeute der eingesetzten Energie eine wichtige Aufgabe.

Dem Geheimnis der Speicherkapazität von Super-Kondensatoren auf der Spur

Super-Kondensatoren sind Speichersysteme für elektrische Energie als ergänzende Komponente zu Batterien. Dank ihrer Fähigkeit zur schnellen Auf– und Entladung können sie für Anwendungen in der Luftfahrttechnik (Öffnung der Notausgänge im A380) und im Automobilbereich (Rückgewinnung von Bremsenergie) interessante Leistungsspitzen erreichen. Diese Super-Kondensatoren bestehen aus zwei in einer ionischen Lösung schwimmenden Kohlenstoffelektroden, von der jeweils eine positiv und die andere negativ geladen ist. Durch die Adsorption von Ionen auf den Elektrodenoberflächen wird Strom gespeichert. Dieser Mechanismus wurde von einem Forscherteam um Mathieu Salanne, Wissenschaftler am Labor für physikalische Chemie der Elektrolyte, Kolloiden und analytische Wissenschaften (PESCA) [1], in Zusammenarbeit mit dem universitätsübergreifenden Zentrum für Forschung und Materialwesen (CIRIMAT) [2] und den Universitäten Oxford und Drexel in Philadelphia, auf molekularer Ebene beschrieben und zum ersten Mal mit numerischen Simulationen quantitativ abgebildet [3].

Radfahrer können jetzt bei rot über die Ampel

Um den innerstädtischen Fahrradverkehr zu vereinfachen, dürfen Radfahrer künftig an einigen Kreuzungen mit dreifarbigen Ampeln bei rot nach rechts abbiegen oder weiter geradeaus fahren.

Um die Nutzung des Fahrrades in den Städten intensiv zu fördern, wurde im Rahmen der ersten nationalen Fahrradkonferenz im Januar 2012 ein nationaler Radverkehrsplans vorgestellt, der die Menschen in Frankreich zur häufigeren Nutzung des Zweirads ermuntert – sowohl als Fortbewegungsmittel als auch zu Sport- oder Freizeitzwecken.

Gründung einer französisch-italienischen Forschungseinheit für Mathematik

Das französische Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) und die Scuola Normale Superiore in Pisa (Italien) haben am 5. März 2012 offiziell ein gemeinsames Labor mit dem Namen “Fibonacci” [1] gegründet. Im Fibonacci-Labor arbeitet die erste internationale fakultätsübergreifende Forschergruppe (UMI) des CNRS in Italien. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen französischen und italienischen Mathematikern durch gemeinsame Symposien, Kooperationsnetze sowie Austausche und Aufenthalte von Forschern mit einer Dauer von sechs bis zwölf Monaten zu fördern.

Grüne Chemie: eine einfache und effektive Methode für das Recycling von CO2

Im vergangenen Oktober haben die Forscher des SiS2M [1] (CEA, CNRS) eine Reaktion ausgelöst, die das Recycling von CO2, dem häufigsten Nebenprodukt bei der Verbrennung von Öl oder Gas, in Formamid-Verbindungen [2] ermöglicht.

Erster Start-up der Forschungsallianz Caltech / CEA-Leti

Das CEA-Leti Grenoble (Labor für Elektronik & Informationstechnologien der Behörde für Atomenergie und alternative Energien) und das Kavli Nanoscience Institute des California Institute of Technolgy (“Caltech”, Pasadena, Kalifornien) beschlossen im Juni 2006 eine Zusammenarbeit, die im Januar 2007 mit der Gründung der Forschungsallianz für Nanosysteme VLSI (Very-Large-Scale-Integration) verwirklicht wurde. Ihr Ziel ist es, Messsysteme mit nanoskaligen Komponenten auf den Markt zu bringen.

In spröden Werkstoffen breiten sich Mikrorisse langsamer aus als bisher angenommen

Spröde Werkstoffe, wie zum Beispiel Glas, brechen durch die Ausbreitung von Rissen. Um das Bruchverhalten solcher Werkstoffe voraussagen zu können, müssen sowohl die Rissausbreitungsgeschwindigkeit als auch die Ursachen für die Risse bestimmt werden. Bisher beruhten die theoretischen Kenntnisse auf einer Maximalgeschwindigkeit, die der sogenannten Rayleigh-Geschwindigkeit entspricht, d.h. der Geschwindigkeit der akustischen Oberflächenwellen im Material (ca. 900 m/s). Ein Forscherteam des CEA-IRAMIS [1], des SVI [2] sowie des LTDS [3] konnte nun nachweisen, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Mikrorissen (durch Materialdefekte entstanden) viermal langsamer ist, als bisher angenommen.

Chemiker der Universität Jena vereinbart Kooperation mit Fachkollegen aus Brest

Das Programm PROCOPE [1] des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) soll die Mobilität von Studenten, Doktoranden und Hochschullehrern fördern. Ab diesem Jahr kommen Chemiker der Universität Jena in den Genuss dieser Förderung. Prof. Dr. Wolfgang Weigand vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie hat mit seinem Fachkollegen Prof. Dr. Philippe Schollhammer von der Université de Bretagne Occidentale in Brest (Bretagne) eine Kooperationsvereinbarung getroffen. ″Wir arbeiten in Jena und Brest an gleichartigen Themen, weshalb sich eine Zusammenarbeit als gewinnbringend für beide Seiten erweisen wird″, sagt Prof. Weigand

Sammlung und Aufbereitung der chemischen Haushaltsabfälle in Frankreich

Am 6. Januar 2012 wurde in Frankreich eine neue Verordnung zur Sammlung und Aufbereitung von chemischen Haushaltsabfällen (Verputzmittel, Mastix, Klebstoffe, Lacke, Farben, Abflussreiniger Lösungsmittel, …) verabschiedet. Diese auf 50.000 Tonnen pro Jahr geschätzten Abfälle werden nur zu etwa 1/3 getrennt gesammelt. Das bedeutet ein doppeltes Risiko: ein Gesundheitsrisiko für die Fachleute, die für die Müllsammlung verantwortlich sind und auch ein Risiko für die Umwelt (Verschmutzung der Gewässer).

Datierung von Höhlenmalereien… durch die Analyse von Bärenknochen

In der Chauvet-Höhle, die 1994 in der Ardèche (Südfrankreich) entdeckt wurde, befinden sich ca. 420 Abbildungen von Tieren (Malereien und Gravuren). Durch direkte C14-Datierungen (Radiokohlenstoffmethode) wurde ihr Alter auf ca. 31.000 Jahre BP (Before Present, Kalenderjahre vor 1950) geschätzt. Wissenschaftler weltweit halten diese Ergebnisse für glaubwürdig, auch wenn es einige Gegenstimmen gibt, insbesondere was die stilistischen Kriterien anbelangt. Eine Analyse von Bärenknochen konnte diese Resultate jedoch bestätigen.

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