Französisches Know-how im Bereich Meerwasserentsalzung

Der durch die spürbaren Folgen der Klimaänderungen noch dramatischer gewordene Trinkwassermangel gehört zu den größten Problemen der Menschheit. Eine Lösung könnte die Entsalzung von Meerwasser sein, denn 97 % des gesamten Wasserhaushalts der Erde ist Salzwasser. Frankreich verfügt in diesem Bereich über spezifisches Know-how.

Der natürliche Wasserstoff: ein Beitrag zum Energiemix?

Auch wenn die ersten natürlichen Quellen von Wasserstoff (H2) bereits in den 70er Jahren im Offshore-Bereich entdeckt wurden, so gehört das französische Institut für Erdöl und neue Energien (IFPEN) weltweit doch zu den ersten Forschungszentren, die sich für die Wasserstoffemissionen an Land interessieren. Nachdem Untersuchungen gezeigt haben, dass es häufig zu kontinuierlichen natürlichen H2-Emissionen auf der Erde kommt, startet das IFPEN nun ein neues Forschungsprogramm, das sich auf deren Potenzial für eine industrielle Nutzung konzentriert.

Bioenergie: Forschungsabkommen zwischen Frankreich und Kanada über Mikroalgenzüchtung und die gleichzeitige Dekontaminierung von Industrieanlagen

Der französische Premierminister Jean-Marc Ayrault und der kanadische Premierminister Stephen Harper haben am 14. März in Ottawa die Unterzeichnung eines Abkommens über die Zusammenarbeit zwischen der Abteilung für Lebenswissenschaften der CEA (Behörde für Atomenergie und alternative Energien) und dem nationalen Forschungsrat Kanadas (NRC – National Research Council of Canada) angekündigt

Antarktis: Temperatur und CO2 stiegen in der Vergangenheit gleichzeitig

Im Rahmen einer Studie schlussfolgerte ein europäisches Forscherteam, dass am Ende der letzten Eiszeit (vor 20.000 bis 10.000 Jahren) der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre zeitgleich mit der antarktischen Temperatur angestiegen ist. Diese Forschungsergebnisse, die auf der Analyse von 5 Eisbohrkernen aus der Antarktis beruhen, widerlegen die Ergebnisse früherer Studien, die auf eine zeitliche Verzögerung des CO2-Anstiegs zur Temperatur schließen ließen. Diese neuen Schlussfolgerungen deuten daraufhin, dass das CO2 eine mögliche Ursache für den Klimawandel am Südpol sein könnte.

Warum Rotalgen nicht das Festland erobert haben

Im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit wurde zum ersten Mal das Genom einer Rotalge sequenziert. Diese Arbeit wurde von Wissenschaftlern des CNRS und der Universität Pierre & Marie Curie der biologischen Station in Roscoff koordiniert und bezog Forscher des CEA-Genoscope, der Universitäten in Lille und Rennes und des französischen Naturkundemuseums in Paris mit ein. Das Genom des Chondrus crispus erwies sich für einen vielzelligen Organismus als sehr klein und kompakt. Die Anzahl der Gene (geringer als bei vielen einzelligen Algen) wirft viele Fragen über die Evolution von Rotalgen auf. Sie könnte eine Erklärung dafür sein, warum Rotalgen, im Gegensatz zu Grünalgen, aus denen sich die Landpflanzen entwickelt haben, nie das Festland erobert haben. Diese Arbeit, die am 11. März 2013 auf der Website der Zeitschrift PNAS veröffentlicht wurde, eröffnet neue Perspektiven auf die Geschichte der Pflanzen und Algen

Frankreich & Deutschland: Gemeinsame Akteure bei der Entwicklung globaler Lösungen

Mit einer deutsch-französischen Woche unter dem Titel ″Frankreich zu Gast am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)″ feierte das KIT vom 18. bis 22. März 2013 das 50-jährige Jubiläum des Elysée-Vertrags. Das Programm präsentierte einen Querschnitt der fruchtbaren Zusammenarbeit des KIT mit Partnern in Frankreich. Zu den Höhepunkten gehörten die Konferenz ″Technologie für die Zukunft″ und der KIT-Jahresempfang. Schwerpunktthemen waren dabei die Energie- und Umweltforschung.

Energie und Umwelt : Geschäfte und Büros müssen nachts dunkel bleiben

Die Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Delphine Batho, hat am 30. Januar 2013 eine Verordnung erlassen, nach der ab dem 1. Juli 2013 ein Großteil der französischen Bahnhöfe, Kirchen, Kriegerdenkmäler, aber auch Bürotürme, Schaufenster sowie andere Gebäude, die nicht als Wohnraum dienen, von 1.00 Uhr bis 7.00 Uhr morgens nicht mehr beleuchtet werden dürfen. Mit dieser Regelung nimmt Frankreich eine Vorreiterrolle in Europa ein.

Konferenz am 10. April in Paris über die Rolle der Photovoltaik im Gebäude von morgen

Die Koordinierungsstelle Erneuerbare Energien organisiert
am Mittwoch, den 10. April, von 9:00 bis 18:15 Uhr
in den Räumlichkeiten des französischen Umweltministeriums in Paris – La Défense
eine Konferenz zum Thema „Die Rolle der Photovoltaik im Gebäude von morgen – deutsch-französische Perspektiven“.

Meeresenergien: Nanoröhrchen optimieren die Nutzung der Osmose-Energie

Der unterschiedliche Salzgehalt zwischen Süß- und Meerwasser gehört zu den untersuchten Möglichkeiten der Erzeugung erneuerbarer Energien. Die niedrigen Ausbeuten durch die aktuellen Techniken bremsen jedoch seine Verwendung aus. Dies könnte sich jetzt allerdings ändern. Ein Team von Physikern des Instituts für Licht und Materialen, eine gemeinsame Einrichtung des französischen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) und der Universität Claude Bernard in Lyon, in Zusammenarbeit mit dem Institut Néel des CNRS, hat jetzt eine Möglichkeit gefunden, diese Energie zu nutzen: Die osmotische Strömung durch Bor-Stickstoff-Nanoröhrchen ermöglicht die Erzeugung einer gigantischen elektrischen Stromstärke, deren Wirkungsgrad 1000 Mal größer ist als alles bisher erreichte. Um dies zu erreichen, haben die Forscher eine Testvorrichtung entwickelt, mit der zum ersten Mal der osmotische Transport von Flüssigkeiten durch ein einziges Nanorohr untersucht werden kann. Ihre Ergebnisse wurden am 28. Februar 2013 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

Frankreichs Flora mit einem Smartphone identifizieren

Eine kostenlose ″Application″ für Smartphones ermöglicht die Identifizierung von Pflanzen durch den Vergleich der selbst gemachten Fotos mit tausenden Bildern, die von einem Netzwerk von Botanikern gesammelt und gespeichert wurden. Zunächst wird ein Objekt ausgewählt werden – Blume, Blatt, Frucht oder Rinde -, anschließend wird es fotografiert (am besten vor einem hellen Hintergrund) und dann beginnt die Suche nach dem Äquivalent in einer Tausende Fotos umfassenden Datenbank der TelaBotanica, eine der größten Datenbank-Netzwerke französischer Botaniker.

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