Ingenieurs- und Materialwissenschaften und Verkehr

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Ingenieurwissenschaften in Frankreich

 

Die Ingenieurwissenschaften stützen sich in Frankreich auf eine lange Tradition und gehören zu den Schlüsselbereichen in der französischen Hochschulbildung. Insgesamt gibt es in Frankreich 225 Ingenieurhochschulen, von denen ein Viertel in Universitäten angesiedelt ist und in denen mehr als 200 Fachrichtungen angeboten werden. Die Ingenieure sind in den unterschiedlichsten Bereichen tätig (Logistik, Telekommunikation, Materialien, Energie, Informationstechnologien, Bauingenieurwesen, Nahrungsmittelsektor etc.) und sind sowohl von französischen als auch ausländischen Unternehmen sehr gefragt.

 

Die Ausbildung an einer Grande Ecole (Elitehochschule) bleibt nach wie vor die renommierteste für Ingenieurwissenschaften. Die Ausbildung umfasst zwei Jahre fachbezogener Studienvorbereitung – die sogenannten classes préparatoires -, eine Aufnahmeprüfung und drei Jahre Studium in einer dieser Hochschulen. Abgeschlossen wird diese 5-jährige Ausbildungszeit mit einem Ingenieurdiplom.

 

Frankreich bietet neben dem Studium an einer Grande Ecole auch kürzere Ausbildungsmöglichkeiten, wie das Brevets de Technicien Supérieur Assistance Technique d’Ingénieur (BTS ATI – entspricht in etwa dem zweijährigen deutschen Fachhochschulstudium) und andere Fachrichtungen an Universitäten an, die ebenfalls international anerkannt sind.

 

Es wurden auch zahlreiche europäische Studiengänge eingeführt, wie z. B. das Doppel-Diplom, mit dem ein bi-kultureller Ansatz verfolgt wird (z. B. TIME, Top Industrial Managers for Europe) oder das Label EUR-ACE (European Accredited Engineering – europaweit anerkanntes Qualitätssiegel für Ingenieurstudiengänge, das auf internationalen Standards basiert), das den Studenten die Mobilität innerhalb Europas und weltweit erleichtern soll.

 

In Frankreich umfasst die Ingenieurausbildung auch eine Managementkomponente und ist durch den fachübergreifenden Ansatz des Ausbildungssystems international ausgerichtet. Eine enge Zusammenarbeit der Ingenieurhochschulen mit Unternehmen bietet den Studenten zudem die Möglichkeit für zahlreiche Praktika und die Aussicht auf Einstellung in weltweit anerkannten Unternehmen wie Renault, Bouygues und Total nach Abschluss ihres Studiums.

Die Forschung & Entwicklung im Landverkehr zielt auf wissenschaftliche und technologische Innovationen zugunsten der Mobilität der Bürger und Güter sowie einer nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit der Automobil- und Schienenverkehrsindustrie und der Straßeninfrastruktur (intelligente Straßen und nachhaltige Städte) ab.

 

Verkehr

 

 

 
VERKEHR

 

 

Angesichts des Klimawandels und vor dem Hintergrund gestiegener Ansprüche an den Transportsektor, die auf veränderte Lebensumstände und die Überalterung der Gesellschaft zurückzuführen sind, wurden folgende strategische Zielsetzungen formuliert:

 

  • Reduzierung des Verbrauchs an fossilen Energieträgern im Straßenverkehrssektor

 

  • Reduzierung der Umweltauswirkungen: CO2-Emissionen und andere Treibhausgase sowie Feinstaub (CO, NOx, SOx etc.)

 

  • Reduzierung der Umweltbelastung (Lärm, Verschmutzung) im Regional- und Stadtverkehr

 

  • Verkehrssicherheit und Sicherheit beim Transport von Gütern und Giftstoffen

 

  • Entwicklung neuer umweltfreundlicher Transportmittel im Rahmen neuer Projekte, wie z.B. das Programm „das Auto der Zukunft“ der französischen Agentur für Umweltschutz und Energie (ADEME)

 

Frankreich reformiert seine Forschung und Innovation durch den Ausbau seiner Tätigkeiten in Hochschulen, Ausbildungszentren und in der Grundlagenforschung, die Teil der industriellen F&E sind. Dazu gehören insbesondere:

  • Regionale Forschungs- und Hochschulzentren (PRES) wie in Paris Est zum Thema „Stadt der Zukunft“

 

  • 8 Kompetenzzentren “Transport” und mehrere Kompetenzzentren, denen das Gütesiegel „nachhaltige Stadt“ verliehen wurde, wie z.B. pôle Mov’eo im Zentrum von Versailles-Satory oder pôle LUTB (Cluster “Transport, Gebiete und Gesellschaften“) in Lyon-Rhône-Alpes

 

  • Wissenschafts- und Technikzentren, “Clusters” mit internationaler Ausrichtung auf den Gebieten Stadtentwicklung, Bauingenieurwesen und Verkehrsinfrastrukturen, Verkehrssicherheit, Unfallforschung, Verkehr und intelligente Gebäude und optimierte Energieeffizienz.

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