Neuausrichtung des Programms Zukunftsinvestitionen

Der französische Premierminister, Jean-Marc Ayrault, hat am 21. Januar 2013 eine Neuausrichtung eines Teils des Programms Zukunftsinvestitionen über 2,2 Milliarden Euro angekündigt. Ziel ist es, die Prioritäten der Regierung besser umzusetzen. Von den 35 Milliarden Euro, die für dieses Programm bewilligt wurden, waren zum 1. Januar 2013 bereits 28 Milliarden Euro in die Finanzierung von Projekten eingeflossen. Weitere 4,4 Milliarden Euro sind bereits für bewilligte Projekte bzw. für die Umsetzung der wichtigsten Ziele der Regierung vorgesehen, z.B. für die Wärmedämmung von Wohnhäusern oder die Bereitstellung von hochleistungsfähigem Internetzugang.

Start des Instituts für technologische Forschung “SystemX”

Im Rahmen des Programms ″Zukunftsinvestitionen″ hatte die französische Regierung 2011 zu einem Wettbewerb von Forschungseinrichtungen im Bereich hoch innovativer Technologiekonzepte aufgerufen. Die erfolgreichsten Einrichtungen werden zum ″Institut für technologische Forschung″ (IRT) ernannt. SystemX ist bereits das fünfte IRT, das in die operationelle Phase eintritt. Es wird mit insgesamt 130 Millionen Euro gefördert.

Gemeinsam genutzte Innovationsplattformen

Die Ergebnisse des Projektaufrufs für gemeinsam genutzte Innovationsplattformen (PFMI) wurden am 2. August 2012 bekanntgegeben. Insgesamt wurden 13 Projekte ausgewählt. Der Aufruf fand im Rahmen des Programms ″Zukunftsinvestitionen″ statt. Die PFMI zielen darauf ab, Unternehmen, insbesondere KMU und Unternehmen mittlerer Größe, gebündelte Ressourcen (Ausrüstungen, Personal, verschiedene Dienstleistungen) anzubieten, um ihnen, in Zusammenarbeit mit den Pôles de compétitivités (Kompetenzzentren), die Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten bzw. innovativen Projekten zu ermöglichen.

Wie können Pflanzenproteine besser verwertet werden?

Kann Europa seine Abhängigkeit von den massiven Sojaimporten verringern, die es für die Eiweißanreicherung von Futter und Lebensmitteln braucht? Ja, aber dafür müsste es die ungenutzten 28 Millionen Tonnen Pflanzenproteine wiederverwerten, die bei seinem Ackerbau anfallen (Weizen, Mais, Raps, Erbsen, Saubohnen, Luzern, Kartoffeln,…). Dies ist das erklärte Ziel der neuen Innovationsplattform Improve (Gemeinschaftsinstitut für Pflanzenproteine), die ihre Tätigkeit im Januar 2013 in Frankreich aufnehmen wird.

Frankreich: Zwei neue Exzellenzzentren für Onkologie im Rahmen des „Programms Zukunftsinvestitionen“ benannt

Die beiden ausgewählten Zentralkliniken für Onkologie erhalten als Ergebnis einer Projektausschreibung je 10 Millionen Euro. Die Projektausschreibung und die Projektsteuerung wurden der Agence Nationale de la Recherche (A.N.R.) übertragen. Standorte der beiden Zentralkliniken sind die Ile-de-France (Projekt PACRI) und Toulouse (Projekt CAPTOR).

Eröffnung des technologischen Forschungsinstituts Jules Verne für Werkstoffe

Am 1. März 2012 eröffnete Laurent Wauquiez, Minister für Hochschulen und Forschung, offiziell das technologische Forschungsinstitut (IRT) Jules Verne für Werkstoffe [1] in Nantes. Das Institut wird mit insgesamt 355 Millionen Euro über die nächsten zehn Jahre finanziert, davon 115 Millionen Euro aus dem Programm “Zukunftsinvestitionen”, 120 Millionen Euro von Partnerunternehmen und weitere 100 Millionen Euro von den Gebietskörperschaften.

Start des Aufrufs zur Interessenbekundung ″wasserstoffbetriebene Fahrzeuge″

Im Rahmen des französischen Programms Zukunftsinvestitionen [1] wurde am 15. Februar 2012 der Aufruf zur Interessenbekundung ″wasserstoffbetriebene Fahrzeuge″ gestartet [2]. Ziel ist es, die technologischen und wirtschaftlichen Leistungen der aktuellen Straßenfahrzeuge anhand der Wasserstofftechnologie zu verbessern, sowohl mit Brennstoffzellen als mit Wasserstoffmotoren. Dabei sollen die Sicherheitsaspekte besonders berücksichtigt werden.

Exzellenzinitiativen: fünf weitere Projekte ausgewählt

Der französische Premierminister, François Fillon, gab am 3. Februar 2012 die Sieger der zweiten Runde des Projektaufrufs für “Exzellenzinitiativen” (IDEX) des Programms “Zukunftsinvestitionen” bekannt. Von den neun Projekten aus der Vorrunde [1] wurden insgesamt fünf Projekte ausgewählt, die zu den drei Projekten der ersten Runde hinzukommen.

Erste Investitionen des nationalen Startkapital-Fonds für die Inserm Transfert Initiative

Der nationale Startkapital-Fonds (FNA) wurde im Rahmen des Programms Zukunftsinvestitionen gestartet, um die Unternehmen zu fördern, die technologische Innovationen entwickeln, Arbeitsplätze schaffen, wettbewerbsfähig und wirtschaftlich aktiv sind. Er verfügt über 400 Millionen Euro und wird von CDC Entreprises, einer Filiale der Caisse des Dépôts et Consignations, verwaltet. Der FNA investiert nicht direkt in die Unternehmen, sondern in andere Fonds, die wiederum neu gegründete Unternehmen fördern. Die Europäische Kommission hat diese Fördermittel im April 2011 bestätigt [1].

210,3 Millionen Euro für die Gewinner der zweiten Auswahlrunde des Projektaufrufs Exzellenzanlagen

Laurent Wauquiez, französischer Minister für Hochschulen und Forschung, und René Ricol, Generalkommissar für Zukunftsinvestitionen, haben die 36 Siegerprojekte der zweiten Phase des Projektaufrufs für Exzellenzanlagen (Equipex) des Programms Zukunftsinvestitionen bekanntgegeben. Das Ziel dieses Aufrufs ist es, Frankreich in allen Forschungsbereichen mit mittelgroßen (zwischen 1 und 20 Millionen Euro) wissenschaftlichen Anlagen auszustatten. Diese Anlagen sollen es der französischen Forschung erlauben, auf internationaler Ebene wettbewerbsfähig zu bleiben und die ″Innovationen von Morgen″ vorzubereiten.

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