In Partnerschaft mit ARTE werden im Rahmen von Cinescience Dokumentarfilme zu aktuellen wissenschaftlichen Themen in Vorpremiere gezeigt.
Nach der Filmvorführung gibt es eine Diskussionsrunde mit deutschen und französischen Wissenschaftlern, die sich mit der im Film dargestellten Thematik befassen. Das Publikum erhält so die Möglichkeit, die Experten zu befragen.
Ort: Auditorium der Französischen Botschaft, Wilhelmstr. 69, 10117 Berlin.
Diese Themenabende richten sich an alle Interessierten ab 12 Jahren.
Die Filme können sowohl in deutscher, als auch französischer Sprache gesehen werden.
Freier Eintritt, Anmeldung erforderlich unter cinescience@botschaft-frankreich.de

VON MARK HEDGECOE (ARTE DEUTSCHLAND, 2012, 52 min)
Das gewaltige Eisschild von Grönland bringt die größten und spektakulärsten beweglichen Objekte der Erde hervor: Eisberge. Fast alle Eisberge der nördlichen Hemisphäre stammen aus dieser Region. Sie können Millionen von Tonnen wiegen und die Höhe von Wolkenkratzern erreichen. Und schon immer faszinieren sie den Menschen. Die zweiteilige Dokumentation begleitet ein internationales Team aus Wissenschaftlern und Abenteurern, die den Werdegang dieser Naturphänomene erforschen wollen.
Im zweiten Teil geht es auf einen der größten Eisberge der Welt, wo das Team des Forschungsschiffes Neptune der Frage nachgeht, welchen Kräften es gelingt, Eisberge zu zerstören.
Im Anschluss an die Filmvorführung wird es ein Expertengespräch zwischen HARTMUT HELLMER ( Ozeanograph in Alfred Wegener Institut für Polar und Meeresforschung) und BENOIT LEGRESY (Forscher in IPEV Polar Institut Paul Emile Victor) geben.
Durch den Abend führt der ARTE-Moderator PIERRE GIRARD.
VON CÉCILE DENJEAN (ARTE FRANKREICH, 2012, 55 MIN.)
Die bekannte Materie – unter anderem Sterne und Galaxien – stellt lediglich bis zu fünf Prozent des Universums dar. Ein Großteil des Weltalls soll wissenschaftlichen Forschungen nach aus bisher unbekannter „dunkler Materie“ bestehen. Ihre Erkundung ist eine Herausforderung für die Wissenschaft. Woraus besteht diese Dunkle Materie? Existiert sie überhaupt? Muss gar die gesamte Physik seit Newton und Einstein auf den Kopf gestellt werden?
Die Dokumentation berichtet über ein herausragendes weltweites Forschungsprojekt, bei dem Astrophysiker und Kosmologen zusammenarbeiten und dessen Ergebnisse vielleicht unsere Sicht auf die Welt nachhaltig verändern werden.
Im Anschluss an die Filmvorführung wurde es ein Expertengespräch zwischen der Astrophysiker YANNICK MELLIER (Astrophysikalisches Institut Paris) und Dr. JEAN-LUC LEHNERS (Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam) geben. Durch den Abend führte der ARTE-Moderator PIERRE GIRARD.
VON BERNARD GUERRINI (ARTE FRANKREICH, 2010, 89 MIN.)
Die globale Umweltzerstörung ist seit Jahren beherrschendes Thema
der Medien weltweit. Dabei werden die Zukunftsszenarien in immer düsteren Farben gemalt. Aber es gibt auch Vorstellungen und Modelle, wie Umwelt und Artenvielfalt zu schützen sind. Die Dokumentation zeigt unter anderem, wie sich die Ideen von Umweltschützern der ersten Stunde von Aktivisten der heutigen Zeit unterscheiden.
Im Anschluss an die Filmvorführung wurde es ein Expertengespräch zwischen Prof. Dr. JOHANNES VOGEL (Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin) und Prof. GILLES BOEUF (Präsident des Nationalen Museums für Naturkunde Paris). Durch den Abend fürhte der Moderator ANDREAS KUNKEL.
Raketen werden ins All geschossen, U-Boote nähern sich dem Grund der Tiefsee und per Mikroskop lassen sich Kleinstlebewesen betrachten. Doch was weiß der Mensch über die Hintergründe der alljährlichen Wechsel der Jahreszeiten? Die Dokumentation veranschaulicht den Stellenwert, den die moderne Wissenschaft heute wieder der Erforschung der Jahreszeiten beimisst.
Der Mensch ist auf dem Mond gelandet und erforscht inzwischen die entferntesten Winkel des Universums. Doch wie genau kennt er zu Anfang des 21. Jahrhunderts seine unmittelbare Umgebung? Weiß er beispielsweise, wie die Jahreszeiten funktionieren? Die immerwährende Wiederkehr von Frühling, Sommer, Herbst und Winter nehmen die Menschen als Selbstverständlichkeit hin. Doch wie gelingt es dem Grashalm und der Rieseneiche, dem Insekt und dem Vogel, sich dem jahreszeitlichen Wechsel anzupassen und den jeweiligen Bedingungen zu begegnen? Und wie wird die Natur auf die veränderten Jahreszeiten reagieren, wenn sich der Klimawandel weiter beschleunigt, ein Umstand, den die große Mehrheit der wissenschaftlichen Gemeinschaft als Tatsache betrachtet?
Bei der Erforschung dieser Fragen machen Wissenschaftler unterschiedlichster Fachgebiete ungewöhnliche Entdeckungen. Neuerdings spielt dabei auch die Phänologie als Lehre von den Erscheinungen des jahreszeitlichen Ablaufs in der Pflanzen- und Tierwelt wieder eine Rolle. Neben der Astronomie ist sie die wohl älteste Wissenschaftsdisziplin überhaupt.
Die Dokumentation zeigt den Einsatz von mittelalterlichen Aufzeichnungen und handgefertigten Nistkästen in der Forschung ebenso wie den von DNA-Sequenzierern und Superrechnern der jüngsten Generation. Und die Forschungsergebnisse hochmoderner Institute werden mit der gleichen Sorgfalt ausgewertet wie Naturschützer-Aktionen, an denen Kinder und Erwachsene ehrenamtlich mitwirken.
In Anwesenheit der Ökoklimatologin ANNETTE MENZEL (Fachgebiet für Ökoklimatologie, Universität München) und der Neurobiologin VALÉRIE SIMONNEAUX (Institut für zelluläre und integrative Neurobiologie, französisches Forschungszentrum CNRS). Durch den Abend hat die ARTE-Moderator ANDREAS KORN geführt.
VON LAETITIA OHNONA (ARTE FRANKREICH, 52 MIN.)
Dank der synthetischen Biologie ist der Mensch dabei, eine der letzten Grenzen und eines der letzten Tabus zu überwinden: Schöpfergleich wird erkünftig DNA-Stränge teilweise oder vollständig neu programmieren und möglicherweise neue Organismen, also neues Leben erschaffen können. Wird der Mensch damit erstmals in der Evolutionsgeschichte Einfluss auf die natürliche Entwicklung der Arten nehmen? Und wenn ja, wie wird sich dies auf die empfindlichen Ökosysteme und das Gleichgewicht der Natur auswirken? Doch nicht nur die langfristigen Konsequenzen, sondern auch die unmittelbaren Möglichkeiten der synthetischen Biologie sind beträchtlich. Zahlreiche Forschungsinstitute arbeiten daran, und sogar das gigantische, von Bill Gates finanzierte Programm zur Malariabekämpfung zählt auf die Errungenschaften
der synthetischen Biologie.
Im Anschluss an die Filmvorführung erfolgte ein Gespräch zwischen Prof. NEDILJKO BUDISA (Institut für Chemie an der TU Berlin und Exzellenzcluster UniCat) und Prof. PHILIPPE MARLIÈRE (Genopole, Evry, Frankreich).
VON OLIVIER JULIEN & TAKAHIRO HAMANO (ARTE FRANKREICH, 2011, 50 MIN.)
Die Nanotechnologie berührt verschiedene Wissenschaftsgebiete, die sich mit Kleinststrukturen in der Größenordnung von Einzelatomen und Molekülen befassen.
Mit ihren vielseitigen Einsatzmöglichkeiten verspricht sie, zahlreiche Lebensbereiche von Grund auf zu verändern. Die dreiteilige Reihe “Nanotechnologie – Die unsichtbare Revolution” veranschaulicht den aktuellen Entwicklungsstand sowie das Zukunftspotenzial der Nanotechnologie und beleuchtet neue Fragen und Entscheidungen, die auf die Menschheit zukommen.
Im medizinischen Bereich wird seit rund 15 Jahren Nanoforschung betrieben. Einige Produkte sind bereits soweit entwickelt, dass sie in den Handel gehen können, andere befinden sich noch in der klinischen Testphase. Mit den alptraumhaften, futuristischen Visionen von chirurgischen Nanoro-botern, die in unserem Körper operieren, wie sie in Science-Fiction-Filmen und -romanen dargestellt werden, hat die neue Technik jedoch wenig zu tun. Große Hoffnungen setzt man hingegen in neue Diagnose-Systeme, deren Präzision und einfache Anwendung eine gezieltere und genauere medizinische Untersuchung ermöglicht. Auch die Behandlung von Krebs- sowie Herz- und Gefäßerkrankungen kann über die Nanotechnologie effektiver gestaltet werden, weil ausschließlich nur kranke Zellen therapiert werden.
Allerdings konfrontieren uns diese hoffnungsvollen Vorstöße in Medizin und Wissenschaft mit neuen Situationen und werfen neue Fragen auf. Die Nanodimension ist der Schlüssel zum Ursprung biologischer Funktionen. Hier agieren zu können, bringt radikal neue Möglichkeiten mit sich, beispielsweise abgestorbene oder beschädigte Gewebe zur Neubildung anzuregen. Es gibt auch Behauptungen, die Nanotechnologie könne sogar neue, “leistungsfähigere” Menschen schaffen: Cyborgs mit direkt an das Nervensystem gekoppelten elektronischen Implantaten. Doch das ist wohl noch Fantasie.
Seit fast 30 Jahren erforscht die Wissenschaft die Nanodimension, also den Bereich des milliardstel Meters. In der unsichtbaren, faszinierenden Welt der Atome und Moleküle gibt die Materie überraschende Eigenschaften preis. Die Nanotechnologie befasst sich damit, wie diese Eigenschaften zu nutzen sind – ein revolutionärer Vorstoß, der die Grenzen in so verschiedenen Wissenschaftsbereichen wie Medizin, Energiegewinnung, Umwelt, Werkstoffforschung und Elektronik immer weiter verschiebt.
Heute kommen die ersten Produkte aus den Forschungslabors auf den Markt und ziehen in den Alltag der Menschen ein. Aber hält die “Nano-Revolution” auch tatsächlich, was sie verspricht und zu welchem Preis? Die dreiteilige Reihe “Nanotechnologie – Die unsichtbare Revolution“ veranschaulicht den aktuellen Entwicklungsstand sowie das Zukunftspotenzial der Nanotechnologie.
Im Anschluss an die Filmvorführung erfolgte ein Gespräch zwischen dem französischen Forscher Etienne Klein und dem Botschaftsrat für Wissenschaft und Technologie der französischen Botschaft, Mathieu Weiss. Etienne Klein ist Physiker bei der Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA) – einer bedeutenden multidisziplinären Forschungseinrichtung in Frankreich – und unterrichtet Philosophie und Physik an der Pariser „Ecole Centrale“.
Seit Jahrhunderten betreiben die Menschen den Anbau von Wein. Doch schienen eingeschleppte Schädlinge und Krankheiten Mitte des 19. Jahrhunderts die Produktion des Rebensaftes in Europa zu gefährden. Mit Hilfe der Chemie gelang die Rettung. Aber seitdem spielen chemische Stoffe im Weinbau nicht nur eine glückliche Rolle, sondern waren durchaus auch Anlass zu Skandalen. Die Dokumentation zeigt europäische Winzer und Vertreter anderer mit der Weinproduktion beschäftigter Berufe, denen es um einen nachhaltigen, der Natur verpflichteten Weinbau geht.
Von ihrer Heimat in Anatolien und im Kaukasus zog die Weinrebe einst aus, um im Laufe der Jahrhunderte die ganze Welt zu erobern. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts schien ihre Reise plötzlich zu Ende zu sein: Aus Amerika eingeführte Schädlinge wie die Reblaus oder Krankheiten wie echter und falscher Mehltau drohten, die kostbaren Pflanzen völlig zu vernichten. Wissenschaftler retteten die europäischen Weinsorten damals – und so spielt die Chemie seither ihre feste Rolle im Weinbau. Alles scheint erlaubt: Chemikalien bekämpfen Schädlinge, sichern die jährliche Ernte und damit die bis dato unsichere Existenz der Winzer, aber sie bedrohen auch die empfindlichen Ökosysteme.
Anfang des 21. Jahrhunderts ist es nun an der Zeit, den Pakt zwischen Wein und Chemie vor dem Hintergrund eines veränderten Umweltbewusstseins zu überdenken. So wird die Stimme der Natur wieder wichtiger im Weinbau, Umweltbedingungen und lokale Gegebenheiten werden verstärkt erforscht. Die Dokumentation stellt moderne Önologen und Winzer aus Frankreich, Deutschland, Italien und der Schweiz vor und erforscht die Möglichkeiten eines verantwortungsvollen, nachhaltigen Weinbaus, der die jahrhundertealte Beziehung zwischen Mensch, Rebe und Wein auf natürliche Weise wieder aufleben lässt.
Im Anschluss an die Filmvorführung erfolgtete ein Gespräch zwischen den französischen Forschern Lydia und Claude Bourguignon (Institut LAMS Burgund) und die Forscherin Magali Lafontaine (Forschungsanstalt Gesenheim),
Moderation: Nazan Gökdemir (ARTE)
Auf ARTE am Freitag, 25.November 2011, um 21.45 Uhr
Aus Anlass der Veröffentlichung des Buches in Deutschland organisiertete die französische Botschaft in Berlin am 15 April 2011, ab 18:30 Uhr eine Lesung und ein Geschpräch zwischen dem Autor Luc Folliet und Dr. Daniel Dahm, Ökologe und Geograph
Irgendwo nordöstlich von Australien im Pazifischen Ozean liegt die Insel Nauru. Die kleinste Republik der Welt (kaum 21 km2 groß) galt Anfang des 20. Jahrhunderts als Vorbild für den ökologischen Aufschwung. Bis zu ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1968 war sie aufgrund ihrer riesigen Phosphatvorkommen der Zankapfel der Kolonialmächte. Dann begann eine goldene Zeit für Nauru, in der die Republik zu großem Reichtum gelangte.
Seit den 1990er Jahren nahm der Phosphatabbau ab, und Armut begann sich auszubreiten, wodurch Nauru auf den Stand eines Entwicklungslandes zurückgeworfen wurde. Der westliche Lebensstil hat den Staat ruiniert und ist für die Verwüstung der Landschaft und für die Erkrankung des größten Teils der Bevölkerung an Diabetes verantwortlich.
Der französische Journalist Luc Folliet reiste 2005 erstmals nach Nauru, um sich selbst von der Lage des Inselstaates zu überzeugen. In seiner Reportage erzählt er von dieser unglaublichen Geschichte.
Die Veranstaltung wird mit der Ausstrahlung eines fünfzehnminutigen Auszuges aus der Reportage „Nauru - der Untergang eines Atolls“ von Laurent Cibien und Pascal Carcanade (Arte G.E.I.E, 2006) eröffnet.
DOKUMENTATION VON ANDRE REHSE
BR/ARTE, DEUTSCHLAND 2011, 52 MIN. – ERSTAUSSTRAHLUNG
Freitag, 24. Februar 2011, um 18.30 Uhr
Biomimikry – was ist das überhaupt? Unter Biomimikry versteht man die Wissenschaft der Biomimetik, die im angelsächsischen Raum als Biomimicry bezeichnet wird. Sie entschlüsselt die Abläufe in der Natur und generiert daraus möglichst umweltfreundliche technische Lösungen für den Menschen.
In Anwesenheit des Regisseurs André Rehse. Zu Gast sind auch Dr. Rudolf Bannasch, Mitbegründer und Geschäftsführer der EvoLogics GmbH (Spin-off der TU Berlin) sowie Frank Ruffier, Forscher in der Abteilung Biorobotik des CNRS an der Universität Marseille.
Durch den Abend führt ARTE-Moderator Thomas Kausch. Anschließend laden wir Sie zu einem Glas Wein ein.
Freitag, 8. Oktober 2010, um 18.30 Uhr
Dokumentation von Pierre Bressiant
ARTE France, 52 Min. – Erstausstrahlung
Während sich die Antibiotikaresistenzen weltweit immer stärker ausbreiten, entwickeln Wissenschaftler heute neue Methoden, um dieses Übel zu bekämpfen und die Bevölkerung vor bakteriellen Infektionen zu schützen. Von Hygienekampagnen in Schweizer Krankenhäusern über die jüngsten Ergebnisse der Forschungslabore in Europa und den USA bis hin zur experimentellen Bakterienzucht in Dänemark präsentiert die Dokumentation neuartige Lösungsansätze.
Auf ARTE am Freitag, 15. Oktober 2010, um 21.45 Uhr
In Anwesenheit von Prof. Eric Caumes, Arzt für Infektions- und Tropenkrankheiten im Universitätskrankenhaus Pitié-Salpêtrière in Paris sowie Dr. Gérard Krause, Leiter der Abteilung Infektionsepidemiologie im Robert Koch-Institut Berlin. Durch den Abend führt Thomas Kausch. Anschließend laden wir Sie zu einem Glas Wein ein.