
INSERM - Französisches Institut für Gesundheitswesen und medizinische Forschung
1964 gegründet, ist das INSERM (Institut National de la Santé Et de la Recherche Médicale) eine staatliche Einrichtung mit wissenschaftlichem und technologischem Charakter. Es steht unter der gemeinsamen Zuständigkeit des Ministeriums für Bildung, Forschung und Technologie und des Ministeriums für Beschäftigung.
Aufgabengebiete
- Beitrag zum besseren Verständnis und zur Steigerung der menschlichen Gesundheit, indem dabei die Schnittstellen zwischen Grundlagenforschung, kognitiver und klinischer Medizinforschung und der Forschung im Gesundheitswesens favorisiert werden
- Absicherung des Transfers und der Verbreitung von Erkenntnissen und Wissen
- Aufwertung der Ergebnisse auf den Gebieten der klinischen und kommerziellen Anwendung und im Gesundheitswesen
Tätigkeitsbereiche
Das Institut hat drei große vorrangige Forschungsbereiche für die kommenden Jahre definiert, die sich auf die Grundlagenforschung stützen:
- Forschung auf dem Gebiet der Physiologie/Physiopathologie zum besseren Verständnis von Krankheiten
- Forschung im therapeutischen Bereich (Erforschung von Medikamenten, biomedizinischer Technologie, Therapeutik von Lebewesen)
- Forschung im Gesundheitswesen zum Erwerb neuer Erkenntnisse über den Gesundheitszustand der Bevölkerung
Prioritäten
- Die Wissenschaftspolitik orientiert sich auf Unternehmungen, die auf die Entwicklung besonders wettbewerbsfähiger Projekte ausgerichtet sind oder auf neue Thematiken und Techniken. Die internationalen Verträge tragen dazu bei, die Forschung durch den wissenschaftlichen Austausch und die Aufnahme ausländischer Forscher voranzutreiben.
- Die Strategie der Offnung ist besonders geprägt durch die starke Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern und den Universitäten. Die Zugehörigkeit der Laboratorien zu etwa 65 föderativen Forschungsinstituten, die Schaffung eines Netzes von klinischen Forschungszentren, die angepaßt sind an die Forschung über Krankheit und Gesundheit und die Beteiligung, innerhalb von Interfacekommitees, an mehr als achtzig medizinwissenschaftlichen Gesellschaften, unterstreicht diese Orientierung.
- Die soziale Partnerschaft hat es sich zum Ziel gemacht, sowohl einen wissenschaftlichen Druck auf die Beobachtung und Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung auszuüben, als auch die Kenntnisse und die Möglichkeiten der optimalen Planung von Behandlungs- und Präventionssystemen zu entwickeln und zu bewerten.
- Im regionalen Rahmen realisiert das Institut eine Politik der Annäherung von Forschungsaktivitäten mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, Universitäten, Krankenhäusern und der Industrie. Die Vertragsverhandlungen auf der Ebene Staat-Region werden auf die gleiche Art der wissenschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Entwicklungsstrategie geführt.
Schlüsseldaten
- Budget: 0,5 Mrd. euros
- 13000 Beschäftigte, davon 9400 Forscher und 3600 Ingenieure, Techniker und Verwaltungsangestellte
- ein Netz von 365 Forschungslaboratorien, die in Krankenhäusern und Universitäten integriert sind
- 4400 internationale Projekte mit insgesamt 93 Ländern
- Eine Zusammenarbeit mit 310 pharmazeutischen, biotechnologischen und medizintechnologischen Unternehmen, die durch 900 Verträge und mehr als 500 Patentfamilien festgelegt ist
- Beitrag des INSERM zum 6. europäischen Forschungsrahmenprogramm
Direktion
Vorsitzender des Verwaltungsrates: Monique Capron Generaldirektor: Christian Bréchot
Kontakt
Stéphanie Lux, Leiterin der Abteilung für
wissenschaftliche Information und Kommunikation
INSERM, 101, rue de Tolbiac, 75654 Paris cedex 13
Tel. : +33 1 44 23 60 70
Fax : +33 1 44 23 60 99
email : mfclg@tolbiac.inserm.fr
web : http://www.inserm.fr