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ONCFS : Französische Behörde für Jagd und wilde Fauna

Die Französische Behörde für Jagd und wilde Fauna (Office National de la Chasse et de la Faune Sauvage, ONCFS) ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt, die dem Ministerium für Okologie und nachhaltige Entwicklung untersteht. Sie ist auf dem gesamten französischen Territorium vertreten, sowohl in Frankreich selbst, als auch in dessen Uberseedepartements. Ziel ihrer Tätigkeit ist einerseits die Entwicklung einer gerechten und ausgewogenen Jagdpolitik, andererseits der Schutz der wilden Fauna Frankreichs.

Die große Mehrheit der 1700 Mitarbeiter setzt sich aus den sogenannten " Gardes nationaux de la chasse et de la faune sauvage " (National-gardisten der Jagd und der wilden Fauna) zusammen. Diese sind in 220 Brigaden unterteilt. Im Durchschnitt besteht eine Brigade aus vier Nationalgardisten und einem Vorgesetzten.

Ein Nationalgardist hat drei Aufgaben: In erster Linie ist er ein Gendarme der Natur, eingekleidet in eine grüne Uniform, trägt er eine Defensivwaffe. Er achtet darauf, dass die verschiedensten Umweltgesetze und -verordnungen umgesetzt werden. Auf Wunsch der CNERA (s. u.), beobachtet er desweiteren die Fauna, ihre Dynamik, den Gesundheitszustand der Tiere, usw. Dies geschieht sowohl über Fernbeobachtungen, als auch durch das Einfangen und die Markierung einzelner Tiere. In seiner dritten Funktion widmet er sich der Offentlichkeit: Information und Ausbildung der Jäger, der Landwirte, der Schulkinder.

Die Forschungsarbeiten der ONCFS werden von einem Netz aus fünf bereits existierenden "nationalen Forschungszentren" (genannt CNERA) koordiniert, in dem Forscher, Techniker und zeitweise auch Forstarbeiter tätig sind. Jedes CNERA ist nach der Tiergruppe benannt, auf die es spezialisiert ist: Zugvögelarten, Hirsche und Wildschweine, kleine seßhafte Fauna der Ebene, Raubtiere und Schädlinge, Gebirgsfauna. Die CNERAs sind ohne Ausnahme in Naturreservaten angesiedelt. Sie sind unter anderem zuständig für die Wiedereinführung von Tieren in den Lebensraum, in dem sie einst ausgerottet wurden (z. B. der Bieber in der Ardèche oder der Luchs in den Vogesen). Neben diesen Forschungszentren betreibt die ONCFS auch ein ökotoxikologisches Labor sowie ein "Erhaltungszentrum des Jagdhundes".

Es gehört ebenso zur Aufgabe der ONCFS Naturreservate zu gründen und zu unterhalten. Gegenwärtig verwaltet sie 35 dieser geschützten Gebiete auf einer Gesamtfläche von 58 000 Hektar. Da die Naturreservate über das ganze Land verstreut sind, unterscheiden sie sich sehr stark voneinander. So sind z. B. eine alte Gletschermulde auf dem Kamm der Hochvogesen, in der Gemse leben, geschützt, oder eine Moorlandschaft auf der Halbinsel des Cotentin oder noch eine typische Landschaft des korsischen Gebirges, usw.

Kontakt

Office National de la Chasse et de la Faune Sauvage
5, rue de saint Thibaud - St Benoît - 78160 Auffargis - Frankreich
tel : +33 1 30 46 60 00
web : http://www.oncfs.gouv.fr