Wissenschaft Frankreich #157 – 18/02/2009

Wissenschaft-Frankreich Nr. 157 [PDF]

Messe

Die Carnot-Institute auf der CeBIT 2009

Der Zweig TIC-MNT (Informations- und Kommunikationstechnik, Mikro- und Nanotechnologien) der Carnot-Institute wird seine neuesten Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik vom 03. bis 08. März 2009 auf der CeBIT (Halle 9, Französischer Pavillon, Stände B21A und B21H) in Hannover interessierten Unternehmen vorstellen. Auf der Messe werden 12 Carnot-Institute vertreten sein: C3S, CEA LETI, CEA LIST, FEMTO-Innovation, LAAS, LSI, M.I.N.E.S, STAR, das TELECOM-EURECOM Institut, TIE, VITRES, XLIM sowie die Carnot-Gesellschaft (AiCarnot).

Die 33 Carnot-Institute bilden ein Netzwerk von 12.800 Forschern, die alle das gleiche Ziel verfolgen: mit Unternehmen gemeinsam forschen, um ihr wirtschaftliches Potenzial zu stärken. Die Institute engagieren sich daher für Innovation, Technologietransfer und starke Partnerschaften zwischen Forschungslaboren und Industrie.

Während der CeBIT werden mehrere Veranstaltungen vom Carnot-Netzwerk angeboten. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die strategische Zusammenarbeit der Carnot-Institute mit den Fraunhofer-Instituten gelegt. Vorträge und Präsentationen zur Vorstellung dieser aktuellen deutsch-französischen FuE-Projekte werden am 05. Februar 2009 (Donnerstagnachmittag) im französischen Pavillon stattfinden.

Das Carnot-Netzwerk zählt zu den größten technologieorientierten Forschungsorganisationen Europas. Dort arbeiten 12 % des Personals der gesamten französischen öffentlichen Forschung. Es verfügt über ein Budget von 1.300 Millionen Euro pro Jahr.

Der Zweig TIC-MNT besteht aus 4.000 Forschern und führt das Know-how von Fachkräften aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik sowie Mikro- und Nanotechnologien zusammen. Er leistet auf internationaler Ebene hervorragende Arbeit zur Meisterung der Herausforderungen der digitalen Gesellschaft in zahlreichen Wirtschaftszweigen: IuK-Technologien, Verkehr, Energie, Sicherheit, Gesundheit, Bildung usw.. Im Rahmen einer stark interdisziplinären und netzwerkorientierten Arbeit bietet die TIC-MNT-Gruppe eine leicht zugängliche, integrierte, den Bedürfnissen der Unternehmen angepasste Forschung an.

Weitere Informationen und das Programm der Veranstaltungen der Carnot-Institute finden Sie unter folgender Adresse: http://www.instituts-carnot.eu/fr/tic-mnt

Kontakt: tic-mnt@instituts-carnot.eu

Redakteure:

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Forschungspolitik

Frankreich - Österreich: Bilaterale Forschungsprojekte

Gemeinsam mit der Französischen Forschungsagentur (ANR) bietet der FWF (Wissenschaftsfonds) die Möglichkeit bilaterale Forschungsprojekte ("Joint Projects") zu beantragen. Die Ausschreibung umfasst primär die Themengebiete Chemie, Mathematik und Physik und setzt parallele Anträge bei der ANR und FWF voraus.

Die Frist für das Einreichen von Bewerbungen endet am 2. April 2009.

Nähere Informationen finden Sie unter: http://www.fwf.ac.at/de/internationales/foerderkategorien_bilaterale_abkommen.html

Kontakt: Reinhard Belocky, FWF - Tel.: +43 1 5056 740 8701 - E-mail: reinhard.belocky@fwf.ac.at

Quelle: Wissenschaftsfonds FWF

Redakteur: Mathieu Girerd, mathieu.girerd@diplomatie.gouv.fr

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Forschungspolitik

Rat "Wettbewerbsfähigkeit" (Forschung): die wichtigsten Ergebnisse

Mathieu Weiss (Raumfahrtrat, Ständige Vertretung Frankreichs bei der EU, Brüssel) hat uns seine persönliche Sicht dargelegt, welchen Beitrag die französische EU-Ratspräsidentschaft für die Weltraumpolitik in Europa geleistet hat.

Zunächst hat er die Rolle der drei Institutionen erörtert: die "wechselnde" Präsidentschaft ist die des EU-Ministerrates, eine der beiden Entscheidungsinstanzen der Union, die andere ist das europäische Parlament. Die europäische Kommission hat (nur) ein Vorschlagsrecht. Die französischen Minister hatten den Vorsitz bei sämtlichen Ministerräten in allen Bereichen inne, und der Staatspräsident war der Vorsitzende bei den Räten der Staats- und Regierungschefs.

Mathieu Weiss hat anschließend auf die Besonderheit der französischen Präsidentschaft hingewiesen, insbesondere auf die Verkörperung, die Konzentration auf eine Person bei der Rolle des EU-Ratspräsidenten. Nicolas Sarkozy hat sich von seinen Vorgängern dadurch unterschieden, dass er eine für gewöhnlich technische Amtszeit in eine politische Amtzeit umgewandelt hat. Der besonders schwierige und größtenteils völlig unvorhersehbare Kontext (das "Nein" der Iren zum Vertrag von Lissabon unmittelbar vor der Präsidentschaft, die Krise in Georgien, die Finanz- und Wirtschaftskrise, die fast vollständige Abwesenheit der Vereinigten Staaten durch die Wahlen, der Rückzug der Kommission) hat der französischen Präsidentschaft die Möglichkeit gegeben, mehr als ursprünglich vorgesehen Stellung zu beziehen, jedoch hätte dieser Kontext genauso gut ein Scheitern zur Folge haben können. Es ist der französischen Präsidentschaft gelungen, all jene Lügen zu strafen, die das System und seine Vorgangsweisen über den politischen Willen gestellt haben. Durch einen starken politischen Willen, gepaart mit einer außergewöhnlichen Aktionsfähigkeit, konnte Frankreich die Brüsseler Struktur effizient gestalten. Und das wurde besonders im Weltraumsektor unter Beweis gestellt.

Das Ziel Frankreichs war es, die Weiterentwicklung des Weltraumsektors zu festigen. "Es war nicht die Union, die sich entwickelt hat, um sich eines Tages zu sagen, dass es gut wäre, die Weltraumforschung an Bord zu nehmen, sondern die Weltraumforschung, die sich entwickelt hat und eine bestimmte Reife erlangt hat". Der Weltraum ist zu einem wichtigen Element geworden, das zu den großen politischen Zielen der Union beiträgt (Sicherheit, Umwelt, Wirtschaftswachstum, weltweiter Einfluss der Union, europäische Verteidigung). Der Weltraum hat sich in wenigen Jahren von einer technischen Spitzenleistung in ein operationelles politisches Werkzeug verwandelt. Es wäre daher angebracht, die Weltraumforschung in ein politisches Orientierungsniveau einzubetten und gleichzeitig zu den traditionellen Schemata, die bei der europäischen Weltraumagentur aufhören, eine weitere Rolle hinzuzufügen. Einzig die Union kann der Weltraumforschung mit all den großen Herausforderungen in Europa Perspektiven bieten, und zwar durch die Integration des Weltraums in die "Regierungsmechanik" Europas. Einzig die Union kann den Weltraum zu einem Schalthebel der europäischen Wirtschaft machen, wenn sie ihn in das Wirtschaftsschema Europas integriert. Es handelt sich hier um eine politische Pilot-Rolle, die in Europa nicht vorgesehen war, und die sich völlig von der technologischen Pilot-Rolle unterscheidet, die eine Agentur innehaben kann.

Herr Weiss ist der Meinung, dass die französische Präsidentschaft bereits einen "Grundstein gelegt" hat, auf dessen Grundlage, insbesondere mit dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon (die Weltraumkompetenz der Union wird festgelegt), aufgebaut werden und dessen Zielsetzung sich nicht unmittelbar in Budgets niederschlagen muss. Er hat insbesondere darauf hingewiesen, dass es notwendig ist, die Folgerichtigkeit der Dinge zu beachten: einen politischen Willen, eine Strategie, ein Budget. Die Brüsseler Lobbyisten, die - koste es, was es wolle - ein Budget haben wollen, noch bevor ein politischer Wille da ist, sind zum Scheitern verurteilt. Durch die Aktion der französischen Präsidentschaft konnten Grundlagen geschaffen und der politische Wille gestärkt werden, der den Weltraum zu den großen Werkzeugen der Union machen soll. Der europäische Rat (die 27 Staatschefs) hat im Dezember 2008 "die Weltraumtechnologien und die dazugehörigen Dienststellen" zu den prioritären Bereichen des europäischen Innovationsplanes ernannt, der für die Wiederankurbelung der Wirtschaft beschlossen wurde. Eine derartige Bestätigung auf höchster Ebene stellt eine Premiere für diesen Bereich dar und könnte in fine zur Festlegung eines Weltraumbudgets im nächsten Unionsbudget führen. Nach Meinung von Mathieu Weiss geht seine Tragweite jedoch darüber hinaus, und zwar, wenn die Nutzung des Weltraums dauerhaft eingeplant wird. Die tschechische Präsidentschaft hat dies sehr wohl begriffen, da sie das Thema Weltraum auf ihre Agenda gesetzt hat.

Prag hat insbesondere die Absicht, auf die Einladung der Staatschefs mit einem ersten Entwurf zum Weltrauminnovationsplan zu antworten. Herr Weiss hat auf die Notwendigkeit des freien Zugangs zum Weltraumsektor hingewiesen, der, sowohl was die Dienststellen als auch die Basistechnologien betrifft, in angrenzenden Bereichen durchlässiger werden könnte, wie z.B. die Energietechnologien, die Nanotechnologien, die Informationstechnologien, die Elektronik und Informatik und die kognitiven Wissenschaften. Seiner Meinung nach kann die Innovationsfähigkeit in diesen Bereichen am besten unter Beweis gestellt werden. Sie kann auch und in erster Linie in ausgegliederten Stellen der Weltraumsysteme zum Tragen kommen. Die Stellen, die ganz oder zum Teil auf Weltraum-Daten basieren, könnten verstärkt werden und zu einem strategischen Wirtschaftssektor des 21. Jahrhunderts werden. Solche Entwicklungen stellen eine neue Ära im Weltraumwesen dar, dessen Grundlagen größer sind als die heutigen.

Vor diesem Hintergrund hat die tschechische Präsidentschaft die Idee der französischen EU-Präsidentschaft übernommen, derzufolge die Erforschung des Weltraums ein erstrangiges politisches Thema geworden ist. Kein Staat der Welt kann es sich erlauben, einzig aus wissenschaftlichen Vorteilen die in die Erforschung investierten Gelder zu rechtfertigen. Die Erforschung hat zwangsläufig politische Auswirkungen, und es ist daher normal, dass die europäische Union in Zukunft auf diesem Gebiet eine Verantwortung tragen kann und muss. Es geht um eine politisch orientierte Verantwortung und nicht um technische Entscheidungen. Im Juni 2009 soll in Prag ein erstes großes Gipfeltreffen der europäischen Union stattfinden. Nach Worten von Mathieu Weiss könnte die Erforschung des Weltraums - insbesondere hinsichtlich seiner Innovationsfähigkeit - eines der wichtigsten Werkzeuge zum Aufbau Europas im 21. Jahrhundert werden.

Er hat darauf hingewiesen, dass "die politische Tragweite des Weltraums sich an den beiden wichtigsten Ergebnissen misst, sowohl sein Beitrag zum Wohlstand Europas als auch sein Beitrag zum Einfluss Europas in der Welt". Der Einfluss beruht auch auf den zivilen und den Verteidigungsprojekten (die auch in Brüssel behandelt werden, aber auf zwischenstaatlicher Ebene). Das Projekt zur globalen Überwachung von Umwelt und Sicherheit (GMES) platziert die europäische Union vor den Vereinigten Staaten und Japan. Abgesehen von den wirtschaftlichen Hoffnungen, das dieses Projekt auslöst, tragen GMES, aber auch Galileo zur Außenpolitik der Union bei und machen diese auf der internationalen Bühne glaubwürdiger. Im Verteidigungsbereich ist während seiner Präsidentschaft die Priorität Frankreichs zur Stärkung des europäischen Verteidigungswesens dadurch zum Ausdruck gekommen ist, dass das EU-Satellitenzentrum nationale militärische Weltraumbilddaten zur Verfügung gestellt hat. Durch dieses Beispiel konnte Frankreich Deutschland und Italien davon überzeugen, die diplomatische Macht der europäischen Union beträchtlich auszubauen. Die französische Präsidentschaft hat das Projekt MUSIS der zukünftigen Generation von militärischen Satelliten, das ursprünglich ein Abkommen zwischen 6 Nationen war, in ein richtiges europäisches Projekt umgewandelt, das von der europäischen Verteidigungsagentur (26 Mitgliedsstaaten: 27 - Dänemark) getragen wird. Frankreich hat so eine Fähigkeit zur zukünftigen europäischen Weltraumverteidigung aus der Taufe gehoben, das auf Zeit die nationalen Fähigkeiten ersetzen wird.

Und schließlich hat Mathieu Weiss die Stärkung der Rolle des europäischen Parlaments durch den Vertrag von Lissabon angesprochen. Dieser schafft eine "zweiköpfige" Struktur, in der Ministerrat und europäisches Parlament ausgeglichene Machtbefugnisse haben. So könnten öffentliche Meinungen bei Weltraumentscheidungen viel besser berücksichtigt werden. M. Weiss glaubt, dass der Einsatz einer "europäischen Zivilgesellschaft" die nächste wichtige Etappe beim Aufbau Europas sein wird, da die Europäer sich mit einer kohärenten Stimme äußern könnten anstelle mehrerer nationaler, dissonanter Stimmen. Nach Meinung von M. Weiss stellt die Umsetzung des Vertrags von Lissabon eine wahre Revolution für die Weltraumpolitik Europas dar, da "die europäische Union in der Initiative sein wird". Die spanischen und belgischen Präsidentschaften (2010) könnten die ersten sein, die dies ausprobieren können.

Kontakt: Abteilung für Wissenschaft, französische Botschaft in Österreich - Tel.: +43 1 5027 5324

Quelle: Französisches Kulturinstitut Wien - 5.02.2009

Redakteur: Mathieu Girerd, mathieu.girerd@diplomatie.gouv.fr

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Forschungspolitik und Hochschulwesen

731 Millionen Euro im Konjunkturpaket der französischen Regierung für Forschung und Hochschulwesen vorgesehen

Frankreichs Forschungsministerin Valérie Pécresse hat am 3. Februar 2009 die im Konjunkturpaket enthaltenen Maßnahmen und Mittel angekündigt, die der Forschung und dem Hochschulwesen zukommen sollen. Mit 731 Millionen Euro - 20% des Gesamtbudgets - soll das Paket zu einer Modernisierung und Dynamisierung dieser Bereiche führen.

Im Hochschulwesen soll diese Unterstützung die Verbesserung der Arbeits- und Studienbedingungen und somit die Erreichung von internationalen Standards beschleunigen. Im Einzelnen werden anhand der zur Verfügung gestellten Mittel folgende Maßnahmen im Hochschulwesen durchgeführt:

  • 47 Millionen Euro werden ins studentische Wohnungswesen und für die Mensen eingesetzt,
  • Doppelt so viele Mittel wie bisher geplant - insgesamt 398 Millionen Euro - sollen in die Gebäudesanierung sowie in den Neubau von Hochschulgebäuden fließen. Somit sollen demnächst 70 Hörsäle, 16 Bibliotheken sowie 14 Sporteinrichtungen saniert bzw. neugebaut werden. Auch in Universitätskliniken sollen umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt werden.

Somit wirkt das Paket wie ein Beschleuniger der von der Regierung bereits beschlossenen und z. T. eingeleiteten Hochschulreformen.

Im Bereich der Forschung wird das Konjunkturpaket zu folgenden Entwicklungen führen:

  • 46 Millionen Euro werden 2009 zusätzlich die Finanzierung von Großforschungseinrichtungen unterstützen.
  • Mit 20 Millionen Euro werden die Sicherungsmaßnahmen, die Renovierung sowie die Ausstattung der Forschungseinrichtungen verstärkt.
  • Drei Schwerpunkte, die zur Exzellenz und Wettbewerbsfähigkeit der französischen Forschung erheblich beitragen sollen, werden über zusätzliche Mittel verfügen: 70 Millionen Euro für den Nanotechnologien-Plan, 110 Millionen Euro zur Förderung der Sicherheitstechnologien, 40 Millionen Euro für Demonstrationsvorhaben im Umweltbereich.

Vor der Ankündigung dieses Maßnahmenpakets für Hochschulen und Forschung wurde der Haushalt auf diesem Gebiet bereits um 6,5% (1,8 Milliarden Euro) aufgestockt. Mit den Mitteln aus dem Finanzgesetz und dem Konjunkturpaket ergibt sich schließlich eine Gesamterhöhung von 26%.

Zusätzlich zu den bereits erwähnten 731 Millionen Euro werden dieses Jahr 3,8 Milliarden Euro den Unternehmen zur Verfügung gestellt. Der Staat verpflichtet sich ihnen den Steuerkredit zur Forschung frühzeitig und als Einmalzahlung zurückzuerstatten, statt die Rückzahlung, wie ursprünglich geplant, auf drei Jahre zu verteilen. Somit sollen die Unternehmen in Zeiten der Wirtschaftskrise eine besondere Unterstützung erhalten, um weiterhin in die Forschung und Entwicklung zu investieren. Diese Maßnahme wird insgesamt mehr als 5.000 Firmen zugute kommen, davon etwa 90% KMU.

Kontakt: http://www.enseignementsup-recherche.gouv.fr/cid23665/l-enseignement-superieur-et-la-recherche-principaux-beneficiaires-du-plan-de-relance.html

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Hochschulwesen und Forschung - 03.02.2009

Redakteurin: Claire Nicolas, claire.nicolas@diplomatie.gouv.fr

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Meeresforschung

Gründung des Zentrums für Forschung und Bildung über Küstensysteme CRESCO

Ein neues Zentrum für Forschung und Bildung über Küstensysteme (CRESCO) wurde am 6. Februar 2009 in Dinard (Bretagne) eingeweiht. Diese Einrichtung, die Forscherteams des französischen Forschungsinstituts zur Nutzung der Meere (IFREMER) und des französischen Museums für Naturkunde (MNHN) zusammenführt, soll es ermöglichen, die Kräfte zur Durchführung von umfangreichen Forschungsprojekten im Küstenbereich zu bündeln.

Gefördert wurde das Projekt vom Regionalrat der Bretagne, dem Rat des Departements Ille-et-Vilaine, dem nationalen Fonds für Raumentwicklung und -planung (FNADT), dem "Pays de Saint-Malo" und der Stadt Dinard.

Das Zentrum ist in einem neuen, 1200 Quadratmeter großen Gebäude untergebracht und bildet eine operationelle Forschungsplattform mit Anschluss zum Meer. Es ist mit Analyse- und Versuchsvorrichtungen ausgestattet. Unter anderem verfügt das neue Zentrum über eine 100 Quadratmeter große Versuchshalle mit einem hydrodynamischen Kanal zur Untersuchung des Benthos sowie über ein Sedimentologie-Labor. Somit ist CRESCO für die Grundlagen- und angewandte Forschung bestmöglich ausgestattet. Es verfügt zudem über die wichtigsten Voraussetzungen, um Expertenwissen zur nachhaltigen Entwicklung von Küsten- und Mündungsgebieten liefern zu können. Ergänzt werden die vorteilhaften Räumlichkeiten durch umfassende Dokumentationsressourcen.

Die 25 im CRESCO tätigen Forscher des IFREMER und des MNHN haben bereits im Rahmen vieler Projekte zusammengearbeitet: biosedimentäre Kartierung des Tidebereiches in der Bucht von Saint-Brieuc (2000), gemeinsame Leitung des nationalen Küstenprogramms (PNEC) in der Bucht vom Mont-Saint-Michel (2002-2007), gemeinsame Betreuung von Doktor- und Masterarbeiten. Diese Kooperation wird nun durch Arbeiten zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und von Arteninventaren im Rahmen der europäischen Meeresstrategie fortgesetzt und intensiviert.

Indem es zur Umsetzung wichtiger Umweltrichtlinien beiträgt und die Politik bzgl. des Managements und der Raumplanung der Küsten- und Mündungsgebiete an den nordfranzösischen Küsten berät, zählt das CRESCO von nun an zu den bedeutendsten Experten zu spezifischen Fragen auf diesen Gebieten.

Kontakt: Marion Le Foll und Johanna Martin - IFREMER - Tel: +33 146 482 242 bzw. 240 - E-Mail: presse@ifremer.fr

Quelle: Pressemitteilung des IFREMER - 04.02.2009

Redakteurin: Claire Nicolas, claire.nicolas@diplomatie.gouv.fr

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Nachhaltige Entwicklung

Gründung eines Wirtschaftsrates für nachhaltige Entwicklung

Der französische Umweltminister Jean-Louis Borloo hat am 03. Februar 2009 die Gründung eines Wirtschaftsrates für nachhaltige Entwicklung angekündigt.

Oberstes Ziel dieses Rates ist es, die politischen Entscheidungen des Umweltministeriums aus wirtschaftlicher Sicht zu beleuchten. Durch den Rat soll es dem Ministerium ermöglicht werden, mit den besten wissenschaftlichen Referenzen, den modernsten Bewertungsmethoden und den neuesten staatlichen Interventionsmaßnahmen arbeiten zu können.

Die erste Sitzung fand am 03. Februar 2009 statt und befasste sich mit der Planung der ersten Aufgaben des neuen Rates. Diese Aufträge stehen in engem Zusammenhang mit den großen Themen des Jahres 2009: Vorbereitung der internationalen Klimakonferenz in Kopenhagen und Suche nach einem "neuen Öko-Wachstum".

Jean-Louis Borloo hat an die Experten des Rates appelliert, so schnell als möglich alle Wege des ökologischen Wachstums aufzudecken. Sie sollen sich mit sehr vielfältigen Bereichen beschäftigen, wie der Klimaveränderung, dem Rückgang der biologischen Vielfalt, der Entwicklung der Verkehrsinfrastrukturen oder der Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden. Die Ratsmitglieder stammen aus verschiedenen Bereichen der Forschung, der Politik, der Bildung und der Wirtschaft [1].

Kontakt: [1] Liste und Beschreibung aller Mitglieder des Rates unter: http://www.developpement-durable.gouv.fr/IMG/pdf/Fonctions_des_membres_CEDD_cle1b1ffd-1.pdf

Quelle: Pressemitteilung des französischen Umweltministeriums - 04.02.2009

Redakteurin: Léna Prochnow, lena.prochnow@diplomatie.gouv.fr

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Forstwirtschaft

Die Wissenschaft unterstützt die Wiederaufforstung nach dem Sturm

Französische Wissenschaftler haben viel von den Stürmen gelernt, die im Dezember 1999 die französischen Wälder stark beschädigt hatten. So können sie heute die Folgen extremer klimatischer Bedingungen auf Waldgebiete besser kontrollieren. Diese Erfahrungen kommen ihnen insbesondere jetzt, nach Sturm Klaus, zugute.

Vom 23. bis zum 25. Januar 2009 lähmte Sturm Klaus den gesamten Süd-Westen Frankreichs. Bis zu 1.700.000 Haushalte waren vom Strom abgeschnitten und 8 Menschen kamen durch ihn ums Leben. Für die Waldgebiete fiel die Bilanz ebenfalls katastrophal aus: 60 % der Wälder dieser Region wurden verwüstet.

Als Reaktion auf die verheerenden Auswirkungen der Stürme im Dezember 1999 intensivierte das Französische Institut für Agrarforschung (INRA) seitdem die Forschung im Bereich der nachhaltigen Bewirtschaftung der Ökosysteme der Wälder, der Biovielfalt, der Waldnutzung, der Holzqualität und der Forstwirtschaft. Ein Beispiel dafür ist das "Kolloquium über Stürme, die Anfälligkeit der Wälder und deren Wiederaufforstung "[1]. Die aus dieser Forschung hervorgegangenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die verwüsteten Waldgebiete effektiver wieder aufzuforsten.

Gegenwärtig ist das INRA darum bemüht, die Ergebnisse der Forschungen so schnell als möglich den mit der Wiederaufforstung betrauten Politikern und Akteuren zur Verfügung zu stellen. So arbeiten sie zum Beispiel im "Begleitausschuss zur Wiederaufforstung der Wälder nach Sturm Klaus", unter der Leitung des Ministeriums für Agrarwissenschaften.

Kontakt: [1] Berichte der INRA zum Thema (auf Französisch):

Quelle: Pressemitteilung des französischen Umweltministeriums - 04.02.2009

Redakteurin: Léna Prochnow, lena.prochnow@diplomatie.gouv.fr

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Genetik

Ein einfacher genetischer Mechanismus könnte die Entstehung der Artenvielfalt erklären

Wie entstehen die Barrieren der Reproduktion, durch die die Gattungen voneinander isolieren werden? Eine genetische Studie der INRA-Arbeitsgruppe um Olivier Loudet, in Zusammenarbeit mit der Universität von Nottingham, bringt einen Teil der Antwort ans Licht. Sie erklärt, warum einige Nachkommen bei Kreuzungen der Modellpflanze Arabidopsis thaliana nicht lebensfähig sind und liefert einen potenziellen Mechanismus zur Entstehung von Unterarten innerhalb offenbar homogener Populationen. Diese Ergebnisse wurden am 3O. Januar 2009 in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht [1].

Als Experten auf dem Gebiet der Genetik der Arabidopsis thaliana konnten die Forscher zunächst feststellen, dass die Nachkommenschaft aus der Kreuzung zweier natürlicher Pflanzenstämme - Columbia (Col) und Cape Verde Island (Cvi) - nicht ganz den klassischen Mendelschen Gesetzen folgen. Einige spezifische Kombinationen der beiden elterlichen Genome traten in der Tat bei der Nachkommenschaft nicht auf. Die Forscher haben festgestellt, dass eine Inkompatibilität zweier Chromosomenbereiche (im Chromosom 1 der Col und im Chromosom 5 der Cvi) dazu führt, dass beide Regionen im homozygoten Zustand niemals im Genom der Nachkommen auftreten.

Eine weitere genetische Studie zeigte, dass beide Regionen eigentlich für das selbe Gen kodieren, das HPA Gen (Histidinol Phosphat Aminotransferase). Das erzeugte Enzym ist für die Herstellung der Aminosäure Histidin notwendig. Beim Pflanzenstamm Cvi befindet sich das Gen HPA nur auf dem Chromosom 1. Beim Pflanzenstamm Col befindet es sich auf zwei Chromosomen, 1 und 5, ist aber nur auf Chromosom 5 aktiv. Die Forscher erklären diese Aufteilung mit der ursprünglichen Duplikation und Translokation [2] eines Fragments des Chromosoms 1 zum Chromosom 5, und die darauf folgende Ausschaltung der Kopie im Chromosom 1. Erbt die Nachkommenschaft einer Kreuzung das Chromosom 5 von Cvi und das Chromosom 1 von Col, ist also die Produktion von Histidin unmöglich und die Nachkommenschaft nicht lebensfähig. Erst als die Pflanzen mit einer Histidin-haltigen Lösung gegossen wurden, konnten sich die Embryonen normal entwickeln.

So könnten die Duplikation und Verteilung grundlegender Gene im Genom sowie die nachfolgende Ausschaltung mancher Kopien dieser Gene während der Evolution schrittweise zur Verringerung fruchtbarer Kreuzungen zwischen verschiedenen Stämmen und schließlich zur Trennung in unterschiedliche Spezies führen.

[1] "Divergent Evolution of Duplicate Genes Leads to Genetic Incompatibilities within A. thaliana", SCIENCE - 30/01/09

[2] Ortsveränderung von Chromosomen oder von Chromosomenabschnitten, die innerhalb eines Chromosomenbestandes von ihrer ursprünglichen Position transloziert (verlagert, versetzt) worden sind.

Kontakt: Olivier Loudet - UR254 Abteilung "Genetik und Pflanzenverbesserung", INRA Versailles-Grignon - tél : +33 6 32 34 77 98 oder +33 1 30 83 33 16 - email : Olivier.Loudet@versailles.inra.fr

Quelle: Pressemitteilung des INRA - 29.01.2009
http://www.inra.fr/presse/mecanisme_genetique_simple_pourrait_expliquer_origine_especes

Redakteurin: Léna Prochnow, lena.prochnow@diplomatie.gouv.fr

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Energie

Die Leistung des französischen Windparks hat sich im Jahr 2008 um 37 % erhöht

Nach Angaben des französischen Verbands für erneuerbare Energien (SER) ist die installierte Leistung des französischen Windparks im Jahr 2008 um 950 Megawatts angestiegen und erreichte somit 3.404 MW, was einer Steigerung von 37 % im Vergleich zu 2007 entspricht.

"Die Windenergie selbst machte bereits mehr als die Hälfte der neuen, im Jahr 2008 in Frankreich installierten Kapazitäten aus", betont der SER in einer Pressemitteilung vom 4. Februar 2009. Demzufolge war es allein durch den Windenergiesektor möglich, etwa 2,5 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen.

Die Leistung des französischen Windparks platziert Frankreich europaweit an 4. Stelle, nach Deutschland, Spanien und Italien. Europa selbst verfügt mit 66.000 MW über mehr als die Hälfte der gesamten Windenergiekapazitäten weltweit. Sein Windpark ist innerhalb eines Jahres um 15 % angewachsen.

Die Windenergie stellt 1 % der gesamten Stromerzeugung in Frankreich dar. Der SER unterstreicht des Weiteren, dass, werden alle Arten der erneuerbaren Energien berücksichtigt - einschließlich der Wasserkraft -, der Anteil an Windenergie sogar 7,2 % erreicht.

Der französische Windenergiesektor beschäftigt heute fast 7.000 Mitarbeiter, im Vergleich zu 5.000 im Jahr 2007. Bis 2012 soll sich diese Anzahl noch mehr als verdoppeln. Gemäss den Zielen des "Grenelle de l'Environnement" (Abkommen für Umweltschutz) werden im Jahr 2020 fast 60.000 Personen in diesem Bereich in Frankreich tätig sein und die Windparkleistung wird 25.000 MW erreichen.

Quelle: "Augmentation de 37% de la puissance du parc éolien français en 2008", AFP : http://www.ecolopop.info/augmentation-de-37-de-la-puissance-du-parc-eolien-francais-en-2008/4782 - 04.02.2009

Redakteurin: Claire Vaille, claire.vaille@diplomatie.gouv.fr

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Energie

Keine Einigkeit bei neuen Sparbirnen

Die traditionellen Glühlampen [1], die zu 80 % von der französischen Bevölkerung gekauft werden, werden ab September 2009 schrittweise in der Europäischen Union und bereits ab dem 30. Juni 2009 in Frankreich, gemäß dem "Grenelle de l'Environnement" (Abkommen zum Umweltschutz), aus dem Angebot genommen. Diese Glühbirnen werden künftig von Sparbirnen [2] ersetzt - auch Kompaktleuchtstofflampen ( KLL) genannt -, die, aufgrund ihrer längeren Lebensdauer und ihres geringen Stromverbrauchs, umweltfreundlicher und preiswerter sind. Dennoch sind diese Glühbirnen umstritten. Seit 2006 untersucht das unabhängige Forschungs- und Informationszentrum für elektromagnetische Strahlungen (Criirem) das Magnetfeld, das von den KLL erzeugt wird, und rät auf der Grundlage seiner Ergebnisse davon ab, diese als Nachttisch- oder Leselampe zu benutzen. Der französische Verband für Beleuchtungskunde (AFE) stellt dieser Behauptung die Ergebnisse der 2004 vom Schweizer Gesundheitsamt durchgeführten Untersuchung entgegen. Die französische Agentur für Gesundheitsschutz in der Umwelt und am Arbeitsplatz (Afsset) soll ihre Stellungnahme zu diesem Thema - die bereits seit über einem Jahr erwartet wird - im Frühjahr 2009 vorlegen. Die Generaldirektion für Gesundheit der europäischen Kommission hat im Oktober 2008 darauf hingewiesen, dass die KLL ihren Untersuchungen zufolge weder Magnetfelder, noch Flimmern erzeugen, bemerkte jedoch, dass es eine mögliche Auswirkung der emittierten ultravioletten Strahlen auf empfindliche Personen geben könnte. Die in den KLL enthaltene Quecksilbermenge ist gering (durchschnittlich 0,005g), könnte jedoch in größerem Maßstab zu Verschmutzungsrisiken führen. Als gefährliche Abfälle eingestuft, werden diese Sparbirnen (zu 93 % wiederverwendbar) in Frankreich vom Sammel- und Recycling-Zentrum Recyclum eingesammelt. Angesichts dieser Nachteile scheinen sich in der Zukunft die Leuchtdioden [3] (LED) durchzusetzen. Immer mehr Gemeinden entscheiden sich für diese kleinen Dioden, die noch keinen Einzug in die Wohnungen gehalten haben. Die technologischen Entwicklungen schreiten jedoch schnell voran: die Hersteller Osram und Philipps haben für den kommenden Sommer eine Dioden-Glühbirne angekündigt, die in der Lage ist, mit den traditionellen Glühlampen bei den Privatkunden zu konkurrieren.

[1] Wikipedia Artikel zu Glühlampen: http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%Bchlampe

[2] Wikipedia Artikel zu Sparbirnen: http://de.wikipedia.org/wiki/Kompaktleuchtstofflampe

[3] Wikipedia Artikel zu Leuchtdioden: http://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtdiode

Quelle: "Les nouvelles lampes ne font pas l'unanimité", LeMonde.fr : http://www.lemonde.fr/planete/article/2009/02/04/les-nouvelles-lampes-ne-font-pas-l-unanimite_1150498_3244.html - 04.02.2009

Redakteurin: Claire Vaille, claire.vaille@diplomatie.gouv.fr

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Energie

Bis 2010 entsteht das größte Solarkraftwerk auf den Dächern von Perpignan

Das größte Solardach der Welt - 68.000 m2 - entsteht ab Mai 2009 auf den Dächern der Gebäude und Lager der Saint-Charles-Gesellschaft in Perpignan und wird bereits ab 2010 den ersten Strom liefern, so die Betreiber in einer Pressemitteilung vom 11. Februar 2009. Aufgeteilt auf neun Gebäude und mit einer Gesamtleistung von 9 MW wird das Solarkraftwerk in absehbarer Zeit 10 % des Gesamtverbrauchs der Stadt Perpignan abdecken, verkündete die Gesellschaft Akuo Energy. Für die Installation des Daches muss der vorhandene Dachbelag aus Eternit (Faserzement/Asbest) so weit wie möglich entfernt, von Asbest befreit und anschließend durch 95.000 Solardachplatten von 84 x 84 cm ersetzt werden, erklärte der Präsident der Gesellschaft, Eric Scotto, der AFP (Französische Presseagentur). "Es handelt sich hierbei um das größte Projekt einer Neubedachung auf einem bereits existierenden Gebäude. Wir dringen damit wirklich in ganz neue Bereiche vor", betonte Herr Scotto. Die Akuo Energy Gesellschaft, die im Rahmen dieses Projektes (mit einem Gesamtvolumen von 53,35 Millionen Euro) mit dem staatlichen Kreditinstitut Caisse des dépôts und der Solaire France International (Lieferant von Solardachplatten) zusammenarbeitet, hat bisher vor allem Windkraftprojekte durchgeführt, bevor sie sich vor drei Jahren auch für Solarenergie zu interessieren begann. Neben zahlreichen Projekten im Ausland (USA, Indien, Polen oder dem größten Windpark in der Türkei) hat Akuo Energy auch bereits das größte Photovoltaik-Kraftwerk Europas (auf einem Dach) in Betrieb genommen. Es befindet sich in Laudun, im Departement Gard der Region Languedoc-Roussillon, verfügt über eine Spitzenleistung von 1,4 MW und versorgt insgesamt 690 Haushalte.

Kontakt: Akuo energy, 92 Rue de Courcelles, 75008 Paris, Frankreich - Tel: +33 1 47 66 09 90 - Fax : +33 1 47 66 10 51 - E-mail : contact@akuoenergy.com - http://www.akuoenergy.com

Quelle: "Les nouvelles lampes ne font pas l'unanimité", LeMonde.fr : http://www.lemonde.fr/planete/article/2009/02/04/les-nouvelles-lampes-ne-font-pas-l-unanimite_1150498_3244.html - 04.02.2009

Redakteurin: Claire Vaille, claire.vaille@diplomatie.gouv.fr

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Medizin

Fünfte Nabelschnurblutbank in Frankreich eröffnet

Am 5. Februar 2009 wurde in Lyon die fünfte Nabelschnurblutbank vom Etablissement Français du Sang (EFS, Französische öffentliche Blutbank) eröffnet. Die therapeutische Anwendung von Nabelschnurblut, das zur Behandlung von Krankheiten, wie z. B. Leukämie eingesetzt werden kann, rückt seit Anfang der neunziger Jahre immer mehr ins öffentliche Bewusstsein.

Nabelschnurblutstammzellen wurden 1988 erstmals durch die französische Ärztin Eliane Gluckman in Paris therapeutisch genutzt, um ein Kind mit Fanconi-Anämie zu behandeln. Dieser wissenschaftliche Durchbruch hat ein zunehmendes Interesse an Nabelschnurblut hervorgerufen. "So kann man das Leben gleich zwei Mal schenken", sagte Dr. Nicole Coudurier, Direktorin der EFS für die Region Rhône-Alpes.

Nach Besançon, Bordeaux, Marseille und Paris wurde in Lyon eine fünfte EFS-Einrichtung für Nabelschnurblut eingerichtet. Ziel der EFS ist es, die Anzahl an Nabelschnurblutkonserven zu erhöhen, welche in der zentralisierten Lagerungseinrichtung Annemasse (Haute-Savoie) konserviert werden. Laut der Datenbank "Knochenmarktransplantation Frankreich" (FGM - France Greffe de Moelle) verfügte Frankreich im Jahr 2008 über 7.000 Nabelschnurblutkonserven.

Die Nabelschnur wird sofort nach der Geburt abgeklemmt. Das Blut wird anschließend durch eine Nadel entnommen. Später werden an den Blutkonserven Untersuchungen durchgeführt, um eventuelle Viren und Bakterien aufzuspüren. Nabelschnurblutkonserven werden in Flüssigstickstoff kryokonserviert. Diese bleiben so über 20 Jahre verwendbar, ohne ihr therapeutisches Potential einzubüssen.

Patienten, die an Leukämie oder einer anderen seltenen Bluterkrankung leiden, können durch eine Nabelschnurblutstammzellentherapie besonders effizient behandelt werden. Obwohl diese Technik eine geeignete alternative Behandlung neben der Knochenmarktransplantation ist - da diese Stammzellen dem Patienten einfach über eine Infusion verabreicht werden können - wird sie bislang nur selten angewandt. 2006 wurden europaweit lediglich 400 Eingriffe mit allogenen [1] Nabelschnurblutstammzellen vorgenommen, davon 150 in Frankreich.

2009 sollen in Frankreich vier weitere Einrichtungen eröffnet werden: in Grenoble, Créteil, Poitiers und Montpellier.

[1] Fremdtransplantation: dem Patienten werden Nabelschnurblutstammzellen übertragen, die nicht von ihm selbst, sondern von einem geeigneten Spender stammen.

Kontakte: für weitere Informationen (auf Französisch)

Quellen:

  • Pressemitteilung der französischen Presseagentur (AFP) - 05.02.2009
  • Artikel des französischen Rundfunks Frankreich (RFI) - 10.02.2009

Redakteur: Julien Sialelli, julien.sialelli@diplomatie.gouv.fr

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Medizin

Hefe zur Erforschung von neurodegenerativen Erkrankungen

Eine Hefesorte kann als Zellmodell zur Erforschung einer neurodegenerativen Erkrankung dienen, von der Jugendliche betroffen sind. Das hat ein Forschungsteam des Pasteur-Institutes in Zusammenarbeit mit dem Französischen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) kürzlich nachgewiesen. Durch die Analyse dieser Hefe könnten die Wissenschaftler die Genomik sowohl dieser bestimmten Erkrankung, als auch anderer neurodegenerativen Krankheiten erforschen.

Unter der Leitung von Benoît Arcangioli und Samia Ben Hassine ist es der Forschungseinheit "Genomdynamik" (CNRS URA 2171) des Pasteur-Institutes gelungen, nachzuweisen, dass die Schizosaccharomyces pombe Hefe auf der Einzell-Ebene dem SCAN1-Syndrom ähnelt, das bei Jugendlichen im Falle einer spinozerebellaren Ataxie [1] auftritt. Diese schwere und seltene neurodegenerative Erkrankung löst Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen aus und führt in etwa im Alter von 25 Jahren zum Tod des Patienten. Der Tod wird durch das kontinuierliche Absterben von nicht mehr teilungsfähigen Purkinje-Zellen verursacht. Diese Zellen, die sich im Kleinhirn befinden, sind verantwortlich für die Übertragung von Informationen aus dem Kleinhirn zu den verschiedenen Gliedmaßen sowie zum Gehirn.

Die Forscher haben bei Hefestämmen ein Gen mutieren lassen. Dieses Gen war homolog zu dem Gen, das bei von SCAN1-betroffenen Patienten einen Defekt in sich trägt. Somit konnten die französischen Wissenschaftler deutlich machen, dass die Hefe ähnliche Symptome wie das SCAN1 aufweist. Die so mutierte Hefe beging Selbstmord, da sich, genau wie bei SCAN1-Patienten, die Zellen nicht teilen können.

"Bislang wurde Hefe nur als Model für menschliche, sich teilende Zellen verwendet. Ihre biologischen Prozesse haben eine große Ähnlichkeit mit denen, die beispielsweise bei der Tumorentstehung auftreten. Heute können wir nachweisen, dass sich Hefezellen auch wie sich nicht-teilende Zellen, wie z. B. Nervenzellen, verhalten können", erklärt Benoît Arcangioli. Die Erstellung solcher Modelle soll den Wissenschaftlern zu neuen Erkenntnissen hinsichtlich der SCAN1-Ataxie verhelfen. Des Weiteren eröffnet dieser Befund neue Perspektiven im Verständnis der Genetik anderer neurodegenerativer Erkrankungen, wie z. B. Parkinson.

Die von Benoît Arcangioli und Samia Ben Hassine geleitete Studie wurde am 5. Februar 2009 in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Embo Journal veröffentlicht [2].

[1] SCAN1 - spinozerebellare Ataxie mit axonaler Neuropathie

[2] Tdp1 protects against oxidative DNA damage in non dividing fission yeast, Embo Journal.

Kontakt: Marion Doucet - Pressereferentin des Pasteur-Instituts - Tel: +33 145 688 928 - E-Mail: marion.doucet@pasteur.fr

Quelle: Pressemitteilung des Französischen Zentrums für wissenschaftliche Forschung - 05.02.2009

Redakteur: Julien Sialelli, julien.sialelli@diplomatie.gouv.fr

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Textilien

Vielfältige Anwendungen technischer Textilien

Der 3. Europäische Konvent für technische Textilien - Futex - fand vom 21. bis 25. Januar 2009 statt. Diese Textilien finden immer häufiger Einzug in die Industrie und das manchmal auf unerwartete Art und Weise.

Der französische Seilhersteller Cousin Trestec, der nach dem Untergang der Schiffe Prestige (2002) und Erika (1999) umweltschonende Netze entwickelt hatte, hat beispielsweise mit der Vermarktung seines Anti-Quallennetzes namens "Pearlconcept" begonnen, das zur Abgrenzung der geschützten Badeorte am Mittelmeer entworfen wurde. Dieser Riesenstrickstoff aus Mikrofasern soll durch seine engen Mikromaschen verhindern, dass diese gallertartigen, vom Menschen verabscheuten Tiere das Netz passieren können.

Das auf den Bereich der Solarträgerentwicklung spezialisierte Unternehmen Solusun hat einen Textilprototypen entwickelt, der auf Fahrzeugen Anwendung finden könnte: Die flexible und zusammenschiebbare Plane könnte die Solarenergie nutzen, und damit das Aufladen mobiler Geräte, wie Handys oder Fahrassistenzgeräte, unterstützen.

Euroshelter, eine Tochtergesellschaft von Nexter und spezialisiert auf die Entwicklung militärischer Unterstände, hat die Erweiterung von Militärcontainern durch aufblasbare Strukturen__ angekündigt, unter anderem um mobile Krankenhäuser zu schaffen. Zuvor hatte das Unternehmen bereits einen textilen Faraday-Käfig entworfen und ihn auf dem Eiffelturm getestet. Dieser Faradaysche Käfig soll dem Schutz empfindlicher elektronischer Ausrüstungen gegen elektromagnetische Angriffe dienen.

Weitere Entwicklungen, die auf der Futex 2009 vorgestellt wurden: antimikrobielle Rollos, energiesparende Rollos; "Modulus" - ein leuchtendes Zelt, das aus einem metallfaserverstärkten Textil besteht und vor hohen Temperaturen und Perforationen schützt und die Übertragung von Energie und Daten ermöglicht. Es könnte sogar als Antenne genutzt werden. Die Aussichten für die Zukunft der technischen Textilien sind vielversprechend. Sie könnten sowohl als wiederverwendbares Material für das Gießen von Betonsäulen in der Baubranche genutzt werden, als auch als Dämmstoffe in Verbundwerkstoffen oder als Staubabscheidefilter in Wärmeanlagen. Auch die Luftfahrtindustrie interessiert sich für Kohlenstofffasern, die in Flugzeugrümpfen und Triebwerken Anwendung finden könnten.

Der Weltmarkt für technische Textilien wird auf 100 Milliarden Euro im Jahr 2010 geschätzt, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 3 Prozent.

Weitere Informationen über Futex unter: http://www.clubtex.com

Quelle: "Les tissus du futur au service des énergies propres", Le Monde - 02.02.2009

Redakteurin:Nadia Heshmati, nadia.heshmati@diplomatie.gouv.fr

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Automobil

Taxis werden immer umweltfreundlicher

Im Oktober 2007 hatte die G7-Entreprises Firmengruppe die Einführung einer "umweltfreundlichen" Taxiflotte angekündigt, die aus dreißig Fahrzeugen, vom Typ Toyota Prius, besteht. Ende 2008 waren es bereits 200 und bis Ende 2009 soll diese Anzahl noch verdoppelt werden. G7-Entreprises strebt mittelfristig nach 1.000 "umweltfreundlichen" Taxis. Laut Nicolas Rousset, dem Vorsitzenden von G7-Entreprises, ist die Umwelt zu einem der wichtigsten Anliegen geworden, nicht nur für die Franzosen im Allgemeinen, sondern auch für die Unternehmen, die "sich engagieren" und für ihre Reisen auf "diese Art von Fahrzeugen" umsteigen wollen. Hybrid-Taxis zu benutzen, die weniger CO2 ausstoßen, habe einen "anregenden und einen Beispieleffekt". Des Weiteren hat sich die Firmengruppe das Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß der Flotte bis 2012 um 25 Prozent zu verringern. Zur Motivation der Fahrer auf ein umweltfreundliches Taxi umzusteigen, bietet die G7-Entreprises eine finanzielle Unterstützung von bis zu 10.000 Euro, d. h. ein Drittel des Gesamtpreises für ein Fahrzeug. Außerdem wird dem Fahrer eine Weiterbildung zu umweltfreundlichem Fahrverhalten angeboten, welches allein eine Einsparung von 20 Prozent des Kraftstoffsverbrauchs ermöglicht. Mit der Flotte von 200 Fahrzeugen startet G7 eine neue Dienstleistung namens GreenCab, durch die es möglich ist, gleich während der Reservierung ein "umweltfreundliches" Taxi zu bestellen.

Diese Idee wurde von Taxis Bleus aufgegriffen: im September 2008 hat das Unternehmen eine Hybridtaxiflotte unter dem Namen "Taxis Verts" (grüne Taxis) gestartet. "Wir versuchen unsere Fahrer maximal auszurüsten", sagt Jean-Pierre Daverio, Generaldirektor von Taxis Bleus, der sich wünscht, "dass alle Taxifahrer sich dessen bewusst werden, dass es beim Publikum eine große Erwartungshaltung gibt". Taxis Bleus strebt bis 2010 eine Reduzierung von 10 % des CO2-Ausstoßes an, mit dem Ziel, 300 grüne Taxis (von insgesamt 3.000) anzubieten. Derzeit verfügt die Flotte über ungefähr 20 grüne Taxis.

Das wachsende Interesse an "umweltfreundlichen Taxis" steht auch im Mittelpunkt des Projektes des Unternehmens Verture, ein weiterer Personentransport-Dienstleister. Die angebotene Dienstleistung, als gehobene Ausstattung bezeichnet (Flachbildschirm, iPod, etc.), zielt in erster Linie auf Geschäftskunden ab, soll jedoch auch immer mehr für Touristen angeboten werden. "Wir bieten die bestmöglichste umweltfreundliche Alternative und Antwort auf einen real existierenden Bedarf", unterstreicht der Vorstand von Verture. Die Firma habe eine neutrale CO2-Bilanz. Verture hat 30 Angestellte, von denen die meisten als Fahrer beschäftigt sind. Eine verstärkte Mittelbeschaffung für die Entwicklung ist bereits geplant. Derzeit umfasst die Fahrzeugflotte 25 Toyota Prius.

Quelle:"Les voitures "propres" se développent dans le secteur du taxi", Le Monde, Yahoo - 08.02.2009

Redakteurin:Nadia Heshmati, nadia.heshmati@diplomatie.gouv.fr

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Nanotechnologien

Grünes Licht für 457 Millionen Euro Investition im Rahmen des Nano2012 Programms

Das französische Forschungs- und Entwicklungsprogramm Nano2012 zielt auf die Entwicklung von Technologien für Design und Produktion von integrierten Nano-Kreisläufen für die Halbleiterindustrie ab. Trotz des Umfangs der staatlichen Hilfen, erhielten die Investitionen in Höhe von 457 Millionen Euro von der Europäischen Kommission grünes Licht. Diese attestierte dem Programm nur geringfügige Auswirkungen auf den Wettbewerb, weil das Geld gezielt Marktversagen zu kompensieren versucht. Zudem betonte die Kommission, dass das Programm auf einer Linie mit den wichtigen Forschungszielen der EU sei.

In den nächsten fünf Jahren werden insgesamt strategische Investitionen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro fließen. Allein 340 Millionen Euro erhält das Unternehmen STMicroelectronics.

Das Nano2012- Programm soll das Forschungs- und Entwicklungspotential nutzen, dass die Region Crolles- Grenoble (Frankreich) bietet. Am Programm beteiligt sich daher auch das Forschungsinstitut CEA-LETI, in Grenoble. Durch die Finanzhilfen soll die Etablierung eines Clusters von Zweigtechnologien in Crolles vorangetrieben und 650 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Quelle: Kooperation International - 09.02.2009

Redakteur: Romain Collignon, romain.collignon@diplomatie.gouv.fr

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Informations- und Kommunikationstechnik

Vierte Mobilfunk-Lizenz: der Preis wurde auf 206 Millionen Euro festgesetzt

Der Staatssekretär für Industrie und Verbraucherfragen, Luc Chatel, hat am 5. Februar 2009 die Kosten für die vierte Lizenz für 3G-Mobilfunk auf rund 206 Millionen Euro festgesetzt. Diese Nachricht wurde anlässlich einer Debatte über die Vergabe von Frequenzen von Mobilfunknetzen in der Nationalversammlung angekündigt.

In der Praxis werden jedoch nicht alle Frequenzen im Rahmen der vierten Lizenz für 3G-Mobilfunk einem einzigen Betreiber zugeteilt. Die Regierung hat die französische Regulierungsbehörde ARCEP damit beauftragt, eine Ausschreibung zu starten, um die letzten drei Frequenzbereiche von 5 Megahertz zu vergeben. Einer der drei Bereiche wird für einen neuen Anbieter freigehalten, der keinem der aktuellen Betreiber angehört. Die beiden anderen Bereiche werden für alle Akteure ausgeschrieben.

"Die Spielregeln sind einfach und richten sich nach dem Prinzip der Gleichberechtigung zwischen neuen und bereits auf dem Markt etablierten Betreibern. Der Preis beträgt ein Drittel des Gesamtpreises (619 Millionen Euro), das entspricht einem Preis pro Frequenzbereich von 206 Millionen Euro ", sagte Luc Chatel.

Das Vergabeverfahren wird Ende 2009 stattfinden und die Vergabe der Lizenzen dauert bis Ende 2010. Die Einführung neuer Dienste ist für 2012 vorgesehen. Zu Beginn seiner Tätigkeit muss der neue Anbieter die Netze anderer Betreiber mieten.

Kontakt: ARCEP - Autorité de Régulation des Communication Electroniques et de Postes

Quelle: Quatrième licence de téléphonie mobile : Luc Chatel fixe le prix à 206 millions d'euros - 05.02.2009 - http://www.premier-ministre.gouv.fr

Redakteur: Romain Collignon, romain.collignon@diplomatie.gouv.fr

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Revision der Texte: Jana Ulbricht, jana.ulbricht@diplomatie.gouv.fr

 


 

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