Wissenschaft Frankreich #158 – 4/03/2009
Wissenschaft-Frankreich Nr. 158 [PDF]
- Veranstaltung - Erinnerung
Die Technologien für die digitale Identität: Deutsch-französische Expertentagung am 23. März 2009 in der französischen Botschaft in Berlin - Forschungspolitik
Externer Evaluierungsbericht lobt französisches Forschungsinstitut für Informatik und Automatik - Innovation
Broschüre zur Vorstellung der französischen "Pôles de compétitivité"
Erste Ausschreibung für Innovationsplattformen: 35 Projekte gehen in die zweite Runde - Energie
Die Energiebetreiber sollten die Kunden besser informieren
Magnesium für die Wasserstoffspeicherung
Die Insel La Réunion zielt auf Energieautonomie ab - Umwelt
Ist der Ozean doch ein schlechter CO2-Speicher?
Vorbereitung des "Grenelle de la mer" - Krebsforschung
Ein neues Krebsforschungszentrum statt der Chemie-Fabrik AZF - Elektromobilität
Strategie für die Entwicklung von Infrastrukturen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge - Nanotechnologien
Nanoteilchen und Umwelt: für eine gemeinsame französisch- amerikanische Forschung
Veranstaltung - Erinnerung
Die Technologien für die digitale Identität: Deutsch-französische Expertentagung am 23. März 2009 in der französischen Botschaft in Berlin
Die Problematik der digitalen Identifikation gehört zu den größten Herausforderungen der Industrie und der Gesellschaft von heute. Die Technologien der elektronischen Identifizierung revolutionieren das tägliche Leben durch die neuen Einsatzmöglichkeiten von Ausweispapieren. Elektronische Pässe, der sichere Zugang zu Dienstleistungen des E-Government, der Zugang zu Krankenversicherungen, Transaktionen im Internet, Telemarketing, etc., dies alles sind neue Dienstleistungen, die in naher Zukunft immer wichtiger werden. Besonders entscheidend bei der digitalen Identität ist es, diese immer mehr der menschlichen Identität anzupassen und die Herausforderungen der Integration, der Sicherheit und der Authentifizierung, die seine Nutzung zum Erfolg führen werden, zu meistern.
Die Französische Botschaft in Deutschland und VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Mitglied des Netzwerkes Enterprise Europe Network, organisieren gemeinsam am 23. März 2009 eine deutsch-französische Expertentagung zum Thema der digitalen Identität.
Ziel dieser Veranstaltung ist es, die politischen und technologischen Aspekte, die mit der digitalen Identität zusammenhängen, in Frankreich, Deutschland und ganz Europa darzulegen.
Es geht darum, in einem Dialog zwischen Wissenschaftlern und Vertretern der Politik und der Wirtschaft, Fragen nach der Definition der digitalen Identität zu beantworten, nach den dabei auftretenden Problemen zu fragen, die Einsatzmöglichkeiten sowie die wissenschaftlichen Entwicklungen in diesem Bereich zu beleuchten. Die Grenzen und Risiken dieser Technologien werden ebenfalls eine Rolle spielen.
Die Sicherheit der Dokumente, die Authentifizierung, die Biometrie, die Kontrolle über den physischen und logischen Zugang, die Kryptographie, die RFID oder auch die Verfahren des E-Government werden im Rahmen der vier folgenden Tagungsrunden untersucht und erörtert:
- Die technologischen Neuheiten in Frankreich, Deutschland und Europa im Bereich der digitalen Identität
- Kompatibilität von Informationssystemen
- Sicherheitssysteme und -instrumente
- Digitale Identität - Anwendungen
Die Veranstaltung ist kostenlos und auf 150 Teilnehmer begrenzt.
Das Programm und das Anmeldeformular finden Sie auf der Veranstaltungs-Website http://www.e-identify-df.de
Kontakte:
- Inscriptions et programme :http://www.e-identify-df.de
- Marie de Chalup - Ambassade de France, Service pour la Science et la Technologie, Parisez Platz 5, D10117 Berlin - Tel: +49 305 900 39262, Fax: +49 305 900 39265 - E-Mail: marie.de-chalup@diplomatie.gouv.fr
- Nicolas Gouze - Tel: +49 303 100 78209 - E-Mail: Gouze@vdivde-it.de
Redakteurinnen:
- Marie de Chalup, Marie.DE-CHALUP@diplomatie.gouv.fr
- Jana Ulbricht, jana.ulbricht@diplomatie.gouv.fr
Forschungspolitik
Externer Evaluierungsbericht lobt französisches Forschungsinstitut für Informatik und Automatik
Im Februar 2009 wurde der französischen Forschungsministerin Valérie Pécresse der externe Evaluierungsbericht des Forschungsinstituts für Informatik und Automatik (INRIA) übergeben. In diesem Dokument wird eine Bilanz über die Entwicklung und die Tätigkeiten des Instituts gezogen. Fazit des Berichts: das Institut zählt weltweit zu den Besten auf seinem Gebiet.
Im Bericht werden mehrere Gründe für diesen Erfolg herausgestellt: eine stark ausgeprägte strategische Ambition, eine deutliche Offenheit für Interdisziplinarität, eine effiziente Verwaltung von Personal und finanziellen Mitteln, Partnerschaften mit der Industrie und eine Verstärkung der Dienstleistungen zur Förderung der Forschung.
Der Bericht würdigt zudem die sehr guten Ergebnisse des INRIA. Hinsichtlich der Anzahl an Veröffentlichungen in renommierten Fachzeitschriften mit hohem Impaktfaktor, an Zitaten, an Doktoranden, an nationalen und internationalen Preisen, an Patentanmeldungen, an Softwareregistrierungen oder an europäischen und weltweiten Kooperationen steht das Institut immer an der Spitze. So führt das INRIA enge, langfristig angelegte Kooperationen mit der Industrie, wie im gemeinsamen INRIA-Microsoft-Labor in Saclay oder am INRIA-Schneider-Lehrstuhl.
Im Bericht werden auch Empfehlungen bezüglich der Weiterentwicklung des INRIA dargelegt:
- Das Institut sollte eine Entwicklung anstreben, die auf die Qualität seiner Forschungsteams und seiner Forschungsarbeit abzielt sowie auf seine Anziehungskraft, insbesondere für Nachwuchswissenschaftler. Zudem sollte das Institut sein gegenwärtiges Potenzial weiter ausbauen, mit dem Ziel, eine Exzellenzeinrichtung zu werden.
- Ebenso wird empfohlen, die verwaltungsrechtlichen Prozesse zu vereinfachen, insbesondere auf dem Gebiet der Evaluierung von Forschungsteams.
- Schließlich sprechen sich die Autoren des Berichts einerseits für eine verstärkte Zusammenarbeit des INRIA mit Forschungsteams aus anderen Einrichtungen (Universitäten, außeruniversitäre Forschung) mit einem interdisziplinären Ansatz aus. Insbesondere sollen Projekte durchgeführt werden, die sich mit Gesellschafts- und Umweltherausforderungen auseinandersetzen. Andererseits wird empfohlen, die Kooperationen mit der Industrie fortzuführen und zu intensivieren.
Kontakte:
Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Hochschulwesen und Forschung - 20.02.2009
Redakteurin: Claire Nicolas, claire.nicolas@diplomatie.gouv.fr
Innovation
Broschüre zur Vorstellung der französischen "Pôles de compétitivité"
Ab sofort ist eine Broschüre zur Vorstellung der französischen Clusters "Pôles de compétitivité" in drei Sprachen (Französisch, Englisch und Spanisch) verfügbar und kann im HTML- und PDF-Format unter folgender Adresse: http://www.competitivite.gouv.fr/spip.php?rubrique173&lang=fr heruntergeladen werden. Dieses Dokument sowie die Kartierung der Pôles werden regelmäßig aktualisiert.
Die Broschüre stellt die nationale Politik der "Pôles de compétitivité" vor. Sie beschreibt die bedeutendsten öffentlichen Maßnahmen zur Förderung dieser Netzwerke. Des Weiteren legt sie einige Beispiele von Produkten und Dienstleistungen dar, die dank der Finanzierung durch den interministeriellen Einheitsfonds (FUI) entwickelt werden konnten.
Kontakt: http://www.competitivite.gouv.fr/spip.php?rubrique173&lang=fr
Quelle: Newsletter der "Pôles de compétitivité" - Februar 2009
Redakteurin: Claire Nicolas, claire.nicolas@diplomatie.gouv.fr
Innovation
Erste Ausschreibung für Innovationsplattformen: 35 Projekte gehen in die zweite Runde
Die im Oktober 2008 gestartete Ausschreibung für Innovationsplattformen innerhalb der französischen "Pôles de compétitivité" war von Erfolg gekrönt: 86 Projekte wurden angemeldet. Davon wurden insgesamt 35 Projekte ausgewählt, die nun in die zweite Auswahlrunde gehen.
Eine Innovationsplattform besteht aus hochtechnologischen Einrichtungen und Ingenieurteams, die es Unternehmen (in erster Linie KMU) ermöglichen sollen, innovative Produkte und Prozesse in Zusammenarbeit mit Forschungszentren zu entwickeln.
Die Ausschreibung wurde Anfang Oktober 2008 gemeinsam vom Staat und dem Kreditinstitut "Caisse des dépôts" gestartet. Nun werden bei den 35 vorausgewählten Projekten Studien im Hinblick auf ihre Realisierbarkeit durchgeführt, die teilweise von der "Caisse des dépôts" finanziell unterstützt werden können. Ziel dieser Überarbeitungsphase ist es, die Projekte auf ein hohes Niveau zu bringen, das ihnen größere Erfolgschancen einbringt und den Partnern und Förderern ausreichenden Einblick liefert, um endgültige Entscheidungen bezüglich der Finanzierung der Projekte zu treffen. Gegebenenfalls kann diese Phase auch die Gelegenheit bieten, die Vorhaben an weitere, relevantere Fördermaßnahmen weiterzuleiten.
Der Staat und die "Caisse des dépôts" streben eine Umsetzung der ersten Projekte bis zum Sommer 2009 an, die anderen sollen größtenteils bis Ende des Jahres 2009 realisiert werden. Einige komplexere Projekte werden bis 2010 ausreifen können. Der 31. Mai 2009 wurde als erste Frist für die Antragstellung der fortgeschrittenen Vorhaben festgelegt. Den schließlich ausgewählten Projekten wird eine staatliche Förderung zur Verfügung gestellt, die Teil eines Gesamtbudgets von 35 M€ ist und aus dem interministeriellen Einheitsfonds (FUI) stammt. Andere Partner, und nicht zuletzt die Gemeinden, haben bereits ihre Absicht angekündigt, ebenso zur Unterstützung der Innovationsplattformen beizutragen.
Die " Caisse des dépôts " wird in diesem Prozess an der Seite der privaten Partner als Investor fungieren. Dabei wird sie sowohl im Immobilienbereich als auch bei der Durchführung der Projekte tätig sein, sobald ihre Realisierbarkeit durch langfristige Finanzierungsquellen gesichert ist.
Für Projekte, die den Einstieg in die zweite Auswahlrunde verpasst haben, wird demnächst die Möglichkeit bestehen, an einer zweiten Ausschreibung teilzunehmen.
Die 35 vorausgewählten Innovationsplattformen befassen sich mit folgenden Themen: innovative Baustoffe, Biotechnologie, Verkehr, Elektronik, Nanotechnologie, nachhaltige Entwicklung, menschliche Faktoren, Maritime Industrie, Chemie und Pharmazie, Textilindustrie, Informations- und Kommunikationstechnik, Rechnungsverfahren, Energie und Netze, Finanzen, Gesundheit und Pharmazie, Landwirtschaft.
Kontakt: Informationen (auf Französisch) über die Innovationsplattformen: http://www.competitivite.gouv.fr/spip.php?article461
Quelle: Newsletter der "Pôles de compétitivité" - Februar 2009
Redakteurin: Claire Nicolas, claire.nicolas@diplomatie.gouv.fr
Energie
Die Energiebetreiber sollten die Kunden besser informieren
Laut einer am 25. Februar 2009 veröffentlichten Studie, sind 70 % der Franzosen der Meinung, dass ihr Energieanbieter ein Interesse daran haben müsste, ihnen bei der Wahl des besten Stroms zu helfen, aber nur 26 % führen an, dass sie sich in dieser Hinsicht gut beraten fühlen. "Die Verbraucher zeigen ein zunehmend verantwortungsvolles Verhalten", so Pascal Becache, Leiter des Bereichs "Utilities" der Abteilung für Informatikdienste.
Doch die Unternehmer dieser Branche reagieren zu langsam, erklärt er. Angesichts der Energiepreiserhöhungen und der Umweltprobleme, werden die Verbraucher immer sparsamer. Die im letzten Herbst in Frankreich durchgeführte Studie zeigt, dass von 300 befragten Personen, 83 % ihren Energieverbrauch aus Kostengründen und 71 % aus umweltbedingten Gründen senken wollen. In Anbetracht der Wirtschaftskrise scheint dieser letzte Aspekt jedoch etwas an Bedeutung zu verlieren. 2007 waren noch 16 % der Verbraucher bereit, für den Erwerb von Ökostrom Mehrkosten in Höhe von 20 % in Kauf zu nehmen; 18 Monate später waren es nur noch 6 % von 5.000 weltweit befragten Personen.
"Es wäre wahrscheinlich ratsam, zu warten, bis sich die Wirtschaft erholt hat, bevor wir neue Ökoenergieprogramme starten", schlussfolgert IBM. Die wichtigste Schlussfolgerung jedoch, dass 70 % der Verbraucher weltweit immer größeren Einfluss auf ihren Energieverbrauch haben wollen, bleibt dennoch richtig und stellt die Betreiber vor die Aufgabe, künftig weitreichendere Informationen liefern zu müssen. "Auf dem Gebiet der Kundeninformation werden die Energiebetreiber demzufolge den Banken und Telekommunikations-Anbietern immer ähnlicher", schätzt Pascal Becache.
Ein wichtiges Mittel zur Gewährleistung dieses Informationsflusses ist der "intelligente" Stromzähler, vorwiegend von IBM entwickelt. Dieser wird den exakten Stromverbrauch eines Haushaltes zum Netzbetreiber weiterleiten. Weitere Elemente können diese Information noch ergänzen: monatlicher bzw. sofortiger Einzelverbindungsnachweis im Internet, Chip-Systeme, mit denen bestimmte Elektrogeräte ausgeschaltet werden können, um das Stromnetz in Spitzenzeiten zu entlasten. Ein solches Pilotprojekt gibt es bereits in den USA, in Zusammenarbeit mit Whirlpool. EDF denkt jedoch auch über vergleichbare Partnerschaften, im Rahmen seiner "Energiebox", die er gemeinsam mit Salem entwickelt, nach.
Quelle: Energie : les opérateurs doivent fournir plus d'informations - 25.02.09
Redakteurin: Claire Vaille, claire.vaille@diplomatie.gouv.fr
Energie
Magnesium für die Wasserstoffspeicherung
Das französische Unternehmen McPhy hat sich hinsichtlich einer optimierten Wasserstoffspeicherung für Magnesium entschieden und wird dabei vom Investitionsfonds Emertec 4 unterstützt. McPhy wird es in Form von sg. Magnesiumhydriden speichern. Mehrere Jahre haben Forscher des französischen Forschungszentrums CNRS nanostrukturierte Formen von Magnesiumhydriden entwickelt, die in der Lage sind, Wasserstoff zu speichern und schnell wieder zur Verfügung zu stellen, und zwar unter normalem Luftdruck. In der Industrie kann Wasserstoff auf verschiedene Arten gespeichert werden: in Form eines Gases, einer Flüssigkeit oder eines Hydrids. Im ersten Fall wird es bei einem Druck von 700 Bar komprimiert und in Drucktanks gespeichert und anschließend z. B. in Fahrzeugen unter den Sitzen angebracht. Flüssiger Wasserstoff setzt voraus, dass die Temperatur unter -250°C bleibt, was für mobile Anwendungen derzeit noch kompliziert, zu gefährlich und zu teuer ist.
Der Vorteil von Magnesium sei, so Daniel Fruchart, Forscher am Institut Néel in Grenoble (CNRS), dass es ungefähr gleichmäßig über die ganze Welt verteilt ist. Es besitzt eine atomare Masseneinheit von 24,3 u (atomare Masseneinheit): d.h. dass sich in 26,3 kg Magnesiumhydrid (MgH2) 2kg Wasserstoff speichern lassen. Das entspricht einem Massenwirkungsgrad von 7,6%. Die Technologie wurde noch nicht hinreichend in der Praxis getestet, soll jedoch vor allem bei Fahrzeugen vielversprechend sein. Laut Bernard Maître des CNRS stellen die aktuell entwickelten Fahrzeugmodelle mit Wasserstoffdrucktanks noch immer eine zu große Gefahr dar, da ein hohes Explosionsrisiko bestehe. Dagegen wäre Magnesiumhydrid sicher: "bei Raumtemperaturen ist Wasserstoff stabil. Es wäre eine Temperatur von über 300°C nötig, damit es im gasförmigen Zustand austritt." Sollte dennoch etwas austreten, würde es sich nur um eine "Spur weißen Pulvers auf der Straße" handeln, versichert Maître.
Wichtigstes Anwendungsgebiet dieser Technologie wird der Einsatz in Fahrzeugen sein, doch weitere Anwendungen sind nicht ausgeschlossen. Der Bedarf an Elektrizität könnte z. B. auch mit einer solchen Wasserstoffspeicherung gedeckt werden: zwei Kilo Wasserstoff reichen aus, um den Elektrizitätsbedarf eines Haushalts zu decken, das entspricht einem 1 Kubikmeter großen Tank. In kleinerem Maßstab könnten kleine Hydridbatterien dafür sorgen, dass die Akkus der Mobiltelefone 2 Wochen durchhalten, ohne nachgeladen werden zu müssen, im Gegensatz zu gegenwärtig nur 3 Tagen. Für Kernkraftwerke wäre die Anwendung folgendermaßen denkbar: eine Wasserstoffturbine könnte "hinter einem Kraftwerk" untergebracht werden, genau wie bei einem Haus, nur in einem anderen Maßstab. Das Unternehmen Areva ist bereits bei McPhy eingestiegen.
Natürlich birgt die Wasserstoffspeicherung durch Magnesium auch Nachteile. Wie es Mercedes bereits in den 80er Jahren mit den Wasserstoffbussen und Wasserstofffahrzeugen erlebt hat, läuft die Absorptions- und Desorptionskinetik sehr langsam ab. In Kanada, Japan und Frankreich wurden deshalb Nanostrukturierungen analysiert, die die Reaktion beschleunigen könnten. Die Lösung besteht darin, Magnesium noch feiner als Mehl zu mahlen, um 20 bis 40 nm große Partikel oder Kristallite zu erzeugen, die eine größere Reaktionsfläche bieten. Neben dieser mechanischen Einflussnahme, kommt noch eine chemische Komponente hinzu: Aktivatoren zur Beschleunigung der Reaktion. Eine weitere Hürde ist die Temperatur, da Reaktionen oft erst bei 300°C stattfinden. Doch sobald sich Wasserstoff im Magnesium befindet, findet eine exotherme Reaktion statt. Die Reaktion ist selbstinduziert: je stärker sich das Material erwärmt, desto schneller ist die Reaktion, bis sie 300°C erreicht. Wird der Wasserstoff jedoch hingegen desorbiert, findet eine endotherme Reaktion statt: um gasförmigen Wasserstoff zurückzugewinnen, muss der Tank erwärmt werden, auf ungefähr dieselbe Temperatur von 300°C. Zu diesem Zweck haben Forscher des CNRS und von McPhy Isolierkammern entwickelt, die um den Container herum angebracht werden. Diese fangen die während der ersten Reaktion erzeugte Wärme auf und speichern sie, um sie später zu nutzen.
Quelle: Stocker de l'hydrogène sans créer de bombes : McPhy prend du magnésium, Usine Nouvelle - 25.02.2009
Redakteurin: Nadia Heshmati, nadia.heshmati@diplomatie.gouv.fr
Energie
Die Insel La Réunion zielt auf Energieautonomie ab
Aufgrund ihres Inselcharakters und ihrer wachsenden Bevölkerung [1], misst La Réunion ihrer Energieversorgung eine große Bedeutung bei und ist bestrebt, Projekte zu entwickeln, die ihr eine weitgehende Autonomie sichern. Ihre Stromerzeugung (2.365 GWh im Jahr 2006) stammt zu 64 % aus fossilen Primärenergieträgern (Kohle, Öl und Erdgas) und zu 36 % aus erneuerbaren Energien (Bagasse (ausgepresste Zuckerrohrstängel) und Hydraulik). Dies wird auch bei den Treibhausgasemissionen deutlich, die bei 4,48 Tonnen CO2 pro Einwohner liegen und somit dem weltweiten Durchschnitt - 4,18 Tonnen CO2 - entsprechen. Um den idealen Energiemix zu finden, werden alle erneuerbaren Energien im Rahmen von 2 Projekten untersucht, insbesondere durch das PRERURE [2] Projekt. PRERURE stützt sich auf eine Energiepolitik, die sich für eine verstärkte Nutzung von solaren Warmwasserbereitungsanlagen und der Photovoltaik einsetzt. Dieses Projekt wurde zwischen 2000 und 2006 von der Region mit 24 Millionen Euro unterstützt. Diese Finanzierung hat dazu beigetragen, einen innovativen Wirtschaftszweig zu dynamisieren und Arbeitsplätze zu schaffen: im Bereich der solaren Warmwasserbereitungsanlagen wurden auf la Réunion 320 Arbeitplätze geschaffen und ein jährlicher Umsatz von 27 Millionen Euro erreicht. Seit 1998 hat sich der Regionalrat auf Betreiben seines Präsidenten Paul Vergès hin, ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: die Selbstversorgung bis 2025.
Zahlreiche aktuelle Projekte behandeln die verschiedenen Arten von erneuerbaren Energien:
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solare Warmwasserbereitungsanlagen: Im Jahr 2007 gab es bereits mehr als 15.000 private solare Warmwasserbereitungsanlagen. Der gesamte Park verfügt über 75.000 Anlagen für den aus insgesamt 240.000 Wohnungen bestehenden Park, d.h. mehr als ein Viertel des Inselparks. Dadurch können jährlich etwa 5 bis 10 MW tatsächlich genutzte Leistung vermieden und 28 GWH eingespart werden - entspricht etwa 1 % des Stromverbrauchs auf der gesamten Insel.
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Photovoltaik: In diesem Bereich ist La Réunion weltweit führend. Im Rahmen des PRERURE-Projektes ist vorgesehen, dass bis 2025 100 MWp [3] aus der Photovoltaik gewonnene Energie in das Netz eingespeist wird. Die Aktionen der Region in diesem Bereich zielen sowohl auf Privatkunden, auf die Anlagen selbst, auf die Gemeinden und auf die Unternehmen ab.
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Windenergie: 2007 wurden in Sainte-Suzanne 26 Windanlagen eingeweiht. Die Region hat kürzlich ein Projekt verabschiedet, in dem der Bau von 11 zusätzlichen Anlagen vorgesehen ist. Die Region unterstützt dieses Vorhaben mit 466.460 Euro (mit einer Co-Finanzierung von der EU). PRERURE sieht langfristig die Installation von Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 60 MW vor.
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Erdwärme: Nutzung der Wärme des Vulkans. Die Resultate der Untersuchungen zur Abschätzung des Potentials an Wasserdampf werden im Laufe dieses Jahres bekannt gegeben.
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Wasser: Nutzung der Wellenenergie - eine enge Partnerschaft besteht zwischen der Region und dem CNRS - und der Energie der Dünung - mögliche Installation von Anlagen in der Tiefe. Eine Analyse der Ressourcen der Meeresströmung wird demnächst angestrebt.
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Hydraulik: Durchführung von Studien zur Installation von zwei Mini-Kraftwerken flussaufwärts der zwei Speicherbecken von Maniron (Étang-Salé) und Bellevue (Saint-Louis), und einer Studie zur Installation von zwei Mini-Kraftwerken in Cilaos.
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Biomasse: Es gibt Überlegungen hinsichtlich der Möglichkeiten zur Entwicklung eines Bereichs Holzenergie, sowohl für Brennholz, als auch für die Beteiligung an der Stromerzeugung durch Kraftwerke.
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Bagasse: Der Anteil an der Nutzung von Bagasse zur Stromerzeugung liegt auf der Insel aktuell bei 30 %. Es wird sogar erwogen, Flächen für den Anbau von Bagasse bereitzustellen.
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Abfälle: Die langfristige Verwertung von Abfällen könnte in nicht unerheblichem Maße ebenfalls zur Stromerzeugung beitragen. Vor diesem Hintergrund gibt es Überlegungen hinsichtlich der Verwertung von tierischem Dung und der Installation einer Energieverwertungsanlage von Biogas (2 MW) in der technischen Müllverschüttungsanlage von St Pierre.
[1] Die Insel La Réunion ist mit 800 Einwohnern
auf 2.500 km2 das dichtbevölkerteste
Übersee-Departement. Bis 2025 soll die Bevölkerung
auf 1 Million Menschen anwachsen.
[2] PRERURE : Plan Régional des Énergies
Renouvelables et de l'Utilisation Rationnelle de
l'Énergie
[3] Megawatt-peak: Maximaler Anschlusswert einer
Solarstromanlage, für eine Standardsonneneinstrahlung
von 1000W/m◊ bei 25°C.
Quelle:
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L'Ile de la Réunion vise l'autonomie énergétique
- 21.01.2009
- Autonomie
énergétique de La Réunion à l'horizon 2025 - un
objectif plus que jamais d'actualité - 2008
Redakteurin: Claire Vaille, claire.vaille@diplomatie.gouv.fr
Umwelt
Ist der Ozean doch ein schlechter CO2-Speicher?
Der Klimawandel äußert sich im südlichen Indischen Ozean durch eine Zunahme der Windstärke. Das Meerwasser wird dadurch stärker aufgewühlt und das Kohlendioxid wird somit aus den Tiefen des Meeres wieder an die Meeresoberfläche transportiert. Laut einer aktuellen französischen Studie absorbiert der südliche Indische Ozean weniger CO2 aus der Atmosphäre als vorher. Der Südliche Ozean speichere sogar 10-mal weniger Kohlendioxid als noch zuvor geschätzt. Nach Angaben der Wissenschaftler betreffe dieses Phänomen auch die polaren Breiten des Nordatlantiks.
Der Anstieg des CO2-Gehalts in der Atmosphäre, welcher im Wesentlichen für die globale Erwärmung verantwortlich ist, hat verschiedene anthropogen bedingte Ursachen, wie z. B. das Verbrennen fossiler Brennstoffe oder die weltweite Abholzung. Diese Erwärmung wird jedoch von den Ozeanen und den kontinentalen Ökosystemen abgeschwächt, welche als Kohlenstoffsenken eine große Menge der CO2-Emissionen speichern.
In den letzten 10 Jahren waren die Ozeane, sowohl im Süden als auch im Norden, allerdings immer weniger in der Lage, den in der Atmosphäre vorkommenden Kohlenstoff zu binden. Zu diesen Schlussfolgerungen kam ein von Nicolas Metzl geleitetes Forschungsteam des IPSL [1]. Von 1998 bis 2008 wurden im südlichen Indischen Ozean - zwischen dem 20° und 60° Breitengrad - vom OISO Ozean-Observatorium [2] CO2-Messungen durchgeführt, die mit früheren Daten (1991-1995) verglichen wurden. Somit konnten die Klimaforscher nachweisen, dass der CO2-Gehalt im Oberflächenwasser schneller ansteigt, als der in der Atmosphäre (2,1 Mikroatmosphären/Jahr im Wasser im Vergleich zu 1,7 in der Luft). Obwohl die CO2-Menge in der Atmosphäre nach wie vor über der im Oberflächenwasser liegt, wird dieser Unterschied dennoch zunehmend geringer.
Titel: Fahrwege der vom OISO
geleiteten CO2-Mess-Kampagnen, die zwischen 1991 und
2007 an Bord des Schiffs Marion-Dufresne durchgeführt
wurden.
Credit: CNRS/N. Metzl
Dafür sind die Klimaveränderungen in den polaren Breiten verantwortlich, welche zu einem relativen Unterschied des atmosphärischen Drucks zwischen dem 40° und 60° Breitengrad führen, so die Wissenschaftler. Dies verursacht eine Zunahme der Windstärke. Infolgedessen vermischt sich das Oberflächenwasser verstärkt mit dem Tiefenwasser. Da Kohlendioxid im Oberflächenwasser vom Phytoplankton durch Photosynthese gebunden wird, enthält das Oberflächenwasser weniger CO2 als das Tiefenwasser. Nach dem Absterben der Organismen lagern sich diese im Tiefenwasser ab und werden dort von Bakterien zersetzt. Dies trägt zu einem Anstieg der CO2-Konzentration im Tiefenwasser bei. Da starke Winde massiv das Tiefen- und Oberflächenwasser vermischen können, werden größere Mengen des Kohlendioxids aus den tiefen Schichten an die Oberfläche getragen. In der Folge sinkt die Fähigkeit des Meeres, CO2 zu speichern. Laut der Ergebnisse der Studie absorbiert der südliche Indische Ozean 10-mal weniger Kohlenstoff (0,05 Gigatonnen Kohlenstoff/Jahr (GtK/Jahr)) als bisher angenommen (0,5 GtK/Jahr).
Die französischen Klimaforscher um Metzl - in Zusammenarbeit mit europäischen Kollegen - weisen zudem darauf hin, dass die CO2-Abscheidung und -Speicherung im Nordatlantik zwischen 1996 und 2005 um 50 % gesunken sei. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieser Mechanismus zurzeit eher den schwankenden Wetterbedingungen als dem Klimawandel zuzuschreiben ist.
Titel: Südlicher Indischer Ozean,
Winter 2000, 5. OISO-Kampagne.
Credit: CNRS/N. Metzl
Seit mehr als 10 Jahren ist eine Schwächung der Rolle der Ozeane als Kohlenstoffsenken zu beobachten, was mit einer Zunahme des CO2-Gehalts - und folglich einer Klimaerwärmung - einhergeht. Was sind die Folgen für das zukünftige Klima? Um das herauszufinden, müssen Forscher mehrere Faktoren berücksichtigen und gekoppelte Klima-/Karbonmodelle, die z.B. die Meeresbiologie einschließen, erarbeiten, so wie dies bereits bei den Berichten des IPCC der Fall ist. Mit den derzeit verwendeten Modellen für Klimavorhersagen ist es nicht möglich, genau die Entwicklung des im Meer gespeicherten Kohlendioxids der letzten zwei Jahrzehnte in den nördlichen und südlichen polaren Breitengraden zu simulieren.
[1] Pierre-Simon Laplace Institut (IPSL), Labor
für Ozeanographie und Klima: digitale Versuche und
Vorgehen.
[2] Ziel des Indischen Ozean-Observatoriums (OISO)
ist es, Schwankungen des ozeanischen Karbonzyklus auf
saisonaler und Zehnjahres-Ebene besser auswerten zu
können.
Kontakt: Nicolas Metzl - Tel: +33 144 273 394 - E-Mail: nicolas.metzl@locean-ipsl.upmc.fr
Quelle: Pressemitteilung des Französischen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) - 13.02.2009
Redakteur: Julien Sialelli, julien.sialelli@diplomatie.gouv.fr
Umwelt
Vorbereitung des "Grenelle de la mer"
Am 27.2.2008 hat der Umweltminister Jean-Louis Borloo die Vorbereitung eines "Grenelle de la mer" (Abkommen für Meeresschutz) angekündigt. Mit dieser Initiative beabsichtigt der Minister, wie dies auch bereits für das im Oktober 2007 abgeschlossene "Grenelle de l'environnement" (Abkommen für Umweltschutz) der Fall war, alle Akteure dieses Bereiches um einen Tisch zu versammeln. Ziel des Umweltministers ist es, dass das Expertengremium noch vor Ende 2009 konkrete Vorschläge bezüglich des Schutzes und der Nutzung der Meere unterbreitet.
"Im Abkommen für Umweltschutz" war bereits ein Teil dem Bereich Meer gewidmet. "Wir wollten jedoch einen Schritt weitergehen und alles Wissen und alle Vorschläge diesen Bereich betreffend bündeln", erklärte Borloo anlässlich einer in Paris stattfindenden Pressekonferenz. Die von Borloo ins Leben gerufene Initiative wird Themen wie z. B. den Umweltschutz, die Fischereiwirtschaft, den Schutz der biologischen Artenvielfalt und das Energiepotential der Meere behandeln.
Vier Arbeitsgruppen, die sowohl Ministerien, Gebietskörperschaften, in der maritimen Wirtschaft tätige Unternehmen, als auch Mitglieder der Zivilgesellschaft vertreten, sollen bis Juni 2009 gebildet werden.
Folgende Themen sollen vom "Grenelle de la mer" behandelt werden:
- harmonische Küstenentwicklung,
- konkurrenzfähige und umweltgerechte Tätigkeiten auf See,
- Aufwertung der Berufe auf See,
- Einführung einer neuen Meerespolitik sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.
Quellen:
- Pressemitteilung der französischen Presseagentur (AFP) - 27.02.2009
- "Le gouvernement lance un Grenelle de la mer", Le Monde - 26.02.2009
Redakteur: Julien Sialelli, julien.sialelli@diplomatie.gouv.fr
Krebsforschung
Ein neues Krebsforschungszentrum statt der Chemie-Fabrik AZF
Die Explosion der AZF Fabrik im Jahr 2001 war ein menschliches Drama [1]. Darüber hinaus führte sie zum Verlust von 1.000 Arbeitsplätzen und zur Verwahrlosung eines großen Industriegebiets im südfranzösischen Toulouse. Auf Initiative des ehemaligen Bürgermeisters Philippe Douste-Blazy (UMP) wurde der Bau eines Krebsforschungszentrums auf diesem Gelände geplant [2]. Der Konzern Total finanzierte die Sanierung des Grundstücks in Höhe von 100 Millionen Euro. In der Nähe des Gebäudes des Pharmaunternehmens Sanofi-Aventis sollen für rund eine Milliarde Euro ein Krebsforschungszentrum für 2.000 staatliche und private Forscher, ein Krankenhaus und ein Gründerzentrum entstehen. Das staatliche Kreditinstitut "Caisse des Dépôts" wird sich an den Kosten beteiligen.
Die ersten Gebäude des Zentrums werden bereits in den nächsten Monaten eröffnet. Das vom Pharmaunternehmen Pierre Fabre gebaute Forschungszentrum umfasst ein 42.000 Quadratmeter großes Gebäude, in dem zukünftig 750 Angestellte arbeiten werden, davon 200 neu geschaffene Stellen. Sanofi-Aventis plant sein Gebäude um 23.000 Quadratmeter zu erweitern, um bis zum Jahr 2012 die Anzahl seiner dort tätigen Mitarbeiter von 550 auf 1.000 erhöhen zu können. Zwei weitere Unternehmen werden sich dort ebenfalls ansiedeln: Simar, das im Bereich der Hauskrankenpflege tätig ist, und Cyclopharma, das ein Zyklotron (Teilchenbeschleuniger) zur Herstellung von Isotopen für die Kernmedizin errichten wird.
Das Gründerzentrum wird ab dem Frühjahr in Betrieb gehen, und das Institut für Spitzentechnologien in den Lebenswissenschaften (Itav) wird ab Oktober durch ein Ausschreibungsverfahren vorher ausgewählte Forschungsprojekte aufnehmen (100 Mitarbeiter). Des Weiteren finanziert der französische Staat den Bau einer auf therapeutische Innovationen ausgerichteten universitären Krebsklinik mit 312 Betten. Die Klinik kostet 300 Millionen Euro und soll im Jahr 2012 eröffnet werden. Bis 2010 sollen ebenfalls eine Pension mit 120 Zimmern für junge Forscher und Verwandte von Patienten, ein Geschäftszentrum und eine Gaststätte entstehen.
Kontakt:
- [1] Informationen zum Thema AZF (auf Französisch): http://toulouse.azf.free.fr/
- [2] Informationen zum neuen Krebsforschungszentrum (auf Englisch): http://www.canceropole-toulouse.com/en/page.php?menu=3
Quelle: Presseartikel aus "Les Echos" - 23.02.2009
Redakteurin: Léna Prochnow, lena.prochnow@diplomatie.gouv.fr
Elektromobilität
Strategie für die Entwicklung von Infrastrukturen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
Luc Chatel, Staatssekretär für Industrie und Verbraucherfrage, Regierungssprecher, und Chantal Jouanno, Staatssekretärin für Umwelt, haben im Februar 2009 die Strategie für die Entwicklung der Infrastrukturen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge angekündigt und wollen den Kauf elektrischer Fahrzeuge, voraussichtlich 100.000, zwischen Staat und öffentlichen und privaten Key Accounts harmonisieren. Der Staat hat bereits eine gemeinsame Absichtserklärung mit den Unternehmen La Poste, EDF, GDF-Suez, Veolia, France Télécom-Orange und Vinci unterzeichnet. Bis Ende Juni soll ein Lastenheft konzipiert werden, so dass die ersten Ausschreibungen im Herbst 2009 gestartet werden können.
Vor diesem Hintergrund erhielt die am 17. Februar 2009 eingesetzte Arbeitsgruppe den Auftrag, eine nationale Strategie zur Entwicklung der notwendigen Infrastrukturen zu entwickeln, mit denen diese Fahrzeuge zum Erfolg geführt werden können. Die Arbeitsgruppe wurde im Rahmen des vom Staatspräsidenten angekündigten Plans "kohlenstofffreie Fahrzeuge" zusammengestellt und führt Fahrzeughersteller, Energieversorger, Gebietskörperschaften, Gebäudefachkräfte und Verwalter des öffentlichen Bereichs zusammen.
Wichtigstes Ziel dieser Initiative ist es, einen Entwicklungsplan zum Aufbau der gesamten Infrastruktur zu erarbeiten, d.h. die Planung eines Netzes von Ladestationen für Batterien (Ladestationen zu Hause, am Arbeitsplatz und auf öffentlichen Straßen) und von Batteriewechselstationen.
Das Team wird in vier Gruppen aufgeteilt, die folgende Themenbereiche behandeln:
- Wirtschaftliche Modelle
- Experimente
- Standardisierung und Normung
- Gesetzgebung und Vorschriften
Bis 2012 sollte der Durchbruch von Hybrid- und Elektrofahrzeuge stattgefunden haben. Dafür ist es erforderlich, die Voraussetzungen für die Errichtung von Ladestationen, Schnellladestationen oder Batteriewechselstationen auf dem gesamten Territorium zu analysieren.
Quelle:
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Début de la réflexion pour les infrastructures de recharge pour les véhicules électriques - 18.02.2009
-
La France prépare l'arrivée du véhicule au carbone - 17.02.2009
-
La recharge des véhicules électriques bientôt facilitée en France - 17.02.2009
Redakteurin: Nadia Heshmati, nadia.heshmati@diplomatie.gouv.fr
Nanotechnologien
Nanoteilchen und Umwelt: für eine gemeinsame französisch- amerikanische Forschung
Amerikanische und französische Forscher verstärken ihre Kooperation durch die zukünftige Gründung einer internationalen Forschergruppe (GDRI), die den Einfluss von Nanoteilchen auf die Umwelt prüfen wird. Vom 23. bis 26. Februar 2009 war bereits eine Delegation von amerikanischen Forschern in Frankreich, um die Gründung der Forschungsgruppe vorzubereiten. Bei dieser Gelegenheit hat sie die Laboratorien des CEA in Saclay besucht und danach ein zweitägiges Treffen im Europäischen Forschungs- und Bildungszentrum für Geowissenschaften und Umwelt (CEREGE) in Aix-en-Provence (CNRS, Universitäten Aix-Marseille I und III) wahrgenommen. In den nächsten Wochen soll es zur Unterzeichnung eines Abkommens kommen.
Im Rahmen der internationalen Forschergruppe (GDRI) wird die Arbeitsgruppe iCEINT (International Consortium for the Environmental Implications of Nanotechnology) gebildet, deren Aufgabe darin besteht, die Zusammenarbeit, die bereits seit 2001 aktiv ist, zu verstärken. iCEINT umfasst neun französische Laboratorien (CNRS, CEA, Universitäten Aix-Marseille I und III, Universitäten Joseph Fourier in Grenoble, Paul Verlaine in Metz, Paul Sabatier in Toulouse, Universität Pierre und Marie Curie (UPMC), Universität von Straßburg) und acht amerikanische Universitäten.
Das Hauptziel der Untersuchungen ist es, die Auswirkungen von Nanoteilchen auf die Umwelt zu verstehen und vorherzusagen. Diese Forschung soll zur Vermeidung von schädlichen Auswirkungen beitragen und so die Entwicklung der Nanotechnologien vorantreiben. Nachfolgend einige wissenschaftliche Probleme, die während ihrer Arbeit behandelt werden:
- Alterung, Abbau von verschiedenen Matrizen, Abgabe von Nanomaterialien und Nanopartikeln;
- Prognosemodelle für die Übertragung in die Umwelt (Luft, Wasser, poröse Medien);
- Normierung der Toxizitätstests;
- Verhalten von Zellen und Organismen nach Kontakt mit Nanopartikeln;
- Entwicklung von Ökosystemen nach Kontakt mit Nanopartikeln.
Die Intensivierung der Erforschung der Umweltauswirkungen von Nanopartikeln ergänzt die aktuellen Maßnahmen in Frankreich, um die möglichen Auswirkungen der Nanotechnologien vorhersagen und eine geeignete Interaktion zwischen Nanotechnologie und Gesellschaft entwickeln zu können.
Kontakt: Für weitere Informationen - bottero@cerege.fr
Quelle: Pressemittelung des CNRS - 23.02.2009
Redakteur: Romain Collignon, romain.collignon@diplomatie.gouv.fr
Revision der Texte: Jana Ulbricht, jana.ulbricht@diplomatie.gouv.fr
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