Wissenschaft Frankreich #160 – 1/04/2009

Wissenschaft-Frankreich Nr. 160 [PDF]

Wissenschaft und Bildung

Claudie Haigneré soll den Zusammenschluss von zwei bedeutenden wissenschaftskulturellen Einrichtungen leiten

Die französische Forschungsministerin, Valérie Pécresse, und die Ministerin für Kultur und Kommunikation, Christine Albanel, haben die ehemalige Astronautin und Ministerin Claudie Haigneré mit dem Aufbau der neuen Einrichtung beauftragt, die aus dem Zusammenschluss von zwei wichtigen Wissenschaftsmuseen und -zentren - dem "Palais de la découverte" (Palast der Entdeckung) [1] und der "Cité des sciences et de l'industrie" (Stadt der Wissenschaften und der Industrie) [2] - bis Anfang 2010 entstehen soll. Der Zusammenschluss wurde bereits im Dezember 2007 vom Staatspräsidenten angekündigt.

Die neue Einrichtung wird vier Hauptziele verfolgen:

  • der Wirtschaft die Wissenschaft näher bringen, um das Verständnis der durch die wissenschaftlichen und technischen Fortschritte verursachten Veränderungen zu verbessern;

  • Kinder und Jugendliche an wissenschaftliche und technische Berufe heranführen, indem sie bereits im frühen Kindesalter die Gelegenheit bekommen, die wissenschaftliche Vorgehensweise selbst positiv zu erleben. Dabei sollen die Lehrer über pädagogische Werkzeuge verfügen können und die wissenschaftlichen und technischen Berufszweige den Kindern näher vorgestellt werden, insbesondere den Mädchen, die nach wie vor einen zu geringen Anteil in der Wissenschaft ausmachen;

  • neue Programme mit folgenden Schwerpunkten aufbauen: "Wissenschaft und Gesellschaft", "Forschung, Innovation und Industrie", "Jugendliche und Wissenschaft" und "Medien";

  • eine nationale Referenzstelle darbieten, die eine zusammenführende Rolle für alle französischen Museen und Einrichtungen auf dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen Kultur durch die Förderung von Kooperationen, Austauschen und Koproduktionen spielen soll sowie, auf europäischer und internationaler Ebene, durch den Ausbau seiner Beziehungen zu ähnlichen Zentren im Ausland.

Seit 15 Monaten arbeiten die Behörden der beiden betreffenden Ministerien am Aufbau dieser umfassenden Einrichtung zusammen, die am 1. Januar 2010 ihre Arbeit aufnehmen soll.

Ein wissenschaftliches und kulturelles Konzept wurde durch die Teams beider Museen erarbeitet. Im Hinblick auf den Zusammenschluss wurde ein Sanierungsplan für das "Palais de la découverte" erarbeitet, für den bereits 20 M€ für den Zeitraum 2009-2011 bereitstehen. Schließlich wurde ein Beschlussentwurf bzgl. des Status der neuen Einrichtung vorbereitet. Dieser schreibt ihr den Status einer Einrichtung mit industriellem und kommerziellem Charakter (EPIC [3]) zu. Somit kann sie selbstständig und effizient arbeiten, ohne dass der derzeitige Status des Personals geändert werden muss.

In diesem Zusammenhang kommt Claudie Haigneré die Aufgabe zu, dieses Projekt zu konkretisieren. Dabei wird sie mit dem Personal beider Strukturen sowie mit Experten aus Frankreich und dem Ausland eng zusammenarbeiten.

[1] Wikipedia-Artikel über das "Palais de la découverte" (Englisch): http://en.wikipedia.org/wiki/Palais_de_la_Découverte

[2] Wikipedia-Artikel über die Cité des sciences et de l'industrie (Deutsch): http://de.wikipedia.org/wiki/Cit%C3%A9_des_sciences_et_de_l%E2%80%99industrie

[3] EPIC: Etablissement Public Industriel et Commercial

Kontakte:

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Forschung und Hochschulwesen - 24.03.2009

Redakteurin: Claire Nicolas, claire.nicolas@diplomatie.gouv.fr

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Innovation

Neue Tendenzen bei den "Pôles de compétitivité"

Sechs Monate nach ihrer Ankündigung durch den Premierminister François Fillon wird die zweite Phase der Politik der "Pôles de compétitivité" [1] nun immer konkreter. So wurde am 24. März 2009 ein Leistungsvertrag für den neuen Pôle "Materialia" in Anwesenheit von Forschungsministerin Pécresse in Reims unterschrieben.

Ziel solcher Verträge, die Roadmaps für einen Zeitraum von drei Jahren darstellen, ist eine verbesserte und engere Begleitung der Tätigkeiten der Pôles durch den Staat. Im Sommer 2008 kamen die Auditoren nach einer Überprüfung zu dem Ergebnis, dass die Politik der Pôles bereits relevant sei, allerdings eine ausgeprägtere strategische Steuerung der Pôles durch den Staat wünschenswert wäre. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass die Pôles sich in sehr unterschiedlichem Tempo entwickeln. Dreizehn von ihnen wurde dringend empfohlen, ihre Struktur grundsätzlich zu überprüfen, damit die öffentliche Förderung nicht gestrichen wird.

"Materialia" ist aus dem Zusammenschluss des Clusters P2 MI (Prozesse zur Anwendung von innovativen Baustoffen) und des "Pôle de compétitivité" MIPI (innovative Baustoffe, intelligente Produkte) hervorgegangen. Er ist der erste Pôle, der für den Zeitraum 2009-2011 auf der Grundlage eines Leistungsvertrages arbeiten wird. Den Vertrag unterschrieben sowohl der Pôle selbst als auch die Verwaltungen der beiden Regionen (Champagne-Ardenne und Lothringen), wo dieser tätig ist, sowie der Staat. "Materialia" zielt auf eine Spitzenposition im Bereich der Metall-Innovation auf vier strategischen Gebieten ab: Modernisierung der Automobilindustrie, Energie - insb. Kernenergie, medizinische Geräte und Luftfahrt.

Des Weiteren sollte die neue Phase der Initiative "Pôles de compétitivité" von einer Intensivierung der Zusammenschlüsse und Annäherungen von Pôles begleitet sein, die dasselbe Ziel verfolgen. So wurde kürzlich der Pôle "EuroBioMed" gegründet, der den bereits bestehenden "Pôle de compétitivité" Orpheme sowie die Cluster Bioméditerranée und Holobiosud zusammenführt. Somit werden die Kräfte im Bereich Lebenswissenschaften in den Mittelmeerregionen Frankreichs gebündelt.

Weitere Zusammenführungen werden demnächst erwartet, insbesondere in den Bereichen Verkehr/Automobil und Energie. Die Unterzeichnung von einfachen Partnerschaftsverträgen, wie jüngst zwischen den Pôles "Cosmetic Valley" und "Parfums Arômes Senteurs Saveurs" [2] bringt ebenso den Willen zum Aufbau von Synergien zwischen bestehenden Pôles zum Ausdruck.

[1] http://www.wissenschaft-frankreich.de/publikationen/wissenschaft_frankreich/nummer/files/151.htm#3

[2] Parfums Arômes Senteurs Saveurs: Parfüme, Aromen, Düfte, Geschmacksrichtungen

Kontakt: Pôles de compétitivité - E-Mail: contact@competitivite.gouv.fr - http://www.competitivite.gouv.fr

Quelle: Les Echos - 24.03.2009

Redakteurin: Claire Nicolas, claire.nicolas@diplomatie.gouv.fr

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Wissenschaftliche Auszeichnung

Ein französischer Physiker erhält die höchste wissenschaftliche Auszeichnung

Der Templeton-Preis ist die weltweit höchst dotierte Auszeichnung für einzelne Personen, die seit 1973 jedes Jahr von der Templeton-Stiftung an eine Persönlichkeit verliehen wird, die sich durch ihre karitativen Aktivitäten oder ihr Engagement für das Verständnis der Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Religion verdient gemacht hat. In diesem Jahr ging der Preis an den französischen Physiker und Wissenschaftstheoretiker Bernard d'Espagnat.

Der 87-jährige Physiker hat sich seit Ende der 1960er Jahre durch seine Arbeiten über die philosophischen Herausforderungen der Quantenmechanik und insbesondere durch seine Arbeit über die "verschleierte Realität", eine originelle Annäherung der Realität an die Physik, einen Namen gemacht. Seine Arbeiten haben insbesondere den wissenschaftlichen Grenzen neue Türen geöffnet, teilte die Templeton-Stiftung am Montag, den 16. März 2009, in Paris mit.

Quelle: Österreichische Presseagentur (Agence de Presse Autrichienne - APA) - 16.03.2009

Redakteur: Julien Bouasria, julien.bouasria@diplomatie.gouv.fr

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Messe

"Dimension 3 2009": Forum für die 3D-Abbildung in der Nähe von Paris

Vom 2. bis zum 4. Juni 2009 wird in Pantin zum dritten Mal das internationale Forum für 3D-Bilder stattfinden. Als einzige Veranstaltung dieser Art in Europa rechnet der Veranstalter Stéphan Faudeux mit Teilnehmern aus der ganzen Welt. Das Forum wird auf dem Messegelände untergebracht und umfasst eine Reihe von Konferenzen und ein Festival.

Wirtschaftlich, technisch und kulturell gesehen, bietet das Departement der Seine-Saint-Denis (Nord-Westen von Paris) für ein solches Ereignis zahlreiche Vorteile. Es zählt zahlreiche Bildungseinrichtungen für die digitale Bildgebung (die französische Filmhochschule "Louis Lumière", die Hochschule für Bildtechnik "Les Gobelins", die Universitäten Paris 8 und Paris 13, die Ingenieurschule für Informationswissenschaften und -technologien ESIEE, die Bildungseinrichtung für Medien CIFAP, die Filmhochschule EICAR, die Fachhochschulen von Bobigny und Montreuil), eine wissenschaftliche Gemeinschaft (Studiengang Bildkunst und -technologie an der Universität Paris VIII (ATI), das Laboratorium für Datentransport und -verarbeitung (L2TI), das Haus der Humanwissenschaften, usw.) und eine Industrie, die sich auf den Bereich der 3D-Abbildungen stützt.

Ungefähr 60 internationale Experten werden erwartet, um die Entwicklungen und Neuheiten des Markts zu präsentieren und um sich untereinander über die bereits erworbene Praxiserfahrung auszutauschen.

Die Hersteller, Verleger und Dienstleister werden die neuesten Innovationen in der Bildaufnahme für 3D-Darstellungen vorführen. Die breite Öffentlichkeit wird ebenfalls auf ihre Kosten kommen: "Die Besucher können an kostenlosen Projektionen teilnehmen, insbesondere an einer Vorpremiere, und den neuen Raum "Eintauchen in die Welt der 3D" entdecken. Dieser Raum ist ein besonders geeigneter Ort, um 3D-Videospiele, neue Bildschirme oder neue Anwendungen der virtuellen Realität testen zu können", so Stéphan Faudeux. Dieses Forum 2009 wird Talente jeglicher Couleur, sei es aus dem technologischen oder kreativen Bereich vereinen "um gemeinsam die Bilder von morgen zu erfinden oder sie sich zu erträumen".

Im vergangenen Jahr zählte das Forum 325 Fachbesucher, d.h. 62 Prozent mehr als im Vergleichsjahr 2007, und 3.900 Besucher für öffentliche Projektionen, was einer Verdopplung im Vergleich zu 2007 entspricht. 25 Unternehmen haben ausgestellt und 50 Experten haben Vorträge gehalten.

Die Industrie für Reliefbildung steht kurz vor dem Durchbruch: bis 2011 sollen in den USA 10.000 3D-Kinosäle eröffnen und 13 3D-Spielfilme werden für 2009-2010 erwartet.

Kontakt: Ronel Faustino - Avance Rapide Communication - Tel. +33 141 140 570 - http://www.dimension3-expo.com

Quelle: Pressemitteilung Dimension3 22009, Avance Rapide Communication - 03.2009

Redakteurin: Nadia Heshmati, nadia.heshmati@diplomatie.gouv.fr

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Energie

Auswirkungen geringer Strahlenbelastung auf die Gesundheit

Welche Auswirkungen einer geringen Strahlenbelastung auf die Gesundheit der Arbeiter des Kernenergiesektors bzw. der restlichen Bevölkerung können während einer ärztlichen Untersuchung (Röntgen, Scannen) festgestellt werden? Diese Frage hat sich das französische CEA (Zentrum für Atomenergie) gestellt. Etwa 90 französische und ausländische Forscher (Physiker, Molekularbiologen und Mathematiker), 28 Post-Doktoranden und 53 Doktoranden von 36 Laboratorien aus 11 Ländern haben zwischen 2004 - 2008 im Rahmen des Programms Risc-Rad (Radiosensitivity of Individuals and Susceptibility to Cancer Induced by Ionizing Radiations) auf die Beantwortung dieser Frage hingearbeitet. Das Projekt verfügte über eine finanzielle Unterstützung von 30 Millionen Euro, davon 10 Millionen Euro von der Europäischen Union (6. EU - Forschungsrahmenprogramm / "EURATOM").

Die festgelegte Obergrenze für Arbeiter des Kernenergiesektors liegt bei 20 mSv pro Jahr. Zum Vergleich: ein Flug von Paris nach New York und zurück belastet den Fluggast mit 0,06 mSv, eine komplette Dentalaufnahme schlägt mit 0,006 mSv zu Buche und ein Scannen des Bauches mit 12 mSv.

Eines der Hauptziele der im Rahmen des Projekts Risc-Rad durchgeführten Untersuchungen bestand darin, neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Auswirkungen geringer Mengen an radioaktiver Strahlungen zu gewinnen, um die einschlägigen Strahlenschutznormen - insbesondere unter dem Gesichtspunkt eventueller krebsauslösender Effekte - genauer zu erfassen.

Die wichtigsten Ergebnisse dieser Untersuchungen sind:

  • Das Verhältnis Dosis - Auswirkung bezüglich der biologischen zellularen Prozesse kann verschiedene Formen haben.

  • Die Strahlungen können indirekte Auswirkungen haben, die gegenüber den direkten Effekten auf das genetische Erbgut bei der Krebserzeugung eine geringere Rolle spielen können.

  • Die genetischen Prädispositionen beeinflussen das Risiko an Krebs zu erkranken.

"Die Auswirkung ist vergleichbar mit der der Sonne", so Laure Sabatier, Leiterin des Labors für Onkologie und Strahlenbiologie des CEA und Projektkoordinator. "Einige Leute reagieren empfindlicher auf sie als andere." Eine weitere wichtige Schlussfolgerung: die bei geringer Strahlenbelastung auftretenden Auswirkungen können sich von denen, die bei starker Strahlenbelastung beobachtet wurden, stark unterscheiden.

Risc-Rad merkt des Weiteren an, dass bei jeder Strahlenbelastung sowohl positive als auch negative zelluläre Antworten auftreten. Im günstigen Fall wird ein Schutzmechanismus gegen die Krebserzeugung ausgelöst. Im entgegengesetzten Fall begünstigt die Strahlenbelastung die Tumorentstehung.

Das interessanteste und innovativste Ergebnis dieser Untersuchung betrifft jedoch die indirekten Auswirkungen der Strahlung. Bisher wurde davon ausgegangen, dass die beim Röntgen verursachten DNS-Schädigungen in den bestrahlten Zellen die Konsequenz der Bestrahlung wären. Dennoch können auch unbestrahlte Organe aufgrund der Behandlung anderer Körperregionen Schädigungen aufweisen, da die Zellen über Moleküle miteinander kommunizieren, die während der Bestrahlung erzeugt werden.

Von deutscher Seite waren an dem Projekt Risc-Rad das Deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt ( Helmholtz-Zentrum München) und das Universitätsklinikum Freiburg beteiligt.

Quellen:
- "L'impact sanitaire des faibles doses d'irradiation" - http://www.lefigaro.fr/sante/2009/03/06/01004-20090306ARTFIG00368-l-impact-sanitaire-des-faibles-doses-d-irradiation-.php - 06.03.2009
- Website CEA : "Le projet Risc-Rad" - http://www-dsv.cea.fr/toute-l-actualite/presse/enjeux-de-la-radiobiologie-un-contexte-europeen/le-projet-risc-rad

Redakteurin: Claire Vaille, claire.vaille@diplomatie.gouv.fr

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Energie

Die Solarbranche widersteht der Krise - Lage in Frankreich

Die Photovoltaikhersteller kündigen fast wöchentlich neue Investitionen an:

  • Unter den Herstellern von Silizium - Grundmaterial für Solarzellen - ist der Wettbewerb stark ausgeprägt. Das amerikanisch-japanische Unternehmen "Hemlock Semiconductor" hat vor, mehr als 2 Milliarden Euro in neue Anlagen in den USA zu investieren. Ferner hat der deutsche Konzern "Wacker Chemie" angekündigt, dass er 700 Millionen Euro für eine neue Anlage in Tennessee aufwenden würde. Der Norweger "Norsun", der Silizium-Wafer herstellt, investiert 132 Millionen Euro.

  • Unter den Solarzellen- und Solarpaneelherstellern haben allein drei kalifornische Gesellschaften ("Solyndra", "SolFocus" und "Sierra Solar") 250 Millionen Euro investiert. Des Weiteren plant der japanische Konzern "Sanyo" den Bau einer dritten Anlage für Dünnschichtsolarzellen und das japanische Unternehmen "Sanyora" will seine Produktionsleistung in China vervierfachen.

Frankreich spielt jedoch auch eine immer wichtigere Rolle auf diesem Gebiet: Total und GDF-Suez haben kürzlich eine Investition von 70 Millionen Euro in eine Produktionsanlage für Silizium-Wafer, in der Region von Carling (Mosel), angekündigt, die mit einer Schaffung von etwa 100 Arbeitsplätzen einhergeht. Überdies hat EDF Energies nouvelles in Narbonne (Aude) die größte französische Anlage mit einer Leistung von 7 MW in Betrieb genommen. Bis 2010 soll das größte Solarkraftwerk auf den Dächern eines Lagers in Perpignan entstehen, dass eine Leistung von 9 MW aufbringt. Die weltweit größte Photovoltaikanlage bleibt jedoch die in Amareleja, Portugal, mit einer Leistung von 46 MW.

Aber auch in dieser Branche gibt es seit einigen Monaten besorgniserregende Entwicklungen. So fiel beispielsweise der Preis für Silizium innerhalb eines Jahres von 150 Euro auf 75 Euro pro Kilo, und der Trend geht weiter. "Die Krise wirkt sich verhängnisvoll auf die Projektfinanzierung aus", so Matthieu Versavel, Mitarbeiter der Beratungsfirma Alcimed. "Jedoch ist die Lage nicht vergleichbar mit der der Autoindustrie. Wir haben lediglich einen Wachstumsrückgang zu verzeichnen, statt der üblichen 30 % oder 40 % pro Jahr werden wir 2009 vielleicht nur 20 % erreichen." Jean-Louis Bal, Leiter der Abteilung für erneuerbare Energien bei der Französischen Organisation für Umwelt- und Energiewirtschaft (ADEME), teilt diese Einschätzung: "Der Photovoltaikmarkt verzeichnet gegenwärtig einen Produktionsüberhang, was einige Akteure sicherlich in eine schwierige Lage versetzt und zu Unternehmenszusammenschlüssen führen wird. Dennoch ist die Zukunft der Solarbranche nicht bedroht."

Seit Ende der 90er Jahre hat die Photovoltaikindustrie einen spektakulären Aufschwung erlebt. Zunächst ging dieser von Japan aus, dicht gefolgt von Deutschland - gegenwärtiger Weltmarktführer mit fast 50 % der gesamten installierten Leistung -, den Vereinigten Staaten und kürzlich Spanien. Die kumulierte Leistung der Anlagen hat sich von 1,4 GW im Jahr 2000 auf 9,1 GW im Jahr 2007 erhöht. Nach Angaben des europäischen Verbands der Photovoltaikindustrie hat dieser Sektor mehr als 75.000 Arbeitsplätze in Europa hervorgebracht. Seinen Prognosen zufolge könnte die weltweit installierte Leistung im Jahre 2012 44 GW erreichen, d.h. eine 30fache Erhöhung innerhalb der kommenden 12 Jahre.

Diese Entwicklung wird von den Regierungspolitiken abhängen, da diese durch das Einführen günstiger Tarife für den Rückkauf des durch erneuerbare Energien erzeugten Stroms, diese Branche gefördert haben. In Frankreich wurden die Verkaufstarife für Photovoltaikenergie - 30 cts/kWh, erhöht um 15 cts/kWh im Falle einer Integration in Gebäude - Ende 2008 bestätigt und in Verträgen festgehalten, die eine Gewährleistung über 20 Jahre garantieren. Ziel des französischen Regierungsplans ist es, bis 2020 eine Leistung von 5,4 GW zu erreichen, d.h. 400 Mal höher als 2007. Frankreich würde somit zu den wichtigsten Akteuren in diesem Bereich zählen.

Noch liegt der Anteil an durch Photovoltaik erzeugtem Strom weltweit bei unter 1 %. Um diesem Zweig zu einem Aufschwung zu verhelfen, müssten die Kosten für diese Energieform drastisch gesenkt werden: diese sind aktuell zwei- bis fünfmal höher, als die Kosten in den traditionalen Bereichen (Gas-, Öl -, Kern- oder Kohlekraftwerke). Vor diesem Hintergrund sind die Forscher und Ingenieure bestrebt, siliziumsparende Solarzellen zu entwickeln, und die Leistung der Sensoren (aktuell etwa 15 %) zu verbessern. Verschiedenen Studien zufolge soll die Preisparität zwischen den verschiedenen Stromquellen zwischen 2020 und 2030 erreicht werden. Dann wäre die Photovoltaikbranche ohne Hilfe wettbewerbsfähig.

Kontakt: Für weitere Informationen über die Photovoltaikbranche in Deutschland, können Sie den folgenden Bericht herunterladen: "Photovoltaik und Solar-Thermodynamik in Deutschland: Vorsprünge der deutschen Forschung, Förderungsmassnahmen, Industrieperspektiven" (auf Französisch): http://www.bulletins-electroniques.com/rapports/2008/smm08_055.htm - 01.10.2008

Quellen: "La filière solaire photovoltaique résiste à la crise" - http://www.lemonde.fr/planete/article/2009/03/19/la-filiere-solaire-photovoltaique-resiste-a-la-crise_1170056_3244.html#xtor=RSS-3244 - 19.03.2009

Redakteurin: Claire Vaille, claire.vaille@diplomatie.gouv.fr

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Motorikforschung

Laufen ist bei Neugeborenen nicht nur ein einfacher Tastreflex

Mit Hilfe eines virtuellen Laufbands ist es einer Forschergruppe des Labors für Wahrnehmungspsychologie (Descartes Universität Paris / CNRS / ENS) gelungen, drei Tage alte Neugeborene, die hochgehalten wurden, zum Laufen zu bewegen. Neugeborene wären demnach also von Geburt an empfänglich für die virtuelle Realität und können ihre Schritte an die virtuelle Umwelt anpassen. Diese Ergebnisse sind vielversprechend für neue Diagnosen und Behandlungen, die auf der Nutzung der visuellen virtuellen Realität basieren, insbesondere für das frühzeitige Lauf-Training bei behinderten Kindern.

2009-04-03-17-30-12
Titel: Zeichnung des experimentellen Aufbaus (aus der Publikation)
Credit: Journal Compilation © 2009, Society for Research in Child Development, Inc.

48 Babys wurden in aufrechter Position über eine horizontale Fläche gehalten, auf die unterschiedliche visuelle Umgebungen projiziert wurden. Bei der Projektion eines sich in Richtung der Babys bewegenden schwarz-weißen Schachbrettmusters konnten Schritte in der Luft beobachtet werden, die dem Gehen auf dem Boden sehr ähnlich sind. Im Vergleich dazu wurden bei einem statischen Schachbrettmuster oder einem rotierenden Rad mit schwarzen Dreiecken auf weißem Hintergrund weniger Schritte gezählt.

Die Forscher konnten nicht nur nachweisen, dass die visuelle Verschiebung der Umgebung bereits ab der Geburt eine Lauf-Reaktion verursacht und die Parameter dieser Laufbewegung regelt, sondern auch, dass die Kopplung des Sehvermögens mit der Bewegung selbst viel funktioneller ist als bislang angenommen. Diese Ergebnisse eröffnen neue Wege für die Diagnostik und in der frühen Behandlung der Kopplung des Sehvermögens und der Bewegung bei Säuglingen.

CNRS: Centre National de Recherche Scientifique - Französisches Zentrum für Wissenschaftliche Forschung ENS: Ecole Normale Supérieure - Französische Elitehochschule im Bereich Wissenschaft und Bildung

"Neonatal Stepping in Relation to Terrestrial Optic Flow" - Barbu-Roth, Anderson, Desprès, Provasi, Cabrol, Campos - Child Development - Januar/Februar 2009

Kontakt: Marianne Barbu-Roth, CNRS / Université Paris Descartes / ENS - Tel: +33 1 42 86 43 23 oder +33 6 18 61 09 15 - E-Mail: marianne.barburoth@parisdescartes.fr

Quelle: Pressemitteilung des CNRS - 24.03.2009

Redakteurin: Léna Prochnow, lena.prochnow@diplomatie.gouv.fr

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Krebsforschung

Fälscher-Moleküle, die Krebszellen in den "Selbstmord" treiben

Eine französische Arbeitsgruppe hat "Fälscher-Moleküle" hergestellt, die Strahlentherapie-resistente Krebszellen täuschen und sie in den "Selbstmord" treiben können. Diese Forschungsergebnisse wurden in der amerikanischen Fachzeitschrift Clinical Cancer Research vom 15.02.2009 veröffentlicht.

Ziel der Strahlen- und Chemotherapien ist es, Schäden in den Krebszellen zu verursachen, um diese zu vernichten. Zu viele Brüche im genetischen Material der Zelle lösen ihre Selbstzerstörung (Apoptose) aus. Die Arbeitsgruppe um Marie Dutreix, vom Institut Curie (Paris), hat Moleküle hergestellt, welche die Krebszellen glauben lassen, dass sie beschädigter sind als dies wirklich der Fall ist.

Diese Moleküle, Dbait genannt ("Köder"), sind kleine DNA-Fragmente, die Brüche der beiden DNA Doppelhelix-Stränge der Krebszellen imitieren. Die Reparaturmechanismen der Krebszellen sind somit überfordert und bemerken nicht die von der Strahlentherapie wirklich verursachten Schäden. Die Krebszellen haben dadurch keine andere Wahl, als sich selbst zu zerstören.

Die Wirksamkeit der Dbait wurde bereits in Mäusen nachgewiesen. Werden diese wenige Stunden vor der Strahlentherapie-Behandlung eingespritzt, verbreitet sich die Nekrose [1] auf 75 bis 100% der Tumorfläche, gegenüber 30 bis 50% nach einer Strahlentherapie ohne Vorbehandlung mit Dbait-Molekülen. Darüber hinaus wiesen die Dbait "keine Toxizität gegenüber gesundem Gewebe" auf, so Marie Dutreix.

Die Forscher wollen in einer nächsten Phase diese "Arzneimittel-Moleküle" an Menschen testen. Die ersten klinischen Versuche sind bereits in vier Krebszentren in Paris für Ende 2010 - Anfang 2011 geplant. Diese vielversprechende Entdeckung soll die Wirkungskraft der Krebstherapien erhöhen, und dies besonders bei Therapie-resistenten Krebstypen wie Melanomen [2] und Glioblastomen [3].

[1] Die Nekrose ist der pathologische Untergang einzelner oder mehrerer Zellen. [2] Ein Melanom ist ein hochgradig bösartiger Tumor der Pigmentzellen (der Haut). [3] Das Glioblastom ist der häufigste bösartige Hirntumor bei Erwachsenen.

"Small molecular drugs mimicking DNA damage (Dbait): a new strategy for sensitizing tumors to radiotherapy" - Clinical Cancer research - M. Quanz, N. Berthault, C. Roulin, M. Roy, A. Herbette, C. Agrario, C. Alberti, V. Josserand, J_L. Coll, X. Sastre-Garau, J-M. Cosset, L. Larue, J-S Sun und M. Dutreix

Kontakt: Marie Dutreix - Tel: +33 1 69 86 71 86 - Fax: +33 1 69 86 31 41 - E-Mail: Marie.Dutreix@curie.u-psud.fr - Internetseite der Arbeitsgruppe: http://www.curie.fr/recherche/themes/detail_equipe.cfm/lang/_fr/id_equipe/46.htm

Quellen:
- Pressemitteilung des Institut Curie - 16.02.2009
- Pressemitteilung der AFP (Französische Presseagentur) - 16.02.2009

Redakteurin: Léna Prochnow, lena.prochnow@diplomatie.gouv.fr

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Umwelt

10 Millionen Euro für die Umgestaltung von Stadtbrachen

Im Rahmen des wirtschaftlichen Konjunkturprogramms sieht der vom Abkommen für Umweltschutz (Grenelle de l'environnement) eingeleitete Aktionsplan für belastete Standorte eine Finanzierung von ca. 20 Millionen Euro vor. In diesem Zusammenhang werden 18 Projekte im Bereich Stadtplanung eine Unterstützung von ca. 10 Millionen beziehen. Diese Projekte wurden vom Ministerium für Umwelt und Nachhaltigkeit (MEEDDAT), dem Ministerium für "wirtschaftlichen Aufschwung" und der Französischen Organisation für Umwelt- und Energiewirtschaft (ADEME) ausgewählt.

Diese vom Konjunkturprogramm geförderte finanzielle Hilfe unterstützt somit die Landespolitik bei der Sanierung von belasteten Standorten, die im Rahmen des Abkommens für Umweltschutz vom MEEDDAT und der ADEME durchgeführt wird. Es handelt sich hierbei um die Förderung umweltschonender Projekte auf dem Gebiet der Stadtplanung. Des Weiteren sollen die erst kürzlich sanierten Stadtbrachen umgestaltet werden.

Das von der ADEME geleitete Programm zur Umgestaltung der städtischen Brachländer könnte bis zu 50 Prozent die Kosten der Sanierung dieser verseuchten Standorte decken. Unter 130 eingereichten Projekten wurden bislang 18 ausgewählt. Sie mussten folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Arbeiten müssen relativ schnell umgesetzt werden können, damit die Projekte einen sofortigen Einfluss auf die Wirtschaft haben.
  • Die Behandlung der belasteten Standorte muss durch eine schonende Bewirtschaftung erfolgen, die für eine nachhaltige Stadtentwicklung notwendig ist.

Anlässlich des am 19. Juni 2009 in Paris stattfindenden Kolloquiums zum Thema "Umgestaltung der Stadtbrachen in ein nachhaltiges Gebiet" wird ein Leitfaden zur Frage der "Stadtplanung an Standorten mit vorausgegangener Beseitigung der Umweltverschmutzungen" veröffentlicht.

Kontakt: Golin Harris - Presseabteilung der ADEME - Tel: +33 140 415 501 - E-Mail: servicedepresseademe@golinharris.com

Quelle: Pressemitteilung der Französischen Organisation für Umwelt- und Energiewirtschaft ADEME - 20.03.2009

Redakteur: Julien Sialelli, julien.sialelli@diplomatie.gouv.fr

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Elektromobilität

Toyota und EDF planen für Ende 2009 Tests für Plug-in-Hybridfahrzeuge

Toyota und EDF planen für Ende 2009 eine umfangreiche Testreihe im Vollmaßstab, die in Straßburg stattfinden wird und von dem Energieunternehmen Ademe im Rahmen des Plans "kohlenstofffreies Fahrzeug" unterstützt wird. Mit dieser Erprobung einer Plug-in-Hybrid-Flotte, die aus Toyota-Prius besteht, erweitern die beiden Konzerne ihre Zusammenarbeit voraussichtlich bis 2012.

Hunderte von Plug-in-Hybridfahrzeugen, die mit einer Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet sind, werden Unternehmen und Institutionen der Region 3 Jahre lang zum Verleih angeboten. Toyota wird ab Ende des Jahres ähnliche Tests in Japan und in den USA durchführen, und somit die Technologie und die Leistung seiner Fahrzeuge umfangreich testen können. Für EDF geht es hierbei um die Bewertung verschiedener Lösungen für Aufladeinfrastrukturen. EDF und Toyota haben bereits 2007 in Frankreich und 2008 in Großbritannien bei ähnlichen Tests zusammengearbeitet.

Für dieses Projekt wird die EDF-Filiale Electricité de Strasbourg mehrere Hundert Aufladestationen installieren: in Häusern, Unternehmen, Parkhäusern und auf öffentlichen Straßen.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Bewerbungsaufrufes der Ademe Ende 2008 ausgewählt. Sieben weitere Projekte wurden ebenfalls von der Ademe berücksichtigt:

  • drei Projekte für Elektrofahrzeuge
    • Michelin, Heuliez, CEA;
    • Renault, Michelin, IFP;
    • Renault et Valeo;
  • zwei Projekte für Elektrobusse

    • PVI;
    • Irisbus-Iveco, CEA, IFP, Inrets, EDF, Michelin, RATP, Ercteel und Recupyl;
  • zwei Projekte für städtische Vierradfahrzeuge

    • Aixam Mega, CEA, Inrets und G2Elab;
    • Véléance und Cad&D.

Die Ademe wird diese acht Projekte mit insgesamt 36 Millionen Euro finanzieren. Drei weitere Projekte, die im Februar eingereicht wurden, werden bis Ende März bewertet:

  • Hybrid-Elektrofahrzeug (PSA, Freescale und EDF);
  • LKW-Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (12 Tonnen) (Renault Trucks, PVI und IFP);
  • Hybridationssysteme mit leistungsstarkem, riemengetriebenem Wechselstromgenerator, für die Optimierung der Motoren mit stark reduziertem Hubraum (Valeo, PSA und Freescale).

Quellen:
- Toyota va tester 100 voitures hybrides - 19.03.2009
- Toyota et EDF étendront leurs tests d'hybrides rechargeables fin 2009 - 18.03.2009

Redakteurin: Nadia Heshmati, nadia.heshmati@diplomatie.gouv.fr

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Medizin

Magnetresonanztomographie zur Diagnostizierung von Autismus

Autismus wurde lange als psychische Krankheit angesehen. Dank der medizinischen Bildgebung konnte nun jedoch festgestellt werden, dass es sich hierbei um eine neurologische Erkrankung handelt. Ein neues Bildgebungsverfahren soll nun die Diagnose und die Behandlung dieses Syndroms verbessern, an dem jeder 5. unter 1000 Personen leidet. Dies hat ein Team von französischen Forschern des CEA/I◊BM, des Inserm und der öffentlichen Krankenhäuser von Paris (Assistance publique des hôpitaux de Paris) nachgewiesen.

Zwei Gruppen von jeweils 77 Kindern - eine mit gesunden Kindern, die andere mit Kindern, die an einer Form von Autismus leiden - wurden mittels Magnetresonanztomographie unter Beobachtung gestellt. Das Ergebnis dieser Untersuchungen ergab, dass 40 % der kranken Kinder Anomalien im Gehirn aufwiesen, die bei der Vergleichsgruppe nicht auftraten. Diese Veränderungen treten in der "weißen Substanz" und im Schläfenlappen des Gehirns auf, eine Region, die für die Sprache und die soziale Wahrnehmung sehr wichtig ist. Ihre Früherkennung ist daher für die Behandlung der Krankheit und für die Fortschritte bei der Entwicklung des Kindes sehr wichtig.

Die Entdeckung dieser Diagnosetechnik ist weltweit einzigartig. Neben der klinischen Anwendung tragen diese Ergebnisse ebenfalls dazu bei, die Erforschung dieser noch immer rätselhaften Krankheit voranzubringen.

Kontakte:

Quelle: Les défis du CEA Magazine - Nr. 138 - März 2009

Redakteur: Julien Bouasria, julien.bouasria@diplomatie.gouv.fr

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Informations -und Kommunikationstech

Laval Virtual 2009 - Ein wichtiges Treffen zum Thema "virtuelle Realität"

Vom 22. bis 26. April 2009 findet in Laval, im Departement La Mayenne, die Messe "Laval Virtual" statt. Es handelt sich hierbei um ein bedeutendes Ereignis für die Akteure des Bereichs virtuelle Realität. Diese 11. Ausgabe des Internationalen Treffens führt die Industrie, Unternehmen, Forscher und Studenten aus der ganzen Welt zusammen. Diese Veranstaltung ist nicht nur für Akteure auf dem Gebiet der virtuellen Realität, sondern auch für jene, die sich mit 3D-Echtzeit und interaktiven Technologien befassen, geeignet. Wichtige Institutionen zählen zu den Teilnehmern: das berühmte MIT (Massachusetts Institute of Technology), die renommierte Universität von Tokio, das französische Zentrum für Atomenergie (CEA), Dassault Systèmes, aber auch Barco bzw. Immersion, ein junges Unternehmen, das im Bereich der erweiterten Realität Marktführer ist.

Dieses Jahr wird Laval Virtual in drei Themengebiete aufgeteilt: Industrie (Prognosen hinsichtlich der Produktivität und Rentabilität von morgen), Städtebau und Kulturerbe (Möglichkeit der "Besichtigung" eines Gebäudes, wie es im Jahr 240 aussah oder wie es im Jahr 2035 aussehen könnte) und schließlich Entertainment und Event (Unterhaltung, Kommunikation oder die Präsentation von Marken und Produkten auf erstaunliche, interaktive und innovative Weise).

Kontakt: http://www.laval-virtual.org

Quelle: BE France 223 - 23.03.2009

Redakteur: Romain Collignon, romain.collignon@diplomatie.gouv.fr

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