Wissenschaft Frankreich #168 – 26/08/2009

Wissenschaft-Frankreich Nr. 168 [PDF]

 


 

Innovation

Forschungsministerium gibt Preisträger des 11. Nationalen Wettbewerbs um die erfolgversprechendsten Projekte zur Gründung innovativer Unternehmen bekannt

Die Jury hat aus mehr als 1.000 Bewerbungen 171 aus 25 Regionen des Staatsgebiets als Preisträger ausgewählt. Davon unterscheidet man 97 Unternehmen als "entwicklungsfähig" (en émergence) und 74 andere als "kurzfristig erfolgversprechend" (création-développement). Das Forschungsministerium wird die Preisträger bei der Unternehmensgründung finanziell unterstützen (bis zu 450.000 Euro für Projekte der Kategorie "création-développement" und bis zu 45.000 Euro für Projekte der Kategorie "en émergence") und die weitere Projektentwicklung begleiten.

Der erste Nationale Wettbewerb fand im Jahr 1999 statt. 60 % der jetzt ausgezeichneten Projekte haben die wirtschaftliche Verwertung von Forschungsergebnissen zum Gegenstand, die aus staatlich geförderter Forschung hervorgegangen sind. Mit Blick auf die rund 1.100 seit 1999 zu verzeichnenden Unternehmensgründungen sieht das Forschungsministerium darin einen Beweis für die Dynamik seiner Innovationspolitik.

An der Spitze der Projekte, die zur Neugründung von Unternehmen geführt haben, liegen unverändert mit 32% Projekte aus dem Bereich Informatik-Dienstleistungen, gefolgt von Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologien und Pharmazeutik (20 %), Elektronik und Telekommunikation (20 %), Verfahrenstechnik und Metallverarbeitung (unter 10 %), Chemie und neue Materialien (11 %). 79 % der Neugründungen von Unternehmen haben die ersten 5 Jahre überlebt. Der Prozentsatz der Neugründungen auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik liegt mit 86 % am höchsten.

Im Durchschnitt der letzten Jahre war die Zahl der durch Neugründungen geschaffenen Arbeitsplätze in den Bereichen Biotechnologien und Pharmazeutik mit 11 Arbeitsplätzen die höchste; gefolgt von den Bereichen Elektronik, Signale und Telekommunikation (9 Arbeitsplätze) und den Informatikdienstleistungen (8 Arbeitsplätze). Der Durchschnitt lag unter Berücksichtigung der anderen Sektoren bei 8 neu geschaffenen Arbeitsplätzen.

Unter der unten bezeichneten Internetanschrift steht sowohl ein 12-seitiger Pressespiegel (auf Französisch) als auch eine 153 Seiten umfassende Gesamtdokumentation des 11. Nationalen Wettbewerbs zur Verfügung. Letztere enthält insbesondere auch die Namen und Anschriften der Preisträger und Kurzbeschreibungen der ausgezeichneten Projekte.

Kontakt: http://www.enseignementsup-recherche.gouv.fr/cid28640/palmares-2009-du-concours-national-d-aide-a-la-creation-d-entreprises-innovantes.html

Quelle: Kooperation International - 06.08.2009

Redakteur: Romain Collignon, romain.collignon@diplomatie.gouv.fr

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Energie

Holzpellets - Hoffnung einer Holzbranche mit dunkler Zukunft?

Das aus der Verdichtung von Sägemehlrückständen gewonnene und für eine Nutzung als saubere Energiequelle in Öfen und Kesseln bestimmte Holzpellet kennt seit einigen Monaten einen wachsenden Erfolg. Das in ganz Europa durch attraktive steuerpolitische Maßnahmen unterstützte Holzpellet ist dabei zu einer Quelle der Hoffnung für einen Ausweg aus der Krise geworden, die die gesamte Forstbranche betrifft. Die Holzpellets werden als erneuerbare Energiequelle anerkannt und somit von der europäischen Union, die es sich zum Ziel gesetzt hat, 20 % des Energiebedarfs bis 2020 durch erneuerbare Energien zu decken, gefördert. Hergestellt aus Sägemehl (Restholz vom Abholzen, Verschnitt, Säge- und Hobelspäne) bieten Holzpellets auch den Vorteil, dass sie während der Verbrennung nur das CO2 ausstoßen, dass sie während des Wachstums aufgenommen haben. Infolgedessen beeinflussen nur die Pelletherstellung und der Transport die Kohlenstoffbilanz für dieses Produkt. Des Weiteren sind die Kosten laut der Unternehmer viel geringer als die Gas- und Ölkosten. All diese Argumente haben die nordeuropäischen Länder seit langem davon überzeugt, in diesen Bereich zu investieren.

Mit nur 300.000 Tonnen im Winter 2008 produzierten Holzpellets und etwa 60.000 Kesseln hat Frankreich diese Energiequelle lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dennoch hat sich die Lage geändert: die französische Holzpelletproduktion hat sich seit 2004 mehr als versechsfacht und die Heizungsanlagen auf der Grundlage von Holzpellets werden immer zahlreicher - umso mehr, als das der französische Staat diesen Bereich fördert: eine Steuergutschrift von 40 % für die Ausstattung einer solchen Anlage - wie auch für alle neuen Holzöfen.

Als Folge dieser europäischen Euphorie ist die Holzpelletproduktion innerhalb von 4 Jahren von 2,5 auf 6 Millionen Tonnen gestiegen. Eine noch immer unzureichende Menge, um die steigende Nachfrage abzudecken. Aus diesem Grund sieht sich Europa gezwungen, massiv Holzpellets, deren Kosten dementsprechend immer weiter steigen, zu importieren. Sylvain Bordebeure, Ingenieur für Biomasse-Energie bei der ADEME [1], erinnert jedoch daran, dass, "falls die Einfuhrmenge zu hoch wird, das Umweltinteresse dieses Produkts geringer wird. Nur die Nähe der Standorte der Holzpelletproduktion zu den Verbrauchsorten sichert eine deutliche Verringerung der Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Energiequellen".

Auch wenn die ADEME die Holzpellets befürwortet, so "konzentriert sie ihre Bemühungen zunächst verstärkt darauf, die Umwelteffizienz der Holzscheitbranche, die in Frankreich weitreichender verbreitet ist, zu steigern", erklärt S. Bordebeure. Die ADEME bleibt jedoch der Beheizung auf Holzbasis gegenüber skeptisch. Erst kürzlich hat sie die Rolle des Holzes bei der Luftverschmutzung angeprangert: obwohl diese Energiequelle eine positive Kohlenstoffbilanz aufweist, setzt sie doch Staub frei, insbesondere in sehr alten Verbrennungsanlagen. Zur Vermeidung dieser Verschmutzung empfiehlt die ADEME, die Heizungsanlagen zu erneuern und das Holz in Gemeinschaftskesseln zu nutzen, für die der Einbau eines Filters rentabel wäre.

Die Holzpellethersteller in Frankreich zeigen sich jedoch optimistisch. Nach Angaben von Guillaume Poizat, Generaldirektor von EO2 [2], " besitzt Frankreich das Potenzial, 5 Millionen Tonnen pro Jahr produzieren zu können", um damit über 1 Million Haushalte umweltfreundlich zu versorgen, falls die Holzpellets in der Nähe ihrer Verbraucher hergestellt werden. Vielleicht wäre ihr Export in nordeuropäische Länder, die einen Mangel an Forstressourcen haben, jedoch rentabler. Um dieses Ertragsniveau aufrechterhalten zu können, darf sich Frankreich nicht mehr allein auf das Sägemehl verlassen, sondern müsste auf Wälder zurückgreifen, die speziell für die Pelletproduktion vorgesehen sind.

[1] ADEME - französische Organisation für Umwelt- und Energiewirtschaft
[2] EO2 - bedeutender französischer Holzpelletproduzent

Kontakte:
- Weitere Informationen über Holzpellets unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Holzpellet
- Internetseite der Itebe, Industrieverband der Holzbranche, welche die Nutzung der Holzpellets fördert (auf Französisch/Englisch) - http://www.itebe.org
- Pelletspreisentwicklung im Vergleich zu anderen Energiequellen (auf Deutsch) - http://www.depv.de/marktdaten/pelletspreise/
- Bericht über die Umweltbilanz der Holzheizung (Ademe Internetseite) (auf Französisch) - http://www2.ademe.fr/servlet/getDoc?cid=96&m=3&id=34702&p1=02&p2=10&ref=17597

Quelle: "Le granulé, espoir d'une filière bois aux perspectives sombres ?" - Le Monde - http://www.lemonde.fr/planete/article/2009/08/12/le-granule-espoir-d-une-filiere-bois-aux-perspectives-sombres_1227776_3244.html#xtor=RSS-3244 - 12/08/2009

Redakteurin: Claire Vaille, claire.vaille@diplomatie.gouv.fr

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Energie

Der Bau des größten Solarparks in Frankreich hat begonnen

Der größte Solarpark Frankreichs wird demnächst im Departement Gers entstehen. Das Unternehmen Solarezo (aus Lyon) hat am 16. Juli 2009 mit dem Bau begonnen. Die Gesamtkosten dieses Projekts werden auf 35 Millionen Euro geschätzt. Die Photovoltaikanlage in Saint-Clar wird eine Leistung von 8,9 MWp (Megawattpeak) erreichen. Sie soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 in Betrieb gehen, und nach Angaben von Solarezo wird sie "insbesondere die notwendige Energie für eine Erholungsanlage und einen Tierpark liefern". Das Unternehmen bestätigt mit diesem Projekt seinen Einsatz für den Umweltschutz und gibt an, dass die Photovoltaikanlage "es ermöglichen werde, den CO2-Ausstoß um jährlich 4.000 Tonnen zu verringern". Durch den Bau dieses Solarparks sollen in den nächsten 3 Jahren 300 Arbeitsplätze entstehen. Des Weiteren soll mit dieser Anlage der Industrietourismus angeregt werden. Nach Angaben von Bernard Gardeil, stellvertretender Bürgermeister von Saint-Clar, "handelt es sich hierbei um das erste Kraftwerk dieses Typs auf französischem Territorium, was zahlreiche Möglichkeiten mit sich bringt, insbesondere im Bereich des Industrietourismus". Während die Stadt Saint-Clar im kommenden September einen der ersten landwirtschaftlichen Hangar mit einem Solardach im Departement Gers eröffnet, kündigt der Bürgermeister David Taupiac an, dass in nur wenigen Monaten ein weiteres Solarprojekt verwirklicht wird.

Kontakt: Weitere Informationen über die Situation der Solarbranche in Frankreich: "Frankreich investiert in die Solarbranche", WF 167

Quelle: Maxi Sciences - http://www.maxisciences.com/parc-photovolta%efque/nergies-renouvelables-la-construction-du-plus-grand-parc-photovoltaique-francais-a-commence_art2927.html - 30/07/2009

Redakteurin: Claire Vaille, claire.vaille@diplomatie.gouv.fr

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Energie

Mehr als 100 Projektvorschläge für die Ausschreibung "Biomasse 3" für den Bau von Biomasse-Kraftwerken

106 Projektvorschläge über 936 MW wurden für den Bau von Biomasse-Kraftwerken im Rahmen des "Grenelle de l'environnement" (Abkommen für Umweltschutz, Herbst 2007) im Anschluss an die im Januar 2009 gestartete Ausschreibung "Biomasse 3" eingereicht. Diese Ausschreibung zielt auf den Bau von Biomasse-Kraftwerken zur Stromerzeugung bis 2012 mit einer geplanten Gesamtkapazität von 250 MW ab.

Für die Erteilung des Zuschlags wird die Qualität der Biomasseversorgung eine ausschlagende Rolle spielen. Die Anlagen werden eine hohe energetische Leistung und einen bezahlbaren Preis bieten, und sie werden die Luftschadstoffemissionen betreffenden Normen einhalten müssen. Der Gesichtspunkt der regionalen Strukturpolitik sowie der optimalen Nutzung des Potenzials der französischen Forstwirtschaft dürfte ebenfalls von Bedeutung sein.

Die Projekte, die in den nächsten Wochen den Zuschlag erhalten werden, werden für die Dauer von 20 Jahren einen bevorzugten Abnahmetarif genießen.

Jean-Louis Borloo, Staats- und Umweltminister und Beauftragter für die grünen Technologien und die Klimaverhandlungen, behauptet: "Diese Ausschreibung wird einen bedeutenden Beitrag zu der von der "Grenelle de l'environnement" ausgehenden Entwicklung der erneuerbaren Energien, aber auch zur Mobilisierung unserer Waldressourcen leisten. Wir rechnen mit einem Investitionsvolumen von 750 Millionen Euro, der Weiterentwicklung des Biomasse-Industriesektors und der Entstehung neuer Öko-Arbeitsplätze." Die Regionen, auf die sich die meisten Projektvorschläge beziehen, sind Aquitaine, mit 12 Projektvorschlägen über insgesamt 96,7 MW, Bourgogne, mit 12 Projektvorschlägen über insgesamt 103,5 MW, Champagne-Ardenne, mit 5 Projektvorschlägen über insgesamt 63,9 MW, Lorraine, mit 11 Projektvorschlägen über insgesamt 107,6 MW und Rhône-Alpes, mit 12 Projektvorschlägen über insgesamt 107,8 MW. Eine erste Auswertung der eingereichten Projektvorschläge lässt erkennen, dass eine Mehrheit von 90 % Rest- und Abfallstoffe aus der Waldwirtschaft oder der holzverarbeitenden Industrie, und eine Mehrheit der verbleibenden 10 % Rest- und Abfallstoffe aus der Land- oder der Ernährungswirtschaft, als Brennmaterial einsetzen will.

Kontakte:
- [1] Biomasse bezeichnet die Gesamtheit der Masse an organischem Material in einem definierten Ökosystem, das biochemisch synthetisiert wurde. Diese aus Pflanzen gewonnenen organischen Stoffe dienen der Speicherung der von den Pflanzen durch die Photosynthese aufgenommenen und genutzten Sonnenenergie. Sie können entweder direkt (Holz-Energie oder feste Biomasse), nach Methanbildung der organischen Stoffe (Biogaz) oder nach chemischer Umwandlung (Biokraftstoff) als Energiequelle genutzt werden. Sie können ebenfalls für die Kompostierung verwertet werden. - Weitere Informationen über die Biomasse auf der Internetseite von Wikipedia (auf Deutsch): http://de.wikipedia.org/wiki/Biomasse
- Weitere Informationen, die den Bau und Betrieb von Biomasse-Kraftwerken betreffen (auf Französisch): http://www.cre.fr/fr/content/download/8834/155414/file/090803AObiomasse_Etat_des_lieux2.pdf

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Ökologie, Energie, Nachhaltigkeit und Meeresfragen - http://www.developpement-durable.gouv.fr/article.php3?id_article=5583 - 04/08/2009

Redakteurin: Claire Vaille, claire.vaille@diplomatie.gouv.fr

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Biologie

Ein neuer Schritt zur Domestizierung des Roten Thunfisches

Den Europäischen Forschungskonsortien SELFDOTT, an dem das IFREMER beteiligt ist, und ALLOTUNA ist es gelungen, die Fortpflanzung des Roten Thunfisches in Gefangenschaft zu kontrollieren. Die Beschaffung lebensfähiger Eier von gefangenen Roten Thunfischen ist die erste Etappe zur Domestizierung dieser Fischart sowie zur Entwicklung einer nachhaltigen Aquakulturindustrie, die unabhängig von den wilden Populationen wäre.

Der Rote Thun (Thunnus thynnus) ist weltweit eine der begehrtesten Fischarten. Dem Europäischen wissenschaftlichen Gremium CICTA zufolge liegen die Fangmengen für Roten Thunfisch bei 50.000 bis 60.000 Tonnen pro Jahr für den Ostatlantik und den Mittelmeerraum. Dies bedeutet 2- bis 3-mal das Fortpflanzungspotenzial des aktuellen Fischbestands. Die Projekte SELFDOTT und ALLOTUNA wurden von der Europäischen Union finanziert, um den Schutz der Spezies zu vereinfachen.

Um eine Aquakultur des Roten Thunfischs aufbauen zu können, ist Folgendes nötig:

  • die Kontrolle des Ablaichens von Rotem Thunfisch in Gefangenschaft
  • die Aufzucht von Larven und die Erzeugung von Jungfischen
  • die Erstellung einer geeigneten umweltfreundlichen Ernährung

Ende Juni 2009 ist es den Wissenschaftlern erfolgreich gelungen, an zwei Standorten im Mittelmeer (Spanien und Italien) Ablaichplätze für gefangenen Roten Thunfisch zu schaffen. Zu diesem Zweck nutzten die Forscher die gleiche Bewirtschaftung des Laichbestandes sowie die gleichen Induktionsmethoden zum Ablaichen. Dafür mussten folgende Parameter überprüft werden: die Ernährung der Zuchtfische, die Überwachung der Wassertemperatur sowie des Wetters und die Anwendung eines Implantats, das bereits im Rahmen eines anderen Forschungsprojekts (REPRODOTT) bei Rotem Thunfisch verwendet wurde. Das Implantat wirkt, indem es ein reproduktives Hormon, das Gonadotropin (GnRHa), freigibt. Beim Menschen wird GnRHa häufig bei der unterstützten Fortpflanzung verwendet. Dank dieser Technik erhielten die Forscher an dem einen Standort 140 Millionen Eier innerhalb von 19 Tagen und an dem anderen 40 Millionen Eier in zwei Wochen.

Die so erzeugten Eier wurden anschließend an die anderen an den Programmen SELFDOTT und ALLOTUNA beteiligten Laboratorien geschickt, damit die Erforschung der Larvenzucht von dieser einzigartigen Thunfischart schnellstmöglich beginnen kann.

Kontakt: Johanna Martin - Tel: +33 146 482 240 - E-Mail: presse@ifremer.fr

Quelle: Pressemitteilung des Französischen Forschungsinstituts zur Nutzung der Meere - 30.07.2009

Redakteur: Julien Sialelli, julien.sialelli@diplomatie.gouv.fr

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Biologie

Eröffnung des Kolloquiums der internationalen Forschungsgruppe "Biologische Vielfalt der Korallenriffe"

Ozeanographisches Museum von Monaco - 1. September 2009, 10:00 - 14:30 Uhr

Mehr als 20 % der weltweiten Korallenriffe sind hoffnungslos zerstört und weitere 24 % sind in großer Gefahr. Bedroht durch die globale Erwärmung und die Versauerung der Ozeane, spielen die Riffe jedoch eine wichtige Rolle für die Umwelt und die Wirtschaft: sie machen mehr als 30 % der weltweiten Meeresbiodiversität aus und bedecken nicht mal 0,2 % der Fläche der Ozeane. Die Korallenriffe bringen einen wirtschaftlichen Gewinn von 21 Milliarden Euro ein. Auf Initiative des CNRS [1] wurde eine internationale Forschungsgruppe (GDRI) "Biologische Vielfalt der Korallenriffe" gegründet, um die wichtigsten internationalen Teams um eine Thematik und gemeinsame Ziele zu vereinen. Über einen interdisziplinären Ansatz werden die Forscher die verschiedenen Aspekte der biologischen Vielfalt der Korallenriffe beschreiben, um die Anpassungsmöglichkeiten dieser empfindlichen Welt gegenüber den Umweltbelastungen zu verstehen und damit ihren Verletzungen vorauszusehen.

Das erste Kolloquium des GDRI findet vom 1. bis zum 3. September 2009 statt und wird sechzig Forscher der großen französischen [2] und internationalen [3] Forschungseinrichtungen versammeln.

Im Vorfeld der ersten Sitzungen dieser GDRI besteht am 1. September 2009 die Möglichkeit, an verschiedenen Beiträgen [4] im ozeanographischen Museum von Monaco teilzunehmen. Im Anschluss daran findet eine Pressekonferenz und ein Mittagessen mit den Pressemitarbeitern statt.

[1] CNRS: Französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung - http://www.cnrs.fr
[2] Französische Forschungseinrichtungen: CNRS, Musée National d'Histoire Naturelle von Paris, IRD, IFREMER, EPHE, Pierre und Marie-Curie Universitäten, Nizza-Sophia Antipolis, Perpignan, La Réunion
[3] Internationale Forschungseinrichtungen: Wissenschaftliches Zentrum von Monaco, ozeanografisches Institut - Albert 1. Prinz von Monaco-Stiftung, Universität von Kalifornien, Exzellenzzentrum für australische Korallenriffe, Universität von Bar-Ilan in Israel sowie Taiwan Madagaskar, die Komoren ...)

Kontakte:
- Elsa Champion - Presse CNRS - Tel: +49 144 965 151 - E-Mail: presse@cnrs-dir.fr
- [4] Programm (auf Französisch) unter: http://www2.cnrs.fr/presse/communique/1652.htm

Quelle: Pressemitteilung des CNRS - 19.08.2009
http://www2.cnrs.fr/presse/communique/1652.htm

Redakteur: Romain Collignon, romain.collignon@diplomatie.gouv.fr

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KONTAKT

Französische Botschaft in Deutschland

Abteilung für Wissenschaft und Technologie
Adresse: Pariser Platz 5
D-10117 BERLIN
Tel: +49 30 590 03 92 50
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Französische Botschaft in Österreich

Abteilung für Wissenschaft und Technologie
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http://www.ambafrance-at.org/spip.php?article989

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