4. Dezember 2017

Auf dem Weg zur European Open Science Cloud

Deutschland und die Niederlande richten Büro für GO-FAIR-Initiative ein / Frankreich schließt sich an Um dem Ziel der Verwirklichung einer European Open Science Cloud (EOSC) näher zu kommen, richten Deutschland und die Niederlande jetzt ein internationales Büro zur Unterstützung der GO-FAIR-Initiative ein, das International Support and Coordination Office ISCO. Frankreich schließt sich an und wird einen Beitrag zu diesem Büro leisten. Die Aufgabe von GO FAIR ist es, nach und nach die vorhandenen Forschungsdaten an wissenschaftlichen Einrichtungen aller Forschungsdisziplinen über Landesgrenzen hinweg zu erschließen. Somit dient die Initiative als Sprungbrett für die Verwirklichung einer europäischen Wissenschaftscloud.

 

 

Mit der EOSC soll eine offene Plattform zum Austausch von Forschungsdaten aufgebaut werden, die zukünftig Forscherinnen und Forscher in ganz Europa verbindet. Forschungsdaten befinden sich dann nicht länger nur auf Festplatten und USB-Sticks. Durch die EOSC sollen Forschungsergebnisse und Forschungsdaten gemeinsam genutzt und wiederverwendet werden, wovon nicht nur die Wissenschaft, sondern auch Wirtschaft und Gesellschaft profitieren.

In ihrem im Mai 2017 vorgestellten gemeinsamen Positionspapier hatten die Forschungs-Staatssekretäre Georg Schütte, Deutschland, und Sander Dekker, Niederlande, bereits ihren Willen geäußert, die Entwicklung der EOSC voranzutreiben.

Anlässlich der heutigen Sitzung des Wettbewerbsfähigkeitsrats in Brüssel haben die Niederlande, Deutschland und Frankreich betont, dass sie sich diesem Ziel verpflichtet sehen:

„Die EOSC ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft des europäischen Wissenschaftssystems im digitalen Zeitalter. Durch den Austausch von Forschungsdaten wird europaweit ein Mehrwert für Wissenschaft und Innovation geschaffen. Wir müssen jetzt handeln, damit die EOSC ein Erfolg werden kann. Aus diesem Grund unterstützen wir die GO-FAIR-Initiative“, sagte Staatssekretär Schütte.

Wissenschaftsministerin van Engelshoven aus den Niederlanden betonte: „Mit der Einrichtung des ISCO, das heute offiziell seine Arbeit aufnimmt, haben wir der GO-FAIR-Initiative gemeinsam ein wichtiges Element hinzugefügt“.

Die französische Forschungsministerin Vidal ergänzte: „Unsere gemeinsame Unterstützung für die GO-FAIR-Initiative verdeutlicht, dass unsere drei Länder die Chancen der Digitalisierung ergreifen und den europaweiten wissenschaftlichen Austausch und Fortschritt fördern wollen.“

Das internationale Unterstützungs- und Koordinierungsbüro ISCO wird Umsetzungsnetzwerke unterstützen und Vorhaben von Wissenschaft und e-Infrastrukturen zur Bereitstellung von Daten und Dienstleistungen nach dem FAIR-Prinzip fördern. Um den Prozess weiter voranzutreiben, werden das deutsche, niederländische und französische Forschungsministerium ihren jeweiligen finanziellen Beitrag zum ISCO leisten.

Die GO-FAIR-Initiative verfolgt einen offenen und kooperativen Ansatz. Das heißt, dass alle Mitgliedstaaten und Forschungseinrichtungen, e-Infrastrukturen und eventuell auch die Industrie das Projekt unterstützen und ergänzen können. GO-FAIR ist so ausgerichtet, dass gemeinsam genutzte digitale Forschungsdaten und -dienstleistungen die vier FAIR-Prinzipien erfüllen, so dass Daten auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) sind. FAIRe Daten und Dienstleistungen werden es ermöglichen, Forschungsdaten über Disziplin- und Landesgrenzen hinweg nachnutzbar zu machen und so helfen, neues Wissen zu generieren.

Quelle : Pressemiteilung von BMBF

PM 1201-129 GO FAIR.pdf English Version