7. Juni 2017

CNRS verkündet Preisträger der Innovationsmedaille

Am 15. Juni 2017 werden die CNRS-Innovationsmedaillen an Jean-Marie Tarascon, Jamal Tazi, Raphaèle Herbin und Jean-Pierre Nozières verliehen. Die Innovationsmedaille zeichnet Innovationen in technologischen, therapeutischen und sozialen Bereichen aus.

Zu den vier Preisträgern:

Raphaèle Herbin ist Mathematikerin und leitet das Institut für Mathematik in Marseille. Sie ist auf die Analyse von partiellen Differentialgleichungen spezialisiert und entwickelt mathematische Modelle mit zahlreichen technologischen und sozialen Auswirkungen. Sie arbeitet regelmäßig mit Forschern der Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA) und des Instituts für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit (IRSN) zusammen, um Algorithmen zur nuklearen Sicherheit und Strömungsmechanik zu entwickeln.

Jean-Pierre Nozières ist Physiker. Nach seiner Doktorarbeit im Bereich Magnetismus hat er in den USA unter anderem für IBM gearbeitet. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich forschte er am Louis-Néel Institut im Bereich der magnetoresistiven (MR) Leseköpfe für Computer-Festplatten. 2002 gründete er das Spintec-Labor sowie vier Start-ups im Fachbereich Spintronik. Er war der Ansicht, dass Frankreich zwar viele Entdeckungen im Bereich Spintronik gemacht habe, diese in der Industrie jedoch nicht hinreichend Anwendung fanden.

Jean-Marie Tarascon hat sich im Bereich Lithium-Ionen- und Natrium-Ionen-Batterien ausgezeichnet. Nach seiner Doktorarbeit hat er 1983 im Bell Labs in New Jersey u.a. angefangen, im Bereich Elektrochemie zu forschen. Er leitet nun das Labor „Chemie der Festkörper und der Energie“ und hat viele Fortschritte in der Elektrochemie in die Wege geleitet, u.a. entwickelt er Materialien für Elektroden und Elektrolyte und neue Batteriekonfigurationen, mit dem Ziel, sichere und umweltfreundliche innovative Lösungen zur Energiespeicherung zu finden.

Jamal Tazi ist spezialisiert auf die funktionelle Genomik. Seine Forschung ist auf die Entwicklung von neuen antiviralen Therapien ausgerichtet, um u.a. den Zika-, Chinkungunya- oder Denguevirus besser zu verstehen und zu bekämpfen. Seine Laufbahn führte ihn von Rabat (Marokko) nach Montpellier, mit einem Zwischenstopp in Wien, und immer mit dem Ziel vor Augen, ein besseres Verständnis der molekularen und zellulären Mechanismen der Gen-Expression zu entwickeln.

 

Quelle: „Médaille de l’innovation: le palmarès 2017“, Pressemitteilung des CNRS, 11.05.2017 – https://lejournal.cnrs.fr/articles/medaille-de-linnovation-le-palmares-2017

Redakteurin: Claire Speiser, claire.speiser@diplomatie.gouv.fr – www.wissenschaft-frankreich.de