3. November 2017

Umwelt – Projekt für ein Meeresschutzgebiet in der Ostantarktiks (30. Oktober 2017)

Frankreich, Australien und die Europäischen Union schlagen die Einrichtung eines Meeresschutzgebiets in einem über 900 000 km² großen Seegebiet in der Ostantarktis vor.

 

Dieses soll in drei Sektoren unterteilt werden, von denen einer vor der Küste des Adélieland liegt. Dieses Schutzregime ermöglicht insbesondere durch die Beschränkung der Fischerei in bestimmten Gebieten die Erhaltung der Meeresökosysteme und der biologischen Vielfalt. Es verstärkt ebenfalls die wissenschaftlichen Möglichkeiten zur Einschätzung der Auswirkungen des Klimawandels.

Dieses Projekt wurde von einer großen Mehrheit der Mitgliedstaaten der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis, die vom 15. Bis 27. Oktober in Hobart, Australien tagte, unterstützt. Dennoch war die Verwirklichung des Projekts aufgrund des Einspruchs zweier Staaten nicht möglich.

Frankreich wird in Zusammenarbeit mit seinen australischen Partnern und der Europäischen Union seine Bemühungen fortsetzen, um die Annahme dieses für den Schutz des Ökosystems und der biologischen Vielfalt im Südpolarmeer wichtigen Projekts zu erreichen.

Vermerk: 2016 hatte die Kommission die Einrichtung eines Meeresschutzgebiets im Rossmeer beschlossen. Derzeit befinden sich ebenfalls andere Projekte für das Weddel-Meer und die Gewässer der antarktischen Halbinsel in Prüfung. Das Projekt für die Ostantarktis käme dem Netz an Meeresschutzgebieten ergänzend hinzu.

Quelle: Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Entwicklung (MAEDI)