2. November 2016

Max-Planck-Forum “CRISPR-Cas9 – Insights from a Scientific Breakthrough” am 22.11.2016 in der Französischen Botschaft

Am 22. November 2016 organisiert die Französische Botschaft in Berlin in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft von 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr das Forum: „CRISPR-Cas9 – Insights from a Scientific Breakthrough“ mit Emmanuelle Charpentier, Jörg Hacker und Stefan Mundlos in den Räumlichkeiten der Botschaft (Wilhelmstraße 69, 10117 Berlin).

Am 22. November 2016 organisiert die Französische Botschaft in Berlin in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft von 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr das Forum: „CRISPR-Cas9 – Insights from a Scientific Breakthrough“ mit Emmanuelle Charpentier, Jörg Hacker und Stefan Mundlos in den Räumlichkeiten der Botschaft (Wilhelmstraße 69, 10117 Berlin).

 

Nur wenige Entdeckungen haben in den letzten drei Jahren im Bereich der Molekularbiologie so viel Aufmerksamkeit erregt wie das CRISPR-Cas9-System, auch bekannt als „molekulare Schere oder Gen-Schere“. Emmanuelle Charpentier wird bei dem Forum die wesentlichsten Informationen zu dieser Entdeckung und die künftigen möglichen Anwendungen darlegen.

 

Bakterien nutzen das sie umgebende System zur Eliminierung von Fremd-DNA, die durch Viren in ihre Zellen eingeschleust wurde. Diese von den Mikroben ausgelöste Immunabwehr ist für Genetiker von besonderem Interesse, da sie sich leicht zur Modifizierung der Gene und zur Untersuchung ihrer Funktionen nutzen lässt. Mit der CRISPR-Cas9 steht der Molekularmedizin nun ein universelles Werkzeug zur Verfügung. Die Technik wird mittlerweile weltweit angewandt und bietet ein erhebliches Potential für die Entwicklung neuer Möglichkeiten zur Behandlung schwerer Krankheiten beim Menschen. Da die Folgen der Veränderung des Erbgutes nicht vorhersehbar sind und die möglichen Anwendungsbereiche dieses neuen Instrumentes noch nicht festgelegt wurden, raten die Ethikkommissionen dieses mit Vorsicht einzusetzen.

 

Emmanuelle Charpentier, die zwischen 2011 und 2012 die CRISPR-Cas9-Methode mit ihrem Forschungsteam der Universität von Umeå in Schweden entwickelt hat, gehört heute zu den weltweit bekanntesten Forscherinnen. Sie ist seit 2015 Direktorin am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin. Allein im Jahr 2015 erhielt sie über 30 Auszeichnungen für ihre Arbeiten, darunter den Paul Ehrlich-Preis.

 

Während des Max-Planck-Forums am 22. November wird Frau Charpentier die Grundlagen für die Entdeckung von CRISPR-Cas9 vorstellen und ihre möglichen Anwendungen diskutieren. Eine Frage wird dabei besonders im Mittelpunkt stehen: Ist es aufgrund dieser Entwicklungen notwendig, neue ethische Regeln für die Arbeit am Genom aufzustellen?

 

Runder Tisch mit:

  • Emmanuelle Charpentier, Direktorin am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie
  • Dr. Stefan Mundlos, Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik
  • Dr. Jörg Hacker, Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina

 

Moderatorin:

Dr. Alison Abbott, europäische Korrespondentin der Fachzeitschrift „Nature“

 

Die Teilnahme am Max-Planck-Forum ist kostenlos. Wir möchten Sie darüber informieren, dass aus Sicherheitsgründen nur die Anmeldungen berücksichtigt werden können, die alle erbetenen Informationen enthalten (Name, Vorname und Einrichtung). Wir bitten Sie, sich bis zum 16. November 2016 anzumelden unter: mpgberlin@gv.mpg.de.

 

Ein gültiges Ausweisdokument ist für den Zugang zur Botschaft unerlässlich. Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen bitten wir Sie, pünktlich zu erscheinen. Der Einlass beginnt um 18 Uhr.

 

 

Quelle: Institut Max Planck: https://www.mpg.de/10805117/max-planck-forum-crispr-cas9

 

Übersetzerin: Jana Ulbricht, jana.ulbricht@diplomatie.gouv.fr