3. August 2017

Neunte Konferenz der Internationalen AIDS-Gesellschaft in Paris

Frankreich war Gastland der 9. wissenschaftlichen Konferenz der Internationalen AIDS-Gesellschaft über HIV (IAS 2017), die vom 23. bis 26. Juli 2017 in Paris stattfand. Die Konferenz wurde in diesem Jahr gemeinsam mit der französischen Forschungsagentur für HIV/Aids und virale Hepatitis veranstaltet und versammelte mehr als 6000 Teilnehmer. Das Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten beteiligte sich an der Finanzierung eines Stipendien-Programms, durch das junge Forscher aus den südlichen Ländern an der Konferenz teilnehmen konnten.

 Frankreich ist nach 1986 und 2003 das dritte Mal Gastland für diese Konferenz. Es setzt sich seit Jahren aktiv im Kampf gegen HIV ein. So wendet es z.B. jährlich mehr als 500 Millionen Euro für den Kampf gegen übertragbare Krankheiten auf. Frankreich ist zudem das zweitgrößte Geberland für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria. Seit der Gründung dieses Fonds leistete es insgesamt einen finanziellen Beitrag von 4,8 Milliarden $. Frankreich gründete ebenfalls UNITAID und ist dessen größter Geldgeber. Durch UNITAID wird die Bereitstellung innovativer Lösungen im Bereich der Behandlung, Diagnose und Vorbeugung beschleunigt. Frankreich unterstützt ebenfalls das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS (UNAIDS).

 

Neben der politischen Aktion Frankreichs sowie seines Beitrags im Bereich der Forschung konnten dank seiner finanziellen Investitionen zur Bekämpfung der Pandemie bedeutende Fortschritte erzielt werden: Mehr als 10 Millionen HIV-infizierte Menschen werden heutzutage dank der Programme des Globalen Fonds in Entwicklungsländern behandelt und die Sterblichkeitsrate in Zusammenhang mit AIDS nahm um 45 % ab. Dank UNITAID konnten die Kosten für Medikamente gegen HIV um ein Hundertfaches verringert werden.

 

Diese Mobilisierung ist angesichts der noch bevorstehenden Herausforderungen gerechtfertigt: Jedes Jahr infizieren sich 2,1 Millionen Menschen mit HIV und 1,1 Millionen Menschen sterben noch immer daran. Die Hälfte der HIV-Kranken hat im Jahr 2017 immer noch keinen Zugang zu antiretroviralen Medikamenten. Dieser Zugang ist in gewissen Regionen, wie Zentralafrika und Westafrika, besonders eingeschränkt: Dort haben mehr als 75 % der HIV-Kranken keinen Zugang zu diesen Medikamenten.

 

 

Quelle: Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten, 25.07.2017 – http://www.diplomatie.gouv.fr/fr/politique-etrangere-de-la-france/sante-securite-alimentaire-nutrition-et-agriculture-durable/actualites-et-evenements-sur-les-themes-de-la-sante-de-la-securite-alimentaire/actualites-et-evenements-lies-a-la-sante/article/sante-neuvieme-conference-scientifique-sur-le-vih-ias-2017-23-26-07-17

 

Redakteurin: Jana Ulbricht, jana.ulbricht@diplomatie.gouv.fr