9. März 2017

#Cinéscience – Depression: neue Hoffnung? (4. April 2017)

Weltweit verfolgen Forscher eine neue Spur, um das dunkle Geheimnis der Depression zu lüften. Ihre Vermutung: Das Immunsystem ist der Schlüssel, um die Krankheit zu verstehen - und wirkungsvoll zu bekämpfen. Könnte es sein, dass Stress oder falsche Ernährung Infektionen auslösen, die bei der Entstehung einer Depression eine entscheidende Rolle spielen?

Viele Wissenschaftler antworten auf diese Frage mittlerweile mit einem klaren Ja. Zumindest bei einem Teil der Depressiven, die bisher als hoffnungslose Fälle galten, bei denen klassische Antidepressiva nicht wirkten. Letztlich geht es um Millionen Patienten, die dringend auf neue Therapiemöglichkeiten hoffen. Denn ihr Leidensdruck ist extrem groß: Sie leben in einer Welt der Düsternis, aus der es für sie kein Entkommen zu geben scheint. Und die gängigen Antidepressiva wirken bei einem beträchtlichen Teil der Patienten nicht. Könnte es tatsächlich möglich sein, dass solche Patienten künftig mit entzündungshemmenden Medikamenten erfolgreich behandelt werden können? Ein vom renommierten Wellcome Trust gefördertes Konsortium aus Universitäten und Pharmafirmen geht dieser Frage nach und sucht in einer mehrjährigen Studie nach neuen Wirkstoffen. Welche Rolle spielt Stress bei der Entstehung von Depression? George Slavich von der University of California vermutet, dass die Wirkung von sozialem Stress auf das Immunsystem der Schlüssel sei, um die Depression zu verstehen. Die Dokumentation zeigt, wie die Forscher mit modernen bildgebenden Verfahren, Immun- und Genanalyse die Prozesse an der Schnittstelle zwischen Körper und Gehirn, zwischen Physis und Psyche untersuchen.

Dokumentation von Dorothee Kaden und Carsten Schollmann
HR/Arte
Deutschland 2016, 52 Min.

 


Dienstag, den 4. April 2017, um 18.30 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr)

Auditorium der Französischen Botschaft

Wilhelmstr. 69, 10117 – Berlin

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich.

Bitte Personalausweis mitbringen.


 

Der Film ist wahlweise in deutscher oder französischer Sprache zu sehen.

Nach der Filmvorführung findet eine Podiumsdiskussion mit Dr. Claire Gauthier (Universitätsklinikum Sainte Anne, Paris) und Dr. Vera Clemens (neurobiologisches Labor, Charité Berlin) zum Thema statt. Durch den Abend führt Wissenschaftsredakteur Thomas Prinzler vom Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Anschließend laden wir Sie gerne zu einem kleinen lmbiss ein.

Kontakt: yasser.lahbibi@diplomatie.gouv.fr – Tel.: (030) 590 03 92 63


Aufgrund der zahlreichen Reservierungen für unsere Filmvorführung ist es uns leider nicht mehr möglich, Teilnehmer auf unsere Liste zu setzen. Natürlich ist es möglich, dass im letzten Moment doch noch freie Plätze zur Verfügung stehen. Sie können uns trotzdem eine E-Mail an yasser.lahbibi@diplomatie.gouv.fr schreiben und wir werden Sie spätestens am 3. April informieren, ob Plätze zu verfügen stehen können.