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Arkema, CNRS, die Universität Claude Bernard Lyon 1 und CPE Lyon schließen sich zusammen, um die Batterien der Zukunft zu entwerfen

Ein immer größerer Teil des tragbaren Energiebedarfs wird durch mobile Energiespeicher wie Lithium-Ionen-Batterien gedeckt werden. Arkema, CNRS, die Universität Claude Bernard Lyon 1 und CPE Lyon haben nun iHub Poly-9 gegründet. Dieses gemeinsame Labor wird sich der Entwicklung neuer, leistungsfähiger Materialien aus Fluorpolymeren widmen, die für zukünftige Generationen von Batterien bestimmt sind

Arkema, CNRS, die Universität Claude Bernard Lyon 1 und CPE Lyon schließen sich zusammen, um die Batterien der Zukunft zu entwerfen

Mit Elektroautos, Smartphones oder auch Laptops steigt der Bedarf an mobilen Energiespeichern stetig. Dieser Bedarf wird unter anderem durch Lithium-Ionen-Batterien gedeckt. Sie bestehen aus zwei Elektroden, die sich dank eines Separators nicht berühren und in einem Elektrolyten schwimmen.

Verschiedene Fluorpolymere, eine Molekülfamilie, zu der auch PVDF KYNAR® gehört, bieten als Kathodenbindemittel und Separatorbeschichtungen ein hervorragendes Kosten-Leistungs-Verhältnis, wodurch die Leistung der Batterien verbessert werden kann: Energiedichte, Leistung, Speicherkapazität, Lebensdauer, Zuverlässigkeit usw.

Das Forschungslabor Katalyse, Polymerisierung, Verfahren und Materialien (CP2M, CNRS/CPE Lyon/Universität Claude Bernard Lyon 1) forscht seit über dreißig Jahren an Polymeren, die unter hohem Druck hergestellt werden, wobei der Schwerpunkt seit etwa zehn Jahren auf Fluorpolymeren liegt. Dies führte dazu, dass sich heute Arkema, CNRS, die Universität Claude Bernard Lyon 1 und CPE Lyon in einem neuen gemeinsamen Labor zusammengeschlossen haben: iHub Poly-9. Dieses Labor arbeitet in Partnerschaft mit Arkemas neu gegründetem Kompetenzzentrum für Batterien.

Die beteiligten Wissenschaftler beschäftigen sich insbesondere mit Polyvinylidenfluorid und seinen Copolymeren. Diese Familie von Polymeren ist chemisch und elektrochemisch äußerst stabil. Ihre Synthese, die in einem in Wasser dispergierten Medium erfolgt, erfordert hohe Drücke, die 100 bar überschreiten können. Dieses Fachwissen kommt dem CP2M zugute, da es über Reaktoren verfügt, die diese Drücke sicher erreichen können.

Die Zusammenarbeit mit Arkema beinhaltet hauptsächlich Forschungsarbeiten von fünf Doktoranden, die sich mit der Synthese und dem Design von Fluorpolymeren für den Energiebereich befassen, darunter eine von der Region Auvergne-Rhône-Alpes finanzierte Doktorarbeit und drei vom Unternehmen finanzierte CIFRE-Doktorarbeiten, sowie den Kauf von Material für ein 50m² großes Labor innerhalb des CP2M, das ausschließlich für die Zwecke von iHub Poly-9 genutzt wird.

Quelle: Pressemitteilung von ARKEMA France

Bild Copyright: Akema in France