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Neue Forschungsgruppe für Oxyfuel-Verfahren

Das Oxyfuel-Verfahren besteht darin, Brennstoffe statt mit normaler Luft mit nahezu reinem Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2) zu verbrennen. Dieser reinere Mix brennt bei höheren Temperaturen als natürliche Luft. Das dabei entstehende Rauchgas besteht primär aus Kohlendioxid und Wasserdampf. Nachdem das Kohlendioxid abgeschieden wurde, kann es verdichtet, zu einem Speicher transportiert und zur Wiederverwertung genutzt werden


Das Oxyfuel-Verfahren besteht darin, Brennstoffe statt mit normaler Luft mit nahezu reinem Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2) zu verbrennen. Dieser reinere Mix brennt bei höheren Temperaturen als natürliche Luft. Das dabei entstehende Rauchgas besteht primär aus Kohlendioxid und Wasserdampf. Nachdem das Kohlendioxid abgeschieden wurde, kann es verdichtet, zu einem Speicher transportiert und zur Wiederverwertung genutzt werden. Das Verfahren könnte einen Beitrag zur emissionsfreien Stromproduktion leisten.

 

Das französische Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS), die Ingenieurhochschule Ecole Centrale de Paris” (ECP) und das Unternehmen Air Liquide haben einen gemeinsamen Lehrstuhl für Oxyfuel-Verfahren eingerichtet. Ziel ist es, im Rahmen von Promotionsarbeiten die Erkenntnisse über die Mechanismen der Hochdruckverbrennung von gasförmigen, flüssigen und festen Brennstoffen (Kohle, Biomasse) zu vertiefen. Auf der Grundlage der gewonnenen Ergebnisse kann Air Liquide verlässlichere Modelle erzielen und die Dimensionierungsprozesse für Sauerstoffbrenner verbessern, die bei Demonstrationsexperimenten in großem Maßstab oder mit komplexen Geometrien verwendet werden.

 

Die Forschungsaktivitäten werden sich um eine digitale und experimentelle Plattform herum konzentrieren, die am CNRS-Labor für molekulare und makroskopische Energetik und Verbrennung (EM2C) angesiedelt ist. Diese Plattform wird mit fortschrittlichen Diagnosesystemen für die gleichzeitige Messung der Flammen- und der Wärmeübertragungseigenschaften bei hohem Druck ausgerüstet.

 

Der gemeinsame Lehrstuhl ist zunächst auf sechs Jahre ausgelegt und wird von der französischen Forschungsförderagentur (ANR) unterstützt.

 

 

Quelle:

Pressemitteilung des CNRS – 15.05.2012 – http://www2.cnrs.fr/presse/communique/2627.htm

 

Redakteur:

Lucas Ansart, lucas.ansart@diplomatie.gouv.fr