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Erste Bilanz der energiepositiven Gebiete

Das von der Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Ségolène Royal, im September 2014 ins Leben gerufene Projekt zieht nach einem Jahr seine erste Bilanz. Die Ergebnisse der Projektausschreibung für energiepositive Gebiete für grünes Wachstum sind erfolgversprechend. Über 500 Bewerber hatten auf den Projektaufruf reagiert [1].


Das von der Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Ségolène Royal, im September 2014 ins Leben gerufene Projekt zieht nach einem Jahr seine erste Bilanz. Die Ergebnisse der Projektausschreibung für energiepositive Gebiete für grünes Wachstum sind erfolgversprechend. Über 500 Bewerber hatten auf den Projektaufruf reagiert [1].

 

Durch das Projekt soll ein Impuls zur Förderung konkreter Maßnahmen gegeben werden. Vor dem Hintergrund der Klimakonferenz 2015 in Paris (COP21) soll dieses Projekt zur Umsetzung der Umwelt- und Klimaziele Frankreichs und der EU beitragen: Abschwächung der Auswirkungen des Klimawandels, Anreize für die Senkung des Energiebedarfs, Entwicklung lokaler erneuerbarer Energiequellen, Umsetzung der grünen Industrie, Schaffung von 100.000 Arbeitsplätzen innerhalb von 3 Jahren.

Je nach Qualität und Umfang der Projekte erhalten die 212 Siegergemeinden eine Finanzierung von 500.000 bis 2 Millionen Euro, um ihren Beitrag zur Umsetzung der Ziele des neuen Gesetzes für grünes Wachstum leisten zu können. Diese Subvention soll dazu beitragen, den Rückgang des Energieverbrauchs in dem entsprechenden Gebiet schnell und effektiv zu fördern, die Produktion von erneuerbaren Energien zu erhöhen und eine Bürgermobilisierung anzuregen.

 

Die Gemeinden, die als energiepositive Gebiete ausgewählt wurden, bekamen technische, finanzielle und institutionelle Unterstützung durch den Regionalrat, die regionalen Direktionen für Umwelt, Raumordnung und Wohnungswesen DREAL und die französische Organisation für Umwelt- und Energiewirtschaft ADEME.

 

Um eine positive Energiebilanz zu erreichen, wurde eine Reihe von Förderprogrammen und Instrumenten bereitgestellt. Diese wurden zudem durch neue Maßnahmen in folgenden Bereichen ergänzt:

  1. Reduzierung des Energieverbrauchs in Gebäuden und öffentlichen Räumen
  2. Reduzierung der Treibhausgasemissionen und der Umweltverschmutzung im Transportwesen
  3. Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft und einer nachhaltigen Abfallwirtschaft
  4. Lokale Förderung von erneuerbaren Energien
  5. Erhalt der biologischen Vielfalt, Schutz der Landschaften und Förderung nachhaltiger Stadtplanung
  6. Entwicklung eines Umweltbewusstseins, einer „Öko-Staatsbürgerschaft“ und einer lokalen Bürgermobilisierung.

 

Die Bilanz nach einem Jahr: Weniger Abfall, mehr erneuerbare Energien, umweltfreundlichere Transportsysteme und Erhöhung des Wohlbefindens der Menschen. Die Ministerin lobte vor allem die beispielhafte Dynamik der energiepositiven Gebiete. Zu diesem Anlass verlängerte Ségolène Royal am 9. September 2015 die Förderprogramme und Kooperationen mit den Gewinnergemeinden und unterzeichnete Hunderte neuer Abkommen, um die Umsetzung der ambitionierten Ziele zu beschleunigen. Insgesamt sind es nun 300 Abkommen und fünfzehn Millionen Menschen in Frankreich, die in einer Region mit energiepositiven Projekten leben.

 

 

Weitere Informationen:

 

Quelle: “Un an de mobilisation des territoires à énergie positive”, Pressemitteilung des französischen Ministeriums für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie, 09.09.2015 –

http://www.developpement-durable.gouv.fr/Un-an-de-mobilisation-des.html

 

Redakteurin: Daniela Niethammer, daniela.niethammer@diplomatie.gouv.fr