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Frankreich fördert Energieeffizienz im Gebäudebereich und Photovoltaik

Im Rahmen der 16. Ausschreibung wurden am 23. Oktober 2013 vom interministeriellen Einheitsfonds (FUI) zwei Projekte des Pôle de compétitivité (Kompetenzzentrum) Tenerrdis für neue Energietechnologien ausgewählt.



Im Rahmen der 16. Ausschreibung wurden am 23. Oktober 2013 vom interministeriellen Einheitsfonds (FUI) zwei Projekte des Pôle de compétitivité (Kompetenzzentrum) Tenerrdis für neue Energietechnologien ausgewählt.

 

Diese Projekte stellen ein Investitionsvolumen von 5 Millionen Euro dar und werden mit 2 Millionen Euro vom Staat und den Gebietskörperschaften gefördert. Sie sollen dazu beitragen, die strategischen Herausforderungen beim Ausbau der Energieeffizienz in Gebäuden und der Photovoltaik zu bewältigen und Unternehmen die Möglichkeit bieten, neue Angebote auf den Markt zu bringen.


Im Bereich Energieeffizienz in Gebäuden zielt das Projekt “Fondatherm” auf die Entwicklung eines schlüsselfertigen geothermischen Fundaments (Bodenwärmetauscher) ab. Es handelt sich hierbei um ein vorgefertigtes Betonelement, das sowohl als Fundament (Infrastruktur), als auch als erneuerbare Energiequelle (Erdwärme) für alle Gebäudetypen (Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft, Ein- und Mehrfamilienhäuser) dienen würde. Dieses Konzept der gebäudeintegrierten Geothermie ist ein innovativer Ansatz zur Begrenzung der Umweltauswirkungen im Bauwesen. Es soll dazu beitragen, die Energieeffizienz von Gebäuden durch eine Reduzierung des Energieverbrauchs erheblich zu verbessern und neue technische Möglichkeiten zur Realisierung des Plus-Energie-Hauses zu eröffnen.


Im Bereich Photovoltaik zielt das Projekt “I3BC2” auf die Herstellung von Solarzellen mit hohem Wirkungsgrad mit Hilfe der Ionenimplantation ab. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung einer neuen Anlage für die Plasma-Ionenimplantation zur Herstellung von Rückseitenkontakt-Solarzellen für die schwache und mittlere Solarkonzentration. Die Technologie des CEA-INES (Behörde für Atomenergie und alternative Energien – nationales Institut für Solarenergie) wird es ermöglichen, Zellen mit hohem Wirkungsgrad (> 22% im Durchschnitt) bei niedrigen Produktionskosten herzustellen.


Es gibt derzeit in Europa keinen Hersteller für diesen Anlagentyp. Ein Erstausrüster (IBS) wird im Bereich der Solarzellen zur Stärkung der Wertschöpfungskette sowie zur Schaffung lokaler Arbeitsplätze für die internationalen Märkte beitragen. Das Projekt wird den an ihm beteiligten Unternehmen auf dem Photovoltaik-Markt für Systeme mit mittlerer Konzentration einen guten Platz einräumen.



Quelle: Artikel aus enerzine – 24.10.2013 – http://www.enerzine.com/14/16442+technologies-de-lenergie—2-nouveaux-projets-selectionnes-par-le-fui+.html

 

Redakteurin: Hélène Benveniste, helene.benveniste@diplomatie.gouv.fr