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Gezielte Zufuhr von Wasser und Luft beschleunigen den biologischen Abbau

Mehr als 1 kg Müll pro Tag und pro Kopf wird heute in Frankreich produziert. Zusammen mit den Industrieabfällen erreicht die jährliche Abfallmenge sogar 23 Millionen Tonnen. Diese werden in besonderen Abfallbehandlungszentren (ISDUND – Deponien für ungefährliche Restabfälle) gelagert. Ohne eine besondere Behandlung benötigen die gemischten Abfälle viele Jahre zum Abbau; und je länger der biologische Abbau dauert, desto größer sind die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit.


 

Mehr als 1 kg Müll pro Tag und pro Kopf wird heute in Frankreich produziert. Zusammen mit den Industrieabfällen erreicht die jährliche Abfallmenge sogar 23 Millionen Tonnen. Diese werden in besonderen Abfallbehandlungszentren (ISDUND – Deponien für ungefährliche Restabfälle) gelagert. Ohne eine besondere Behandlung benötigen die gemischten Abfälle viele Jahre zum Abbau; und je länger der biologische Abbau dauert, desto größer sind die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit.

 

Forscher der Abteilung für Bioprozesse und Hydrosysteme des Irstea [1] arbeiten an einem Prozess, bei dem die Abfälle mit Sickerwasser [2] befeuchtet werden. Damit wird der biologische Abbau beschleunigt und die Biogas-Produktion gefördert.

 

Seit 2 Jahren analysiert das Irstea mithilfe seiner Messinstrumente in situ den biologischen Abbau von gelagerten Abfällen. In Partnerschaft mit Champs Jouault Industrie testen die Forscher die Installation in einem Abfallbehandlungszentrum (ISDUND), der zu 100 % als Bioreaktor funktioniert.

 

Die Rückführung des Sickerwassers ist nicht der einzige Weg, um den Prozess des biologischen Abbaus zu beschleunigen. Eine weitere Möglichkeit ist die gezielte Zufuhr von Luft. Mit diesem Ziel haben das Irstea und der Umweltdienstleistungskonzern SITA ein neues F&E-Projekt auf den Weg gebracht: AEROSTAB. Ähnliche Luftzufuhrtechniken wurden bereits in Deutschland und Italien getestet.

 

[1] Irstea – nationales Forschungsinstitut für Umwelt- und Agrarwissenschaften und –technologien, öffentliche Forschungseinrichtung mit Schwerpunkt Landmanagement (Wasserressourcen, Landtechnik).

 

[2] Sickerwasser ist unterirdisches Wasser, das sich unter Einwirkung der Schwerkraft abwärts bewegt (Sickerströmung). Dabei durchquert es alle wasserleitenden Boden- und Gesteinsschichten, bis es auf eine wasserführende Schicht trifft. In der Umweltwissenschaft wird der Begriff Sickerwasser für die einsickernden Niederschläge in Deponien benutzt (Wikipedia).

 

Weitere Informationen:

Vollständige Pressemitteilung unter – http://www.irstea.fr/sites/default/files/ckfinder/userfiles/files/Invitationpresse_Irstea_ChampsJouault.pdf

 

 

Quelle: Pressemitteilung des Irstea – 02.07.2014 – http://www.irstea.fr/toutes-les-actualites/departement-ecotechnologies/biodegradation-dechets-industriel-biogaz

 

Redakteur: Clément Guyot, clement.guyot@diplomatie.gouv.fr