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GRHYD: erstes französisches Großprojekt für die Einspeisung von grünem Wasserstoff

Die Gemeinde Dünkirchen, das Unternehmen GDF Suez und ihre Partner kündigten am 3. Februar 2014 den Start eines ersten Demonstrationsprojekts an: GRHYD – “Verwaltung des Stromnetzes durch die Einspeisung von Wasserstoff für CO2-freie Energie”. Das Projekt GRHYD verfolgt zwei Ziele: die Einspeisung von Wasserstoff in die Erdgasnetze des Neubaugebietes in Cappelle-la-Grande einerseits und die Herstellung des Kraftstoffs Hythane zur Versorgung der Busse des öffentlichen Nahverkehrs in Dünkirchen andererseits.


Die Gemeinde Dünkirchen, das Unternehmen GDF Suez und ihre Partner kündigten am 3. Februar 2014 den Start eines ersten Demonstrationsprojekts an: GRHYD – “Verwaltung des Stromnetzes durch die Einspeisung von Wasserstoff für CO2-freie Energie”. Das Projekt GRHYD verfolgt zwei Ziele: die Einspeisung von Wasserstoff in die Erdgasnetze des Neubaugebietes in Cappelle-la-Grande einerseits und die Herstellung des Kraftstoffs Hythane zur Versorgung der Busse des öffentlichen Nahverkehrs in Dünkirchen andererseits.

 

Das Projekt zielt darauf ab, Strom aus erneuerbaren Energiequellen in Wasserstoff umzuwandeln und es wie Erdgas zu nutzen. Vor diesem Hintergrund werden die 12 Partner des GRHYD-Projekts die ersten Wasserstoffeinspeisungen in das Erdgasnetz testen, um den Wärmebedarf (Heizung, Warmwasser, Kochen etc.) von 200 geplanten Wohnungen im neuen Stadtbezirk (etwa 1.000 Nutzer) zu ermitteln. Der Bezirk wird mit einer Mischung aus Wasserstoff und Erdgas beliefert, wobei die Anteile an Wasserstoff variieren können und unter 20 % liegen werden.


Die zweite Demonstrationsanlage, die eine Erweiterung des zuvor in der Dünkirchener Gemeinde durchgeführten Projekts ALTHYTUDE ist, beschäftigt sich mit der Entwicklung einer Marketing-Lösung zur Kommerzialisierung des Kraftstoffs Hythane im industriellen Maßstab, mit dem fünfzig Busse des öffentlichen Nahverkehrs der Gemeinde mit Wasserstoff (derzeit CNG) versorgt werden sollen. Eine CNG-Busstation wird auf das Wasserstoffgemisch (zunächst 6%, später bis zu 20% Wasserstoff) umgestellt.

 

GDF Suez und seine drei operativen Tochtergesellschaften (GRDF, GNVERT und Cofely Ineo) haben sich im Rahmen eines Konsortiums mit Erstausrüstern (AREVA, CETH2 und McPhy Energy), öffentlichen Einrichtungen (französische Behörde für Atomenergie und alternative Energien – CEA; französisches Institut für Umweltschutz und Umweltgefahren in der Industrie – INERIS), einem Technikzentrum (CETIAT), dem Betreiber des städtischen Verkehrsnetzes (STDE) und mit der Gemeinde Dünkirchen zusammengeschlossen, um dieses Demonstrationsprojekt zur Wasserstoffeinspeisung ins Erdgasnetz und zur Herstellung des Kraftstoffs Hethane starten zu können.

 

GRHYD ist das erste Projekt, das nach dem im April 2011 veröffentlichten Aufruf zur Interessenbekundung (AMI) für Wasserstoff und Brennstoffzellen der französischen Agentur für Umweltschutz und Energie (ADEME) ausgewählt wurde. Im September 2012 wurde das Projekt mit einem Gesamtbudget von 15,3 Mio. € vom Generalkommissar für Investitionen angenommen und wird im Rahmen des Programms Zukunftsinvestitionen mit 4,5 Mio. € gefördert.

 

 

Quelle: “GRHYD : premier projet d’envergure pour l’injection d’hydrogène vert”, Artikel von enerzine – 04.02.2014 – http://www.enerzine.com/14/16879+grhyd—premier-projet-denvergure-pour-linjection-dhydrogene-vert+.html

 

Redakteurin: Hélène Benveniste, helene.benveniste@diplomatie.gouv.fr