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Holzpellets: ein boomender Markt

Auf dem französischen Markt stieg der Pelletverbrauch seit 2004 um 30-40%. Mit diesem Brennstoff konnten bis zu 45% der Energiekosten eingespart werden. Zudem stellen Pelletsysteme eine umweltfreundliche Lösung dar, bei der die CO2-Emissionen im Vergleich zu fossilen Energieträgern um 100 % reduziert werden.


 

Auf dem französischen Markt stieg der Pelletverbrauch seit 2004 um 30-40%. Mit diesem Brennstoff konnten bis zu 45% der Energiekosten eingespart werden. Zudem stellen Pelletsysteme eine umweltfreundliche Lösung dar, bei der die CO2-Emissionen im Vergleich zu fossilen Energieträgern um 100 % reduziert werden.

 

Im letzten Jahrzehnt hat sich die weltweite Produktion von Pellet-Öfen verzehnfacht. Zugleich stieg die Pelletproduktion von 2 Millionen Tonnen im Jahr 2002 auf 19.000.000 Tonnen im Jahr 2012. Die meisten Pellets werden in Europa (66%) produziert. In Frankreich ist der Verbrauch dieses Brennstoffs von 45.000 Tonnen im Jahr 2004 auf 850.000 im Jahr 2013 angewachsen. Dieser Verbrauchertrend hat bereits sichtbare Auswirkungen auf den Markt: eine breite Palette an Pelletheizungen und Serviceanbietern stehen zur Auswahl.

 

In Frankreich erlebten Pelletöfen in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Der Absatz von Kaminöfen und Thermoöfen, insbesondere des Models K2Calore, stieg 2014 um das Fünffache. Nach Ansicht von Experten weist der französische Pellet-Markt ein jährliches Wachstum von 30 bis 40% auf und hat 2014 die eine Million-Tonnen-Marke überschritten. Dieser starke Anstieg zeigt deutlich, dass immer mehr französische Haushalte mit Pelletöfen heizen. Die Pelletheizung funktioniert im Prinzip genauso wie eine konventionelle Gas- öder Ölheizung. Durch Verbrennung eines Brennstoffes, den Pellets, wird Energie bereitgestellt, die über den Heizkreislauf den Heizkörpern eines Gebäudes zur Verfügung gestellt wird. Pelletheizungen verbrennen Pellets aus Holz, einem regionalen und nachwachsenden Rohstoff, und sind somit umweltfreundlich und preisstabiler als Gas und Öl, was sie zu einer wirtschaftlichen Alternative macht.

 

Durch den Einsatz von Biomasse als Brennstoff können nach offiziellen Angaben bis zu 45% der Energiekosten gespart werden. Experten gehen davon aus, dass 2020 10% des Endenergieverbrauchs in der Europäischen Union durch Biomasse abgedeckt werden. Der Verbrauch von Pellets als Heizkraftstoff in Haushalten wird sich im Jahr 2030 im Vergleich zu 2010 verdoppeln. Auch der Einsatz von Pellets in der Industrie wird zunehmen und möglicherweise den Anteil ihrer Verwendung im Haushalt übersteigen.

 

 

Quelle: Pressemitteilung „Le granulé de bois : un marché en plein essor“, – 30. Januar 2015 – http://www.enerzine.com/6/18080+le-granule-de-bois—un-marche-en-plein-essor+.html

 

Redakteurin: Daniela Niethammer, daniela.niethammer@diplomatie.gouv.fr