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Nutzung der Geothermie am Stadtrand von Paris

Die Städte Gentilly und Arceuil, im Süden von Paris, haben gemeinsam ein Erdwärme-Projekt gestartet. Zu diesem Zweck arbeiten sie mit dem Gemeindeverband für Elektrizität und Kommunikationsnetze des Pariser Stadtrands (Sipperec) zusammen.


 

 

Die Städte Gentilly und Arceuil, im Süden von Paris, haben gemeinsam ein Erdwärme-Projekt gestartet. Zu diesem Zweck arbeiten sie mit dem Gemeindeverband für Elektrizität und Kommunikationsnetze des Pariser Stadtrands (Sipperec) zusammen.

 

Schema der Anlage (© BRGM)

 

 

Die Anlage funktioniert über zwei Brunnen. Der erste dient der Wärme-“Erzeugung”: das auf natürliche Weise erwärmte Wasser (rund 70°C) wird bis zu einer Tiefe von 1600m aus dem Erdboden geschöpft. Die Wärme wird dann an das Wärmenetz weitergeleitet. Da das Wasser aus dem Erdboden zu korrosiv (ätzend) ist, um es direkt in die Rohrsysteme der Gebäude zu leiten, wird seine Wärmeleistung über einen Wärmetauscher in das Fernwärmenetz eingespeist. Das jetzt abgekühlte Wasser wird anschließend über einen zweiten Brunnen in das Erdreich zurücktransportiert.

 

Rund 9000 Mehrfamilienhäuser, öffentliche Gebäude und Unternehmen der beiden Gemeinden sollen über das 11.000 m lange Fernwärmenetz mit Strom versorgt werden. Da das Erdwärmesystem nur 60 – 70% des Wärmebedarfs decken kann, werden zusätzliche Heizungsanlagen die restlichen 30% der globalen Energieversorgung abdecken.

 

Seit Februar 2011 führten beide Städte verschiedene technisch-wirtschaftliche Studien durch, um das Potenzial des Projekts zu evaluieren. Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse auf einer öffentlichen Sitzung am 16. November 2011 haben sie sich für den Start des Projektes entschieden. In den nächsten Wochen wird vor diesem Hintergrund eine öffentliche Anhörung eingeleitet. Der Baubeginn ist für 2013 geplant und die Inbetriebnahme der Anlage für 2015.

 

 

Quelle:

– Pressemitteilung der Stadt Gentilly – 16.11.2011 – http://www.ville-gentilly.fr/cadre-de-vie/environnement/centrale-de-geothermie/

 

Redakteurin: Edith Chezel, edith.chezel@diplomatie.gouv.fr