logo

Wissenschaftsportal der Französischen Botschaft in Deutschland

mariane

Schwimmende Windkraftanlage getestet

Das Labor für Strömungstechnik der Ingenieurhochschule (Ecole Centrale) in Nantes [1] hat ein System entwickelt, das gleichzeitig den Seegang und den Wind simulieren kann. Mit Hilfe dieser Anlage ist es möglich, schwimmende Windkraftanlagen in einem verkleinerten Maßstab umfassend zu testen. Die Ecole Centrale brauchte insgesamt zwei Monate um das 50 x 30 Meter große Seegangsbecken und den Windkanal auszurichten. Mit dem im Juli 2012 getesteten 1/50 Versuchsaufbau konnten Wellen von bis zu 20 cm erzeugt werden. In der Realität entspräche dies 10 m hohen Wellen.


Das Labor für Strömungstechnik der Ingenieurhochschule (Ecole Centrale) in Nantes [1] hat ein System entwickelt, das gleichzeitig den Seegang und den Wind simulieren kann. Mit Hilfe dieser Anlage ist es möglich, schwimmende Windkraftanlagen in einem verkleinerten Maßstab umfassend zu testen. Die Ecole Centrale brauchte insgesamt zwei Monate um das 50 x 30 Meter große Seegangsbecken und den Windkanal auszurichten. Mit dem im Juli 2012 getesteten 1/50 Versuchsaufbau konnten Wellen von bis zu 20 cm erzeugt werden. In der Realität entspräche dies 10 m hohen Wellen.

 

 

Video des Experiments – Juli 2012 (auf Französisch) © Ecole Centrale de Nantes

 

Bei den Tests werden die Wissenschaftler der Ecole Centrale in erster Linie die Bewegung der Plattform analysieren, da sie von den Wellenbewegungen abhängt bzw. beeinflusst wird und somit den Betrieb der Windkraftanlage stören kann. Die Forscher wollen durch diese Versuche Antworten auf folgende Fragen finden: Inwiefern wird die Stromerzeugung durch die Bewegungen der Plattform gestört? Wie kann man die Plattform verankern, um den Betrieb der Anlage zu optimieren? Welche Kräfte wirken auf die Plattform?

 

Es gibt noch viel über die schwimmenden Windkraftanlagen zu erforschen. Die Forscher sind jedoch davon überzeugt, dass sie ein viel größeres Potential als die Offshore – Windanlagen haben, da sie weit von den Küsten entfernt installiert werden und somit von der Bevölkerung schneller akzeptiert werden. Außerdem werden die Nutzungskonflikte, besonders mit den Fischern, deutlich reduziert.

 

[1] Englische Webseite des Labors: http://www.ec-nantes.fr/version-anglaise/research/fluid-mechanics-laboratory-46341.kjsp?RH=ECN

 

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie im Video (auf Französisch) unter: http://www.dailymotion.com/group/ecole-centrale-nantes#video=xs0p6z

 

 

Quellen:

– Artikel aus der Zeitung Enerpresse – 12.07.2012

– Pressemitteilung der Ecole Centrale de Nantes – 05.06.2012 http://www.ec-nantes.fr/version-francaise/l-ecole/actualites/1ere-experimentation-d-une-eolienne-flottante-dans-les-laboratoires-de-l-ecole-centrale-de-nantes-106858.kjsp?RH=ZYZYZYZYZYZYZYZYZYZYZY

 

Redakteurin: Edith Chezel, edith.chezel@diplomatie.gouv.fr