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France 2030 | Die 15 französischen Projekte, die für das IPCEI Wasserstoff ausgewählt wurden

Die von der Regierung am 8. September 2020 angekündigte nationale Strategie für die Entwicklung von kohlenstofffreiem Wasserstoff sieht bis 2030 7 Milliarden Euro an öffentlicher Unterstützung vor, um die technologische Souveränität Frankreichs zu gewährleisten und Elektrolyseure mit einer Gesamtkapazität von 6,5 Gigawattstunden auf dem französischen Staatsgebiet einzusetzen. Der erzeugte Wasserstoff wird die Dekarbonisierung der Schwermobilität sowie der emissionsintensivsten Sektoren der Industrie ermöglichen.

France 2030 | Die 15 französischen Projekte, die für das IPCEI Wasserstoff ausgewählt wurden

Im Rahmen des Investitionsplans France 2030 hat Frankreich 1,9 Mrd. Euro an öffentlicher Unterstützung für diesen Bereich vorgesehen, womit die bereits im Rahmen von France Relance zugesagte Unterstützung fortgesetzt wird. Damit können strukturierende Industrieprojekte unterstützt werden, die drei vorrangige Ziele verfolgen: die Herstellung von Elektrolyseuren, die Entwicklung von Schlüsselausrüstungen für die Wasserstoffmobilität und die Produktion von Wasserstoff für die Dekarbonisierung von Industrieanlagen.

Diese Strategie ist Teil eines entschieden europäischen Ansatzes. In diesem Sinne haben 23 EU-Mitgliedstaaten und Norwegen im Dezember 2020 ein Important Project of Common European Interest (IPCEI) für Wasserstoff in die Wege geleitet. Dieses IPCEI soll ein echtes Sprungbrett für die kohlenstofffreie Wasserstoffbranche in Europa darstellen. Im August 2021 wurden der Europäischen Kommission von den Teilnehmerstaaten über 100 Projekte vorgelegt. Die Kommission hat erneut bekräftigt, dass die Prüfung dieses Important Project of Common European Interest Priorität genießt: Das gemeinsame Ziel ist es, die Prüfung der Projekte bis zum Sommer abzuschließen.

Wirtschaftsminister Bruno Le Maire besuchte am 8. März den Standort Port-Jérôme-sur-Seine (Département Seine-Maritime), an dem eine 200-Megawattstunden-Anlage zur Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse entstehen soll, die zu den weltweit ersten ihrer Größenordnung zählen wird. Durch die Reduzierung der CO2-Emissionen des Standorts um 220 000 Tonnen trägt das Projekt zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der Industrie am Unterlauf der Seine bei. Außerdem wird es die jährliche Einsparung von 50 000 Tonnen Erdgas ermöglichen, die durch kohlenstoffarmen Strom aus Kernkraft und erneuerbaren Energiequellen ersetzt werden. Das Projekt wird somit den Bedarf Frankreichs an fossilen Energieträgern reduzieren und zu unserer Energieautonomie beitragen.

Dieses von Air Liquide getragene Projekt ist eines der 15 französischen Projekte, die für das IPCEI Wasserstoff ausgewählt und an die Europäische Kommission übermittelt wurden: Der Staat hat Vorkehrungen getroffen, das Projekt gemeinsam mit seinen Partnern zu unterstützen, sobald die Förderung zugesagt wurde, indem er die für seine Umsetzung erforderliche Finanzausstattung bereit hält. Insgesamt können nach Abschluss der Prüfung durch die Dienststellen der Europäischen Kommission öffentliche und private Investitionen in Höhe von über 7 Milliarden Euro getätigt werden.

Darüber hinaus werden derzeit mit allen Teilnehmerstaaten neue Projektreihen vorbereitet, die in den kommenden Monaten die europäischen Ambitionen des IPCEI im Bereich Wasserstoff untermauern werden. Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen all dieser Projekte kommen für Europa zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da seine Wirtschaft mit großen geopolitischen und ökologischen Herausforderungen konfrontiert ist.

Quelle: Pressemitteilung der französischen Regierung

https://www.gouvernement.fr/france-2020-bruno-le-maire-annonce-les-15-projets-francais-selectionnes-pour-le-piiec-hydrogene