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Bedeutende Fortschritte beim Kernfusionsprojekt #ITER im südfranzösischen Cadarache

ITER ist heute das größte wissenschaftliche Projekt der Welt. In den letzten Monaten wurden mehrere Komponenten dieses Versuchsreaktors vom Typ “Tokamak” aus Indien, China, Japan, Südkorea und Italien an den französischen Standort Cadarache geliefert, so dass ein Montageverfahren eingeleitet werden konnte, das bis zu fünf Jahre dauern könnte. Die Eröffnung dieses Montageverfahrens wird von Emmanuel Macron in einer aufgezeichneten Botschaft sowie von Vertretern der 35 Mitgliedstaaten eröffnet werden.

Bedeutende Fortschritte beim Kernfusionsprojekt #ITER im südfranzösischen Cadarache


Der internationale thermonukleare Versuchsreaktor ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor) ist ein Projekt für einen zivilen Kernfusionsforschungsreaktor vom Tokamak-Typ in Cadarache (Bouches-du-Rhône). Das Forschungsprojekt ist Teil eines langfristigen Ansatzes, der auf die Industrialisierung der Kernfusion abzielt. Sie umfasst fünfunddreißig Länder: die Länder der Europäischen Union sowie Indien, Japan, China, Russland, Südkorea, die Vereinigten Staaten und die Schweiz.
Der gigantische Reaktor wird es ermöglichen, die Wasserstoff-Fusionsreaktion zu reproduzieren, die natürlich im Inneren der Sonne abläuft: Konkret wird diese Fusion erreicht, indem eine Mischung aus zwei Wasserstoffisotopen, die in ein Plasma umgewandelt werden, auf eine Temperatur von etwa 150 Millionen Grad gebracht wird.
Die bei dieser Fusion entstehenden schnellen Neutronen erzeugen in den Absorberplatten (blankets) Wärme, die durch einen Druckwasserkreislauf abgeführt wird, um dann in Form von Dampf eine Turbine zu speisen und am Ende der Kette Strom zu erzeugen.
Letztendlich wird die Wasserstofffusion eine sichere und saubere Energiequelle sein, die es ermöglichen wird, auf fossile Brennstoffe sowie auf Kernspaltungsreaktoren zu verzichten.
Die Iter-Baustelle, eine der größten in Europa, erstreckt sich über fast 42 Hektar und hat seit ihrem Beginn im Jahr 2010 2.300 Arbeiter beschäftigt. Die Kosten des Projekts werden auf fast 20 Milliarden Euro geschätzt. Die erste Stromeinspeisung aus einem Fusionsreaktor wird nicht vor 2060 erwartet.

Quelle : COE https://www.connaissancedesenergies.org/afp/debut-mardi-de-lassemblage-du-reacteur-fusion-du-projet-iter-200727-0
Weitere Information :
https://www.iter.org/
https://www.youtube.com/watch?v=2-7GyVLKE6A&feature=youtu.be