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Das CNRS baut seine Laborkapazität im Bereich Nanowissenschaften weiter aus

Das französische Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) hat zwei neue Gebäude mit in Europa einzigartigen Eigenschaften und Ausrüstungen eröffnet. Bereits am 12. April 2013 wurde in Grenoble beim Institut Néel das Gebäude “Nanosciences” eingeweiht , das die Laborfläche um 2.600 m2 erweitert.


Das französische Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) hat zwei neue Gebäude mit in Europa einzigartigen Eigenschaften und Ausrüstungen eröffnet. Bereits am 12. April 2013 wurde in Grenoble beim Institut Néel das Gebäude “Nanosciences” eingeweiht [1], das die Laborfläche um 2.600 m2 erweitert. Am 18. Juni 2013 hat das Zentrum für Materialentwicklung und Strukturstudien (CEMES) das umgebaute Picolab seiner Bestimmung übergeben.

 

Die beiden vom CNRS eröffneten Laborgebäude sind so konstruiert, dass die Geräte, mit denen Materialeigenschaften auf atomarer Ebene untersucht werden, nicht durch Vibrationen beeinflusst werden. Sie sind staubfreie Reinsträume. Das Nanosciences-Gebäude in Grenoble ist darüber hinaus unempfindlich gegen elektrische, akustische und magnetische Störungen und besitzt spezifische Temperatur- und Luftfeuchtigkeits-Charakteristika. Die aus regionalen Quellen erbrachten Investitionen in Höhe von rund 17 Mio. Euro erlauben fortan Untersuchungen auf höchstem Niveau auf so unterschiedlichen Gebieten wie der Quanteninformatik, dem Kristallwachstum, der Optik, der Mikroskopie und der Nanofabrikation.

 

Das Picolab des CEMES in Toulouse wurde um 2.500 m2 erweitert und ist mit einem weltweit einzigartigen Hitachi Transmissionselektronenmikroskop I2TEM ausgestattet; es erreicht eine Auflösung von 80 Pikometern. Die Investitionen in Höhe von 18 Mio. Euro wurden aus regionalen Mitteln und einer Förderung durch die EU erbracht. Drei Arbeitsgruppen werden Materialeigenschaften und Prozesstechniken untersuchen:

 

  • ·         Nanomaterialgruppe – nMat: Diese pluridisziplinäre Gruppe beschäftigt sich mit der Erarbeitung neuer Strukturen sehr kleiner Dimensionen, für die Elementarprozesse ihrer Entstehung, für ihre physikalisch-chemische und strukturelle Charakterisierung sowie für ihre physikalischen, elektrischen, magnetischen, optischen und tribologischen Eigenschaften.
  • Nanowissenschaftsgruppe – GNS; diese multidisziplinäre Gruppe untersucht Materialeigenschaften im Nanometer-/Pikometer-Maßstab, um molekulare Baugruppen herzustellen, abzubilden und zu studieren. Sie entwickelt synthetische Wege zu diesen Nanomaschinen mit allen modernen Nano-Kommunikationstechniken (ultimative Spektroskopie, Manipulation von Atomen und Molekülen, UHV Nanolithographie etc.)
  • Gruppe für kristalline Materialien unter Druck – MC2; diese Gruppe arbeitet an der Entschlüsselung der zugrundeliegenden Mechanismen, die sich bei Belastungsanpassungen abspielen, wenn Materialien internem oder von außen appliziertem Druck ausgesetzt sind.

 

 

 

[1] siehe Artikel zum Néel-Institut Grenoble – Einweihung des Gebäudes für Nanowissenschaften – 25.04.2013 – https://www.wissenschaft-frankreich.de/de/nanotechnologie/neel-institut-grenoble-einweihung-des-gebaudes-fur-nanowissenschaften/

 

 

Quelle: Kooperation International – 25.06.2013 – http://www.kooperation-international.de/detail/info/das-centre-national-de-la-recherche-scientifique-cnrs-baut-seine-laborkapazitaet-im-bereich-nanow.html

 

Redakteur: Dr. rer. nat Bernd Kramer, DFGWT – Deutsch-Französische Gesellschaft für Wissenschaft und Technologie e. V.