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Das Naturhistorische Museum in Wien zeigt als Weltpremiere die ältesten Fossilien makroskopisch-mehrzelligen Lebens

Im Jahr 2010 schlug ein Bericht aus dem Fachjournal Nature ein wie eine Bombe. In 2,1 Milliarden Jahre alten Tonschiefern aus Gabun fand der marokkanisch-französische Geologe Abderrazak El Albani von der Universität Poitiers und dem CNRS (nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung) die ältesten Fossilien von komplexen, kolonialen Lebewesen. Unter der Leitung von Professor El Albani wurden diese außergewöhnlichen Fossilien von einem internationalen Team untersucht.


Im Jahr 2010 schlug ein Bericht aus dem Fachjournal Nature ein wie eine Bombe. In 2,1 Milliarden Jahre alten Tonschiefern aus Gabun fand der marokkanisch-französische Geologe Abderrazak El Albani von der Universität Poitiers und dem CNRS (nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung) die ältesten Fossilien von komplexen, kolonialen Lebewesen. Unter der Leitung von Professor El Albani wurden diese außergewöhnlichen Fossilien von einem internationalen Team untersucht.

 

Die sensationelle Entdeckung veränderte unser Verständnis der Evolution des Lebens fundamental und verschob den bekannten Beginn der makroskopischen Mehrzelligkeit um mehr als 1,5 Milliarden Jahre.

 

Trotz ihrer Bedeutung für die Evolution des Lebens waren die Fossilien aus Gabun bisher noch nie öffentlich zugänglich. Das Naturhistorische Museum in Wien gibt nun vom 12. März bis zum 30. Juni 2014 erstmals einen Einblick in die Welt der Gabonionta. Ermöglicht wurde die Ausstellung dank der Kooperationsbereitschaft von Prof. Dr. Abderrazak El Albani von der Universität Poitiers-CNRS, und durch Vermittlung von Dr. Jean-Luc Steffan, dem Attaché für Wissenschafts- und Hochschulkooperation der Französischen Botschaft in Wien.

 

In zwei Vitrinen werden in Saal 6 die am besten erhaltenen Objekte präsentiert, um die Vielfalt dieses ältesten bekannten komplexen Ökosystems zu dokumentieren. Videos zeigen virtuelle 3D-Rekonstruktionen mehrerer Individuen. Diese Animationen basieren auf Micro-CT-Daten und erlauben sensationelle Einblicke in den Innenaufbau der Organismen. Wer vertiefende Informationen sucht, findet diese in einem 40-minütigen Film der Universität Poitiers, in dem neben Interviews mit Fachleuten auch Aufnahmen der Fundstelle zu sehen sind. Der Film wurde von Studierenden des Institutes für Translationswissenschaft der Universität Innsbruck unter der Leitung von Mag. Martina Mayer aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt und anschließend mit Hilfe zahlreicher Freiwilliger ebenfalls an der Universität Innsbruck in deutscher Fassung vertont. Dieses Übersetzungsprojekt wurde unter der Schirmherrschaft des Frankreich-Schwerpunkts der Universität Innsbruck und in Kooperation mit der Französischen Botschaft in Wien bzw. dem Institut français de Vienne durchgeführt.

 

Die Ausstellung wird von Mitarbeitern der Geologisch-Paläontologischen Abteilung des NHM gemeinsam mit Prof. Dr. Abderrazak El Albani kuratiert.

 

 

Quelle: Naturkunde Museum Wien

http://www.nhm-wien.ac.at/jart/prj3/nhm/main.jart?content-id=1278490688280&rel=de&reserve-mode=active&detail_so=yes&sfe=vorschau&tid=1389699849312

 

Kontakt: Doz. Dr. Mathias Harzhauser

Head of Department

Geological-Paleontological Department

Natural History Museum Vienna

Burgring 7 – 1010 Wien – Österreich

http://www.nhm-wien.ac.at/mathias_harzhauser

mathias.harzhauser@nhm-wien.ac.at

Tel.: 0043-1-52177-250