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Die dritte Phase der Pôles de compétitivité – ein Schritt zur Re-Industrialisierung Frankreichs

Die drei Ministerien für die Belebung der Produktion, für die Gleichstellung der Gebiete und das Wohnungswesen sowie für Hochschulen und Forschung haben am 9. Februar 2013 eine Mitteilung zur dritten Phase der Pôles de compétitivité (Kompetenzzentren) veröffentlicht. Der im November 2012 verabschiedete nationale Pakt für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung hatte die Innovation sowie einen umfangreichen Zuwachs an der Zahl von Unternehmen in das Zentrum der Regierungsstrategie für die Wiederbelebung des Landes gesetzt. Er hatte eine neue Phase der Entwicklung für die Pôles de compétitivité angekündigt, die das Vorhaben, im Rahmen ihrer Projekte entstandene innovative Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, besser berücksichtigen sollten.


Die drei Ministerien für die Belebung der Produktion, für die Gleichstellung der Gebiete und das Wohnungswesen sowie für Hochschulen und Forschung haben am 9. Februar 2013 eine Mitteilung zur dritten Phase der Pôles de compétitivité (Kompetenzzentren) veröffentlicht. Der im November 2012 verabschiedete nationale Pakt für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung hatte die Innovation sowie einen umfangreichen Zuwachs an der Zahl von Unternehmen in das Zentrum der Regierungsstrategie für die Wiederbelebung des Landes gesetzt. Er hatte eine neue Phase der Entwicklung für die Pôles de compétitivité angekündigt, die das Vorhaben, im Rahmen ihrer Projekte entstandene innovative Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, besser berücksichtigen sollten.

 

Die Pôles de compétitivité, die ein bedeutender Akteur bei französischen Innovationsmaßnahmen und in einer großen Zahl von Industriesektoren aktiv sind, sind Vereinigungen, die regional innovierende Unternehmen aller Größenordnungen und Akteure des Bildungs- und Forschungsbereiches im Rahmen von Kooperationsprojekten vereinen; sie stützen sich dabei auf die Stärken der Regionen und das dort vorhandene Know-how.

 

Der neue Ehrgeiz der Pôles soll darin bestehen, sich mehr den Wirtschaftsabläufen und der Beschäftigung zuzuwenden, um sich intensiver bei der Strukturierung der Industriebranchen einzubringen und sich für die Re-Industrialisierung Frankreichs einzusetzen. Frankreich hatte jüngst die Notwendigkeit formuliert, verstärkt und zusammen mit europäischen Partnern in Schlüsseltechnologien zu investieren. Eine begleitende Umfrage durch das französische Zentrum für strategische Analyse beim Premierminister, das Institut Montaigne und die Zeitschrift Les Echos hatte erbracht, dass 78% der befragten Franzosen – gleichmäßig verteilt über alle Altersgruppen und Sektoren – eine Re-Industrialisierung Frankreichs als möglich und wünschenswert erachten.

 

Die Pôles sollen die kleinen und mittleren, innovativen Unternehmen von der Forschung und Entwicklung bis zur Vermarktung ihrer Produkte wirksamer begleiten, wobei sie sich auf ein erneuertes Steuerungssystem stützen können, das den Staat, die Regionen und die Großstädte verbindet. Sie nehmen damit an der Stärkung der Gebiete im Einklang mit den regionalen Strategien der Wirtschaftsentwicklung teil.

 

Jeder Pôle wird dem neugegründeten nationalen Industrierat in einem Entwurf seine technologischen und innovativen Ziele sowie Zielmärkte vorlegen. Der Entwurf soll quantifizierte und allgemeine Ziele umfassen, die mit Nachdruck verfolgt und deren wirtschaftliche Ergebnisse evaluiert werden sollen.

 

Die Pôles werden enge Bindungen mit den Akteuren des Technologietransfers und der Innovationsförderung eingehen, insbesondere mit den technologischen Plattformen, und werden somit den Unternehmen ermöglichen, ihr Wachstum durch Innovation zu beschleunigen.

 

Die Begleitung der kleinen und mittleren Unternehmen wird in Verbindung mit den Regionen in vier Hauptbereichen vorgesehen: Zugang zu finanziellen Mitteln (Investitionen), Internationalisierung, Zugang zu Kompetenzen und Beratung. Diese Dienstleistungen werden zusammen mit den Akteuren der jeweiligen Region umgesetzt, insbesondere der Öffentlichen Investitionsbank.

 

Die Pôles de competitivité verstärken die Beziehungen zwischen KMUs und Konzernen und legen ein besonderes Augenmerk auf die Einkäufe, Unteraufträge, die Vermarktung und Exportbegleitung. Sie achten auf eine stärkere Einbindung der Bildungsverantwortlichen, um das Bildungsangebot besser an den Bedarf der Unternehmen in der jeweiligen Region anzupassen.

 

Die Pôles mit der stärksten strategischen Ausrichtung – maximal rund zwanzig – sollen es Frankreich ermöglichen, sich im internationalen Maßstab in Spitzensektoren zu positionieren, in denen das französische Know-how anerkannt ist. Sie werden aktiv zur Attraktivität Frankreichs beitragen und werden dabei durch die französische Diplomatie unterstützt.

 

Schließlich werden die Zukunftsinvestitionen von 2013 an mobilisiert, um die Industrialisierung der Pôle-Projekte zu unterstützen.

 

Die Zielsetzungen werden jeweils in einem individuellen Leistungsvertrag für sechs Jahre festgeschrieben, der Rücksicht auf die Ziele und das Potenzial jedes Pôle nehmen wird. Die Leistungsverträge werden vor Ende Juni 2013 unterzeichnet, eine Zwischenbilanz wird nach drei Jahren gezogen.

 

 

Quelle: Artikel von Kooperation-International – 15.02.2013 – http://www.kooperation-international.de/detail/info/die-dritte-phase-der-poles-de-competitivite-ein-schritt-zur-re-industrialisierung-frankreichs.html

 

Redakteur:  Dr. rer. nat Bernd Kramer, DFGWT – Deutsch-Französische Gesellschaft für Wissenschaft und Technologie e. V.