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Die öffentliche Forschung unterstützt KMU im Bereich Biotechnologien

Dank der öffentlichen Forschung sollen Dienstleistungsunternehmen, die im Bereich Biotechnologien tätig sind, in Frankreich künftig größere Tätigkeitsfelder geboten werden. Das zumindest erwartet sich die französische Vereinigung der Dienstleistungs- und Innovationsunternehmen im Bereich Lebenswissenschaften (Afssi [1]) von dem Partnerschaftsabkommen, das sie mit “Inserm Transfert”, dem Unternehmen für den Technologietransfer des französischen Instituts für Gesundheitswesen und medizinische Forschung (Inserm), unterzeichnet hat.


Dank der öffentlichen Forschung sollen Dienstleistungsunternehmen, die im Bereich Biotechnologien tätig sind, in Frankreich künftig größere Tätigkeitsfelder geboten werden. Das zumindest erwartet sich die französische Vereinigung der Dienstleistungs- und Innovationsunternehmen im Bereich Lebenswissenschaften (Afssi [1]) von dem Partnerschaftsabkommen, das sie mit “Inserm Transfert”, dem Unternehmen für den Technologietransfer des französischen Instituts für Gesundheitswesen und medizinische Forschung (Inserm), unterzeichnet hat.

 

Bewertet “Inserm Transfert” Forschungsprojekte als interessant für die Verwertung auf industrieller Ebene, vergeht im Allgemeinen noch viel Zeit bis sich ein Pharmalabor dafür interessiert bzw. sich ein Start-Up Unternehmen ausgründet. Das neue Abkommen soll dies nun beschleunigen. Dieser ″Reifeprozess″ von Projekten bedarf gewisser Fachkompetenzen, die eher außerhalb der akademischen Welt zu finden sind. “In Frankreich gibt es bereits ein Netzwerk von KMU, die beispielsweise dazu in der Lage sind, Diagnose-Instrumente herzustellen oder Verfahren für die Industrialisierung der Produktion von Antikörpern oder von Darreichungsformen für Bio-Produkte zu entwickeln”, erklärt Claude-Alain Cudennec, Generalbeauftragter der Afssi.

 

Das Abkommen, dem eine vermittelnde Rolle zukommt, soll es dem Inserm erleichtern, die relevantesten Ansprechpartner auf nationaler Ebene zu finden. Entsprechen diese den geforderten Kriterien, wird ein Vertrag mit “Inserm Transfert” geschlossen, sobald das Forschungsprojekt die technische Reife erlangt hat. Das Abkommen zwischen der Afssi und “Inserm Transfert” wurde im Rahmen des künftigen europäischen Rahmenprogramms für Forschung “Horizont 2020” unterzeichnet, das auf eine engere Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und öffentlicher Forschung abzielt. Durch “Inserm Transfert” erhalten die Afssi-Unternehmen einen privilegierten Zugang zu dem Programm.

 

[1] Insgesamt sind rund 300 Dienstleistungs- und Innovationsunternehmen im Bereich Lebenswissenschaften Mitglieder der Afssi. Ihr Jahresumsatz beträgt 834 Millionen Euro und sie beschäftigen 9.400 Angestellte.

 

 

Quelle:

Artikel aus der Tageszeitung Les Echos – 20.09.2013 – http://www.lesechos.fr/entreprises-secteurs/innovateurs/0203012996428-l-afssi-mise-sur-la-recherche-publique-607335.php

 

Redakteurin: 

Elodie Parisot, elodie.parisot@diplomatie.gouv.fr