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Erneuerbare Energien: Die Entwicklung von Offshore-Windparks wird beschleunigt

Frankreich hat sich im Rahmen des Umweltgipfels Grenelle de l’environnement (2007) dazu verpflichtet, bis 2020 23% seines Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien zu decken. Dafür setzt es unter anderem auf das Potential der Meeresenergie, insbesondere der Windkraftanlagen. 2011 wurde ein entscheidender Schritt hin zur Errichtung von Offshore-Windparks gemacht.


 

Frankreich hat sich im Rahmen des Umweltgipfels Grenelle de l’environnement (2007) dazu verpflichtet, bis 2020 23% seines Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien zu decken. Dafür setzt es unter anderem auf das Potential der Meeresenergie, insbesondere der Windkraftanlagen. 2011 wurde ein entscheidender Schritt hin zur Errichtung von Offshore-Windparks gemacht.

 

Um die Entstehung der ersten Parks zu beschleunigen, hat Frankreich im Juli 2011 ein neuartiges Programm zur Offshore-Windkraft ins Leben gerufen. „Unser Ziel ist es, in diesem Bereich weltweit an der Spitze zu stehen. Dazu haben wir die Kapazitäten“, so Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet.

 

Das Ziel: 1200 Offshore-Windkraftanlagen bis 2020

 

Nach dem neuen Programm sollen bis 2020 1200 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 6 GW entstehen. Diese sollten 3,5 % des Elektrizitätsverbrauchs des Landes decken und so über 4,5 Millionen Haushalte versorgen.

 

Diese Maßnahme ist Teil des Programms zur Entwicklung Erneuerbarer Energien, der beim Grenelle de l’environnement verabschiedet wurde. Ziel dieses Programms ist es, nicht fossile Energien (Windkraft, Solarenergie, Erdwärme usw.) zu fördern, damit diese bis 2020 23% des Energieverbrauchs decken können (im Vergleich zu 10,5% 2005). Der Bau der Offshore-Windkraftanlagen wird einen signifikanten Beitrag zur Umsetzung dieses Programms leisten.

 

Frankreich hat in dieser Hinsicht beachtliche Vorzüge. Mit 11 Millionen km² Meeresfläche verfügt es über eines der größten Potentiale an maritimen Energien weltweit. Außerdem hat Frankreich ein solides Netzwerk aus Industrie und Wissenschaft in den Bereichen Meer und Energie, das bereit ist, in diesem Bereich tätig zu werden.

 

Erste Ausschreibung in Höhe von 10 Milliarden Euro

 

Schätzungsweise könnten durch die Umsetzung des Programms zur Offshore-Windkraft rund 10.000 Stellen geschaffen werden. Der so entstehende Markt ist tatsächlich besonders geeignet für die Weiterentwicklung von Aktivitäten im Hafengebiet, von Werften und von maritimer Industrie. Das so gewonnene Know-How kann auch ins Ausland exportiert werden.

 

Um die Entstehung umfangreicher Industrieprojekte zu fördern, sieht das Programm eine Reihe von Ausschreibungen vor. Die erste, eine Investition in Höhe von 10 Milliarden Euro, wurde im Juli 2011 initiiert. Sie soll den Bau, die Instandsetzung und die Nutzung von 500 bis 600 Windkraftanlagen – also die Hälfte der insgesamt geplanten Anlangen – in fünf Gebieten ermöglichen:

 

–       Le Tréport (Seine-Maritime-Somme),

–       Fécamp (Seine-Maritime),

–       Courseulles-sur-Mer (Calvados),

–       Saint-Brieuc (Côtes d’Armor),

–       Saint-Nazaire (Loire-Atlantique).

 

Quelle: offizielles Portal des französisches Premierminister

 

Weitere Information: http://www.premier-ministre.gouv.fr/gouvernement/le-developpement-des-eoliennes-en-mer-va-s-accelerer