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F&E stärken die Wettbewerbsfähigkeit

“Die Partnerschaften zwischen der öffentlichen Forschung und der Industrie tragen wesentlich zu Innovationen und somit zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes bei”. Für Claude Bertrand, Vorsitzender der Allianz für Forschung und Innovation von Unternehmen aus dem Gesundheitswesen (Ariis) und Forschungsdirektor der französischen Pharmagruppe Ipsen, gibt es keinen Zweifel: die französischen Akteure der öffentlichen und privaten Forschung müssen zusammenarbeiten, wenn Frankreich seinen Platz im globalen Wettbewerb behalten will.


“Die Partnerschaften zwischen der öffentlichen Forschung und der Industrie tragen wesentlich zu Innovationen und somit zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes bei”. Für Claude Bertrand, Vorsitzender der Allianz für Forschung und Innovation von Unternehmen aus dem Gesundheitswesen (Ariis) und Forschungsdirektor der französischen Pharmagruppe Ipsen, gibt es keinen Zweifel: die französischen Akteure der öffentlichen und privaten Forschung müssen zusammenarbeiten, wenn Frankreich seinen Platz im globalen Wettbewerb behalten will. Zur bekannten Konkurrenz kommen künftig noch drei weitere Länder hinzu: China, Indien und Brasilien. Der ständige Wettlauf um Innovationen steht jedoch erst am Anfang: “In China arbeiten derzeit eine Million Forscher, vier Millionen sollen es werden, und in Indien sind 700.000 Forscher beschäftigt, deren Zahl soll auf drei Millionen steigen “, so der Abgeordnete Jean-Yves Le Déaut.

 

In einem kürzlich vorgelegten Bericht fassen die Abgeordneten Claude Birraux und Jean-Yves Le Déaut die neuen Entwicklungen in Forschung und Innovation anhand einiger Zahlen zusammen: mehr als 10 Millionen Forscher weltweit (doppelt so viele wie vor 15 Jahren), 15.000 veröffentlichte wissenschaftliche Artikel pro Tag, 7,8 Millionen aktive Patente (von denen sich nur 1% als profitabel erweist). Keines der 25 in Frankreich meist verkauften High-Tech-Produkte wird im Land selbst entwickelt oder produziert. Noch vor Kurzem galt dies nur für 40% der Alltagsprodukte. Frankreich fehlt eine Risikokultur, was besonders den Start-Up-Unternehmen den Zugang zum Risikokapital erschwert und somit die gesamte Innovationskette gefährdet.

 

Die Zahl der Arbeitsplätze und die Investitionen im öffentlichen und privaten Bereich steigen jährlich in fast allen Ländern. Allein in diesem Jahr wird weltweit 1 Billion Dollar in die Forschung und Entwicklung investiert. Innovationen basieren auf einer leistungsfähigen, oft aus öffentlichen Mitteln finanzierten Grundlagenforschung. Die Wirtschaft macht sich diese zunutze, um marktfähige Produkte zu entwerfen und zu produzieren. Die ganze Welt ist auf der Suche nach dem großen Durchbruch, der revolutionären Technologie, die ihrem Erfinder für mehrere Jahre einen wichtigen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten sichert.

 

Das Streben nach öffentlich-privaten Partnerschaften wird besonders im Bereich der Lebenswissenschaften deutlich. Angesichts der hohen Kosten zur Abdeckung der gesamten Forschungsaktivitäten sind die Unternehmen auf Unterstützung angewiesen.

 

Das französische Forschungs- und Innovationssystem befindet sich derzeit in der Umstrukturierung und wird sich schnell an die neuen Regeln anpassen müssen. Laut der aktuellen Ariis-Umfrage dauert die Unterzeichnung eines Partnerschaftsabkommens zwischen zwei französischen Akteuren 7,2 Monate und über 12 Monate, wenn eine Zusammenarbeit zwischen vier oder mehr Partnern angestrebt wird. “Im MIT wird ein Abkommen in wenigen Tagen unterschrieben”, erklärt José-Alain Sahel, Präsident des Institut de la Vision in Paris. Die Verwaltung sei zu detailorientiert: “Es werden Verwaltungsstrukturen geschaffen, in die die Projekte sich einfügen müssen. Wir sollten es genau umgekehrt machen”.

 

 

Quelle: Artikel aus Les Echos – 02.04.2012 – http://www.lesechos.fr/entreprises-secteurs/innovation-competences/sciences/0201977381178-quand-la-r-d-booste-la-competitivite-308184.php

 

Redakteurin:

Elodie Parisot, elodie.parisot@diplomatie.gouv.fr

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