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Frankreich beschließt Zehnjahresplan zur Krebsbekämpfung

Am Donnerstag, den 4. Februar 2021, stellte der französische Staatspräsident anlässlich des Weltkrebstages die Zehnjahresstrategie zur Krebsbekämpfung 2021-2030 vor. Diese Strategie wird vom Institut national du cancer koordiniert und verfügt für ihre erste Roadmap 2021-2025 über ein Budget von 1,74 Mrd. €, d. h. eine Steigerung um 20 % gegenüber dem Krebsplan 2014-2019. Dies ist der vierte Krebsplan, der von der französischen Regierung auf den Weg gebracht wird.

Frankreich beschließt Zehnjahresplan zur Krebsbekämpfung

Die Strategie hat vier Hauptziele:

– die Zahl der vermeidbaren Krebserkrankungen bis 2040 durch Prävention um 40 % pro Jahr zu reduzieren;

– ab 2025 eine Million Menschen mehr pro Jahr zu screenen (9 Millionen Screenings werden jedes Jahr durchgeführt);

– den Anteil der Patienten, die 5 Jahre nach der Diagnose unter Nachwirkungen leiden, von zwei Dritteln auf ein Drittel zu reduzieren;

– die Überlebensrate für die Krebsarten mit der schlechtesten Prognose bis 2030 zu verbessern.

Um diese Ziele zu erreichen, konzentriert sich die Strategie auf vier Hauptbereiche:

1.         Verbesserung der Prävention, sowohl primäre als auch sekundäre

2.         Begrenzung der Nachwirkungen und Verbesserung der Lebensqualität der Patienten,

3.         Bekämpfung von Krebserkrankungen mit schlechter Prognose bei Erwachsenen und Kindern,

4.         Sicherstellen, dass der Fortschritt in der Krebsbekämpfung allen zugutekommt.

Diese französische Strategie ist Teil des europäischen Plans zur Krebsbekämpfung, der von der Europäischen Kommission am 3. Februar angekündigt wurde und in dessen Rahmen 4 Milliarden Euro an die Mitgliedstaaten gezahlt werden, um sie im Kampf gegen Krebs zu unterstützen.

Auf europäischer Ebene werden zahlreiche Initiativen zur Vorbeugung, verbesserten Diagnose und Behandlung, zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten und zur Unterstützung der Forschung ergriffen. Insbesondere sieht der Plan die Einrichtung eines Krebs-Wissenszentrums vor, das helfen soll, krebsbezogene wissenschaftliche Initiativen auf EU-Ebene zu koordinieren. Besonderes Augenmerk wird auf Kinder gelegt, durch den Start der Initiative “Hilfe für Kinder mit Krebs”. Eine Screening-Initiative wird ebenfalls von der EU finanziert, um die Erkennungsrate zu verbessern.

Quelle: Pressemiteilung des französischen Ministeriums für Hochschulen, Forschung und Innovation