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Frankreich erwirbt neuen #Supercomputer im Rahmen der #KI-Strategie „AI for Humanity“

Am 8. Januar 2019 fand unter Vorsitz der Ministerin für Hochschulen und Forschung, Frédérique Vidal, und in Anwesenheit von Philippe Lavocat, CEO von GENCI [1], Gilles Thiebault, CEO von H.P.E. Frankreich, und Antoine Petit, CEO des CNRS [2], die Vertragsunterzeichnung für den Erwerb eines der leistungsfähigsten Supercomputer Europas statt.

Frankreich erwirbt neuen #Supercomputer im Rahmen der #KI-Strategie „AI for Humanity“

Der Anfang 2019 im Rechenzentrum CNRS IDRIS [3] in Saclay installierte und von GENCI finanzierte Supercomputer mit einer Rechenleistung von mehr als 14 Petaflops/s (14 Millionen Rechenoperationen pro Sekunde) wird die traditionellen Nutzungsformen des Hochleistungsrechners auf neue Anwendungen der künstlichen Intelligenz ausweiten. Er wird mehr als tausend spezialisierte Prozessoren, genannt GPU, umfassen.

Der Erwerb dieses neuen Supercomputers ist Teil der nationalen Forschungsstrategie für künstliche Intelligenz, die von der Regierung Ende November 2018 vorgestellt wurde und die darauf abzielt, Frankreich zum europäischen Marktführer in der Forschung für künstliche Intelligenz zu machen.

Darüber hinaus hat GENCI ein neues Verfahren festgelegt, um den Zugang zum Computer für die gesamte Forschungsgemeinschaft im Bereich künstliche Intelligenz zu erleichtern: Es wird 2019 eingeführt und wird insbesondere sofort verfügbare Rechenressourcen bereitstellen.

Der Erwerb des Computers ist ein wichtiger Bestandteil der nationalen HPC-Infrastrukturstrategie. Er wird die verfügbaren Rechenressourcen für die numerische Simulation verdoppeln, die über die künstliche Intelligenz hinaus für die meisten wissenschaftlichen Bereiche und für so unterschiedliche Sektoren wie die Luftfahrt, die Automobilindustrie, die Energiewirtschaft, Klimasimulationen und Wettervorhersagen, Materialien, Biologie und Gesundheit, Sicherheit und Verteidigung von großer Bedeutung ist.

Die nationale Strategie für eine Supercomputer-Infrastruktur ist mit der europäischen Strategie verknüpft. In diesem Zusammenhang plant Frankreich, sich bis 2022 für den Betrieb eines der sogenannten europäischen Exascale-Rechner (1 Milliarde Rechenoperationen pro Sekunde) zu bewerben, die von der Europäischen Kommission im Rahmen der gemeinsamen Initiative Euro-HPC – zu der die Europäische Kommission und 25 Länder gehören – kofinanziert werden. Dies entspricht einer Investition von über 320 Millionen Euro, von denen die Hälfte in die Entwicklung der künstlichen Intelligenz fließen wird.

 

[1] französische Einrichtung für Hochleistungsrechnen – GENCI

[2] französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung – CNRS

[3] Institut für Entwicklung und IT-Ressourcen des CNRS – IDRIS

 

Quelle: Pressemitteilung des französischen Ministeriums für Hochschulen und Forschung (MESRI), „Signature du marché d’acquisition d’un des supercalculateurs les plus puissants d’Europe“, 08.01.2019 http://www.enseignementsup-recherche.gouv.fr/cid137733/signature-du-marche-d-acquisition-de-l-un-des-supercalculateurs-les-plus-puissants-d-europe.html

 

Redakteurin: Philippine Régniez, philippine.regniez[at]diplomatie.gouv.fr – 10.01.2019 –

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