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Frankreich immer attraktiver für internationale Studierende

Internationale Studierende sind nach einer aktuellen Studie sehr zufrieden mit ihrem Studien-Aufenthalt in Frankreich. Hierbei konnte sich das Land in den letzten Jahren in fast allen Bereichen verbessern.


Im Auftrag von Campus France wurden 14.245 Studierende aus 161 Ländern befragt, die einen Studienaufenthalt in Frankreich planen, ihn gerade durchführen oder bereits beendet haben. 2011 und 2013 wurde bereits eine ähnliche Befragung durchgeführt. Hierbei hat sich die Qualität des Studienaufenthalts in fast allen Bereichen verbessert.

93 Prozent der aktuell Befragten sind oder waren mit ihrem Aufenthalt zufrieden (2011: 91 Prozent), davon die Hälfte „sehr“. Fast alle würden Frankreich für ein Studium weiterempfehlen (92 Prozent, 2011: 90 Prozent) und 64 Prozent der Befragten finden Frankreich attraktiver als vor ihrem Aufenthalt. Die meisten Personen kommen hierbei aufgrund der Qualität des Studienangebots (46 Prozent), der französischen Sprache (41 Prozent) und dem kulturellen Interesse für Frankreich (38 Prozent). In zunehmenden Maße gelingt auch die Integration im Gastland: während bei der ersten Befragung 2011 nur 60 Prozent angaben, die Integration sei leicht gewesen, waren es 2017 bereits 72 Prozent.

Fast die Hälfte der Befragten bekam für ihren Aufenthalt finanzielle Unterstützung, davon 52 Prozent durch die französische Regierung. Für drei von zehn Befragten war dies ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Studienortes.

Von weniger Befragten als in den Vorjahren aber weiterhin kritisiert werden die Verwaltungshürden (46 Prozent), hohe Mieten (44 Prozent), zu geringe Arbeitsmöglichkeiten im Anschluss (42 Prozent) sowie die hohen Lebenserhaltungskosten (39 Prozent). Die hohen Lebenserhaltungskosten und Mieten betreffen hierbei insbesondere Paris. In den Regionen besteht die Problematik weniger. Und 84 Prozent der 6.841 Studierenden, die ihr Auslandsstudium beendet hatten, wären gern beruflich in Frankreich geblieben. Jedoch haben dies nur 22 Prozent umgesetzt.

Die Studie hat ebenfalls die Meinung zu anderen Ländern abgefragt. So profitiert Frankreich ebenso wie Kanada vom Brexit und der politischen Situation in den USA. Und wie eine Studie des Instituts für internationale Bildung IEE (Institute of International Education) beispielsweise kürzlich zeigte, gab es zum Wintersemester 2017/18 erstmals seit zwölf Jahren einen Rückgang internationaler Studierender an US-amerikanischen Universitäten. Auch steigende Studienkosten in zahlreichen Ländern sind ein Vorteil für Frankreich, wo ein Großteil der Studienprogramme bis auf die Immatrikulationsgebühren weitestgehend kostenlos ist. Dennoch ist die Konkurrenz groß: 47 Prozent der Befragten haben im Vorfeld überlegt, statt nach Frankreich in ein anderes Land zu gehen (40 Prozent 2011) und zwar insbesondere nach Kanada, Großbritannien, die USA oder Deutschland.

Redaktion:  Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule