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Frankreich wählt das Projekt des EMBRC-France aus

Die Ministerin für Hochschulen und Forschung, Valérie Pécresse, und der Generalkommissar für Investitionen, René Ricol, gaben Anfang März 2011 die Ergebnisse des Projektaufrufs “Nationale Infrastruktur für Biologie und Gesundheit” des Programms Zukunftsinvestitionen bekannt.


Die Ministerin für Hochschulen und Forschung, Valérie Pécresse, und der Generalkommissar für Investitionen, René Ricol, gaben Anfang März 2011 die Ergebnisse des Projektaufrufs “Nationale Infrastruktur für Biologie und Gesundheit” des Programms Zukunftsinvestitionen bekannt. Gewinner war das Projekt des “Nationalen Zentrums für marine biologische Ressourcen”(EMBRC-France) der Universität Pierre und Marie Curie (UPMC) [1] und des CNRS [2]. Das Projekt wird von der biologischen Station in Roscoff [3] koordiniert und erhält 16 Millionen Euro über 10 Jahre.

 

Die marine Umwelt weist eine einzigartige Biodiversität auf. Eine verbesserte Kenntnis dieser Vielfalt eröffnet neue Perspektiven in zahlreichen Bereichen im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung: neue Ressourcen für die Biotechnologie, die Biomedizin, Optimierung des Artenschutzes, etc. In diesem Zusammenhang zielt das Projekt EMBRC-France darauf ab, der europäischen und der internationalen Forschungsgemeinschaft den Zugang zu den marinen Ökosystemen und damit zu den darin lebenden Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen zu ermöglichen. Diese neue Infrastruktur wird französischen und internationalen Wissenschaftlern die Möglichkeit bieten, die Zusammensetzung, das Verhalten sowie die Vielfalt mariner Organismen und Ökosysteme mit neuesten Techniken zu untersuchen. Die Forschungsfelder umfassen die Grundlagen der Biologie und Ökologie, die Ozeanographie und die Chemie von Naturstoffen.

 

Im EMBRC-France arbeiten drei französische Forschungslabore: die biologische Station in Roscoff (Bretagne), das Labor für Ozeanographie in Villefranche-sur-mer und das Labor für biologische Ozeanographie in Banyuls (beide an der Mittelmeerküste). Um der Wissenschaftsgemeinschaft den Zugang zu biologischen Modellen und dem Wissen der Meeresstationen zu ermöglichen, bereitet das EMBRC-France seine Integration in das “European Marine Biological Resource Center” (EMBRC) vor, einer neuen europäischen Infrastruktur, die zwölf europäische Laboratorien für Meeresbiologie vereint.

 

EMBRC-France ist das Ergebnis einer erfolgreichen Arbeit der Meeresstationen der UPMC und des CNRS, die Meeresbiologen aus ganz Europa zum Thema Genomik zusammengeführt haben. Die erwarteten Ergebnisse betreffen nicht nur die Forschung und Hochschulbildung im Bereich Biologie, sondern auch die Innovation (Agronomie, blaue Biotechnologie und Chemie) und den Wissenstransfer auf dem Gebiet der Biologie und der Meeresökologie.

 

[1] UPMC – Universität Pierre und Marie Curie – http://www.upmc.fr

[2] CNRS – Französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung – http://www.cnrs.fr

[3] SBR – Biologische Station in Roscoff –  www.sb-roscoff.fr

Kontakte:

– Marielle Guichoux, Biologische Station von Roscoff – Tel: +49 (0)2 98 29 23 02 – E-Mail: guichoux@sb-roscoff.fr

-Claire de Thoisy, UPMC – Tel: +49 (0)1 44 27 23 34 – E-Mail: claire.de_thoisy-mechin@upmc.fr

Quellen:

-Pressemitteilung des Portail de l’Innovation Bretagne– 15.03.2011

http://www.bretagne-innovation.tm.fr/Actualites/L-Etat-selectionne-le-projet-de-Centre-national-de-ressources-biologiques-marines

-Pressemitteilung der biologischen Station von Roscoff – 03.2011 –

http://www.insu.cnrs.fr/a3761,mois-iles-parses-reveler-secrets-recifs-coraux.html

-Pressemitteilung der UPMC- 21.03.2011-

http://www.upmc.fr/fr/salle_de_presse/communiques/embrmc.html

Redakteurin:

Myrina Meunier: myrina.meunier@diplomatie.gouv.fr