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Französische Regierung hat Kommission “Énergie 2050” zur Evaluierung aller denkbaren Szenarien eingesetzt

Die Federführung für die Betreuung der Kommissionsarbeiten liegt bei Industrieminister Eric Besson. Der Bericht der Kommission soll Anfang 2012 vorgelegt werden.

Der Kommission werden neben voraussichtlich acht Sachverständigen auch Vertreter von Umweltorganisationen und Persönlichkeiten aus dem Energiesektor angehören. Sie trat am 6.9.2011 in ihrer vorläufigen Zusammensetzung erstmals zusammen, um das methodische Vorgehen der Kommissionsarbeit zu besprechen.


 

Die Federführung für die Betreuung der Kommissionsarbeiten liegt bei Industrieminister Eric Besson. Der Bericht der Kommission soll Anfang 2012 vorgelegt werden.

 

Der Kommission werden neben voraussichtlich acht Sachverständigen auch Vertreter von Umweltorganisationen und Persönlichkeiten aus dem Energiesektor angehören. Sie trat am 6.9.2011 in ihrer vorläufigen Zusammensetzung erstmals zusammen, um das methodische Vorgehen der Kommissionsarbeit zu besprechen.

 

Der Bericht wird Anfang des Jahres 2012 Gegenstand einer gemeinsam von Industrieminister Eric Besson und Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet organisierten nationalen Energiekonferenz sein. Hier werden die Schlussfolgerungen des Berichts einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert werden.

 

In diesem Zusammenhang ist auf ein Interview hinzuweisen, das der Hohe Kommissar für Atomenergie und Erneuerbare Energien des CEA, Bernard Bigot, der Tageszeitung Le Figaro unter der Überschrift “Ohne die Kernenergie würde die Energierechnung Frankreichs explodieren” gewährt hat (Ausgabe vom 22.9.2011). Bernard Bigot legt sich darin für Frankreich auf die voraussichtliche Höhe der finanziellen Auswirkungen eines mit der energiepolitischen Entscheidung der Bundesregierung vergleichbaren Szenarios nicht fest. Er bezeichnet jedoch die Größenordnung der für Deutschland geschätzten Kosten von 250 Milliarden Euro als “vernünftig”, weist in diesem Zusammenhang aber darauf hin, dass der französische Nuklearpark mehr als dreimal so groß ist wie der deutsche, was für die Frage einer – im Augenblick rein hypothetischen – Substitution von großer Bedeutung wäre.

 

Le Figaro greift das Interview mit Bernard Bigot auf seiner Titelseite als Schlagzeile mit den Worten “Die exorbitante Rechnung eines Ausstiegs aus der Kernenergie” auf.

 

Ein gleichfalls in der Ausgabe vom 22.9.2011 veröffentlichter redaktioneller Beitrag von Le Figaro trägt die Überschrift “Der Ausstieg aus der Kernenergie würde Frankreich mindestens 750 Milliarden Euro kosten”. In dem Artikel wird weiter berichtet, AREVA habe vor der Sommerpause bei Pricewaterhouse Cooper eine Studie “Das sozio-ökonomische Gewicht der Kernenergieerzeugung in Frankreich” in Auftrag gegeben.

 

 

Quelle: Le Figaro vom 22.9.2011

 

Redakteur: Dr. Hermann Schmitz-Wenzel, DFGWT