logo

Wissenschaftsportal der Französischen Botschaft in Deutschland

mariane

“Innovative Gesellschaften” – Innovation, Wirtschaft, Lebensweisen

Die Französische Förderagentur (ANR) hat am 18. März ihr neues themenübergreifendes Programm vorgestellt und den Start des Projektaufrufs angekündigt.Das Programm „Innovative Gesellschaften“ soll Kooperationen fördern und den Vergleich von Ansätzen der verschiedenen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften mit den Problemstellungen anderer wissenschaftlicher und technologischer Bereiche vorantreiben.


Die Französische Förderagentur (ANR) hat am 18. März ihr neues themenübergreifendes Programm vorgestellt und den Start des Projektaufrufs angekündigt. Das Programm „Innovative Gesellschaften“ ist Teil der drei neuen themenübergreifenden Programme (“Kontaminanten, Umgebungen” und “ASTRID – Spezifische Begleitung von Forschungs- und Innovationstätigkeiten für  die Verteidigung”).

 

Dieses Programm soll Kooperationen fördern und den Vergleich von Ansätzen der verschiedenen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften mit den Problemstellungen anderer wissenschaftlicher und technologischer Bereiche vorantreiben. Es zielt ebenfalls auf den Ausbau von Forschungspartnerschaften zwischen der Industrie und Forscherteams der Geistes- und Sozialwissenschaft ab. Es geht dabei um die Umsetzung der systematischen Interdisziplinarität zwischen Laboren und Unternehmen verschiedenster Bereiche (IKT, Nanotechnologie, Materialwissenschaften, Energie, Transport, Wohnungswesen, Umwelt, Nahrungsmittel- und Agrarproduktion, industrielle Verfahren,…) und den Geistes- und Sozialwissenschaften, die Interesse an individuellen und sozialen Verhaltensweisen und wirtschaftlichen Modellen haben. Das Programm steht allen wissenschaftlichen Bereichen offen, unter der Bedingung, dass die gebildeten Konsortien mindestens ein Forscherteam aus dem Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften (öffentlich oder privat) einschließen.

 

Die wissenschaftlichen Zielsetzungen der Projekte können sein:

  • besseres Verständnis der Wege zur Verbreitung, Akzeptanz/ Ablehnung von Innovationen; und Untersuchung der Integration von Innovationen durch Privatpersonen, Gruppen und Gemeinschaften
  • umfassendere Analyse der neuen, aus der Krise entstandenen wirtschaftlichen und sozialen Rahmen, die Globalisierung des Austauschs und der Verfahrensweisen, die Berücksichtigung von wirtschaftlichen und energiebedingten Erfordernissen, von seltenen Primärenergieträgern und neuen Technologien
  • die Vorwegnahme struktureller Veränderungen in der Gesellschaft, der Wirtschaft sowie im individuellen und kollektiven Verhalten und die Verbesserung der Fähigkeiten zum zukunftsorientierten Nachdenken über die Modalitäten des Übergangs zu neuen Organisationsformen des gesellschaftlichen Lebens
  • Förderung der vergleichenden Ansätze zwischen Sektoren, Territorien, Ländern und Gesellschaften sowie des temporalen und internationalen Vergleichs;
  • Förderung potentieller Forschungsprojekte mit Unternehmen, die insbesondere Teams der Geistes- und Sozialwissenschaften einschließen.

 

Das Programm ist um 4 Themenbereiche strukturiert:

  • Innovationen und Repräsentationen
  • Innovationen, soziale Veränderungen und Lebensweisen
  • Innovationen und Wirtschaftsmodelle
  • Konfigurationen, Akteure, Dynamik

Quelle:

“Sociétés innovantes – Innovation, économie, modes de vie”, Pressemitteilung der ANR – 18.03.2011 http://www.agence-nationale-recherche.fr/programmes-de-recherche/appel-detail/societes-innovantes-innovation-economie-modes-de-vie-2011/

Redakteur:

Etienne Balli, etienne.balli@diplomatie.gouv.fr