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Mehr Unterstützung für Photovoltaik –Industrieziele werden erhöht

Die Ministerin für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie, Ségolène Royal, versprach der Photovoltaik-Branche mehr Unterstützung und erhöhte die für die Industrie festgelegten Ziele.


Die Ministerin für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie, Ségolène Royal, versprach der Photovoltaik-Branche mehr Unterstützung und erhöhte die für die Industrie festgelegten Ziele.

 

Das mehrjährige Investitionsprogramm für die Stromproduktion wurde im Jahr 2009 erarbeitet und legte ehrgeizige Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energieleistungen fest. Ziel war es, bis zum Jahr 2020 23 % des Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien zu decken. Das Aktionsprogramm legte für jeden Sektor der erneuerbaren Energien Ziele fest, die bis 2020 erreicht werden sollten. Für den Photovoltaiksektor wurde ein Ziel von 5.400 installierten MW bis zum Jahr 2020 festgesetzt. Durch die rasante Entwicklung der Branche, vor allem dank des deutlichen Rückgangs der Kosten zwischen 2009-2015, wurde dieses Ziel erreicht.

 

Nachdem die französische Nationalversammlung am 22. Juli 2015 das Gesetz zum Energiewandel und für ein grünes Wachstum verabschiedet hatte, ist es mit der Veröffentlichung am 18. August 2015 nun endgültig in Kraft getreten. Knapp vier Monate vor dem Beginn der Weltklimakonferenz COP 21 in Paris legt das Gesetz einen verbindlichen Fahrplan für die künftige Energiepolitik Frankreichs fest. Durch das Gesetz soll die gesamte Gesellschaft, von der öffentlichen Hand über die Unternehmen bis hin zum Bürger, mobilisiert und in die Pflicht genommen werden. Ein vorrangiges Ziel dabei ist die Reduzierung der energiepolitischen Abhängigkeiten durch einen besseren Energiemix mittels eines verstärkten Einsatzes von erneuerbaren Energien. Angestrebt werden hierbei vor allem die Senkung des Verbrauchs an fossilen Brennstoffen um 30 % (2012 bis 2030), die Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch auf 23 % bis 2020 und auf 32 % bis 2030 und eine Senkung des Endenergieverbrauchs um 50 % (2012-2050). Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien soll bis zum Jahr 2030 um 40 % steigen. Dies wird Auswirkungen auf die Photovoltaikindustrie haben und auch deren bisher festgelegte Ziele erhöhen.

 

Um die weitere Entwicklung von Solaranlagen zu gewährleisten und in Erwartung der Festlegung neuer Ziele, sprach sich Ségolène Royal bereits jetzt dafür aus, das Ziel von 5400 MW auf 8000 MW zu erhöhen. Das Dekret wurde am 30. August im Amtsblatt veröffentlicht.

 

Im Einklang mit dieser dynamischen Beschleunigung der Bereitstellung von Solarleistung kündigte die Regierung die Verdoppelung der Ziele von zwei Ausschreibungen für Photovoltaikanlagen mittlerer und großer Leistung an, die von Ségolène Royal im März 2015 und November 2014 ins Leben gerufen worden waren. Sie wurden von 120 MW auf 240 MW und von 400 MW auf 800 MW hochgestuft.

 

 

Quelle: “Soutien à l’énergie photovoltaïque : Ségolène Royal augmente les objectifs fixés à la filière”, Pressemitteilung des französischen Ministeriums für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie, 31.08.2015 – http://www.developpement-durable.gouv.fr/Soutien-a-l-energie-photovoltaique,44520.html

 

Redakteurin: Daniela Niethammer, daniela.niethammer@diplomatie.gouv.fr