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Ministerrat gibt für Struktur und inhaltliche Schwerpunkte der Generalstände für Hochschulwesen und Forschung grünes Licht

Forschungsministerin Fioraso stellte am 11. Juni 2012 dem Ministerrat ihre Vorstellungen hierzu vor. Die Präsidentschaft über das 17-köpfige Leitungsgremium der Generalstände wurde der Nobelpreisträgerin für Medizin (2008) Françoise Barre-Sinoussi übertragen. Dem engeren Präsidium gehören neben Frau Barre-Sinoussi der Präsident der Universität Paris 7 (Diderot) Vincent Berger als Berichterstatter, ein Parlamentarier, ein Generalinspektor des Ministeriums für Hochschulen und Forschung (MESR) als Generalsekretär und der Verantwortliche für das Studienangebot der Universität Paris-Est an.


 

Forschungsministerin Fioraso stellte am 11. Juni 2012 dem Ministerrat ihre Vorstellungen hierzu vor. Die Präsidentschaft über das 17-köpfige Leitungsgremium der Generalstände wurde der Nobelpreisträgerin für Medizin (2008) Françoise Barre-Sinoussi übertragen. Dem engeren Präsidium gehören neben Frau Barre-Sinoussi der Präsident der Universität Paris 7 (Diderot) Vincent Berger als Berichterstatter, ein Parlamentarier, ein Generalinspektor des Ministeriums für Hochschulen und Forschung (MESR) als Generalsekretär und der Verantwortliche für das Studienangebot der Universität Paris-Est an.

 

Thematische Schwerpunkte der Generalstände sind:

  • Als erste Priorität der Studienerfolg aller Studierenden: Hierbei sollen dem Studienerfolg im ersten Studienzyklus, der fachlichen Orientierung und der Hinführung auf das Berufsleben sowie pädagogischen Innovationen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Gegenstand der ersten Priorität sind weiter: ein Nationaler Plan für die studentischen Lebensbedingungen und eine Kurskorrektur in der Frage der Ausbildung des Lehrpersonals aller Stufen des Schulwesens (Errichtung von Hochschulen für Lehramt und Bildung unter dem Dach der Universitäten).
  • Die zweite Priorität der Generalstände besteht darin, der Forschung, ihrer internationalen Strategie und ihrer Rolle in Wirtschaft, Gesellschaft und ökologischem Wandel ehrgeizige Impulse zu verleihen. Hierzu gehört u.a. auch die Neudefinition der Rolle der Universitäten, der staatlichen Forschungseinrichtungen, der Grandes Ecoles sowie der in letzter Zeit geschaffenen Agenturen und Allianzen der Forschung. Die neuen als Folge der Zukunftsinvestitionen geschaffenen Verfahrensformen werden unter dem Gesichtspunkt einer größeren wissenschaftlichen Wirksamkeit und einer stärkeren territorialen Ausgewogenheit überprüft.
  • Als dritte Priorität wird das MESR eine nationale Initiative der technologischen Forschung unterstützen; sie sei heute in Frankreich zu schwach ausgebildet. Sie werde eine strategische Komponente der Stärkung der französischen Wirtschaft sein. Hierzu werden u.a. die verschiedenen Instrumente des Technologietransfers sowie die “pôles de compétitivité” (Kompetenznetze) mittels der Errichtung regionaler Plattformen mobilisiert.

In diesen Zusammenhang gehöre auch die Überprüfung der Leitungsstrukturen der einschlägigen Einrichtungen und standortspezifische Politiken in Verbindung mit der Entwicklung von Netzwerken. Die Generalstände werden durch eine Phase Nationaler Konsultation (Juli – September 2012) eingeleitet. Territoriale Generalstände werden im Oktober 2012 zusammentreten. Die Nationalen Generalstände werden Ende November 2012 stattfinden. Der Abschlussbericht ist für Dezember 2012 vorgesehen.

 

Daran anschließend werden das Hochschulreformgesetz vom 10. August 2007 und das Orientierungs- und Programmgesetz für die Forschung vom 18. April 2006 punktuell einer Korrektur unterzogen. Die jeweils neuen Bestimmungen werden Anfang des Jahres 2013 dem Parlament zugeleitet.

Quelle:

– Pressemitteilung von Kooperation International – 13.07.2012 – http://www.kooperation-international.de/detail/info/frankreich-franzoesischer-ministerrat-gibt-fuer-struktur-und-inhaltliche-schwerpunkte-der-generals.html

 

Redakteur:  Dr. Hermann Schmitz-Wenzel, DFGWT – Deutsch-Französische Gesellschaft für Wissenschaft und Technologie e. V.