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Physik, Robotik & Wirtschaft: Die ersten “Médailles de l’innovation” des CNRS

Der Physiker Mathias Fink, der Robotik-Experte François Pierrot und die Wirtschaftswissenschaftlerin Esther Duflo sind die ersten Wissenschaftler, die am 27. April 2011 von Valerie Pécresse, Ministerin für Hochschulen und Forschung, mit der “Médaille de l’innovation” des CNRS [1] ausgezeichnet wurden. Diese neue Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, deren Forschung zu bahnbrechenden Innovationen in technischen, therapeutischen und gesellschaftlichen Bereichen führt.


Der Physiker Mathias Fink, der Robotik-Experte François Pierrot und die Wirtschaftswissenschaftlerin Esther Duflo sind die ersten Wissenschaftler, die am 27. April 2011 von Valerie Pécresse, Ministerin für Hochschulen und Forschung, mit der “Médaille de l’innovation” des CNRS [1] ausgezeichnet wurden. Diese neue Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, deren Forschung zu bahnbrechenden Innovationen in technischen, therapeutischen und gesellschaftlichen Bereichen führt.

 

Die Jury setzt sich aus dem Direktorium und leitenden Persönlichkeiten des CNRS, vier Präsidenten von Forschungs-Allianzen, einem Vertreter des Ministeriums für Hochschulen und Forschung und dem Nobelpreisträger für Physik Albert Fert zusammen.

Mathias Fink, Direktor des Instituts Langevin [2] in Paris, erfand in den 80er Jahren den Zeitumkehrspiegel – ein Gerät, das Schallwellen oder akustische Wellen aufnehmen und sie dann zurücksenden kann. Dank seiner Erfindung wurden viele Anwendungen entwickelt: beispielsweise die Versendung von Signalen im Meer über große Entfernungen an einen präzisen Punkt; die Entwicklung von Touchscreen-Bildschirmen, basierend auf der akustischen Signatur eines jeden Punkts auf dem Tablet oder Multi-Wave-Imaging. Mit diesem Verfahren lassen sich auch Tumore und Nierensteine zerstören und Materialdefekte in Metallen aufspüren. Als Gründer von vier Unternehmen qualifizierte sich Mathias Fink als “Erfinder für die Öffentlichkeit”.

François Pierrot, vom Labor für Informatik, Robotik und Mikroelektronik in Montpellier (LIRMM) [3], hat bereits mehrere revolutionäre Roboter entwickelt: Einer von ihnen wird an Montagebändern für Solarzellen und an Lebensmittelherstellungsketten eingesetzt (das Patent wurde vom auf diesem Gebiet führenden amerikanischen Unternehmen gekauft). Ein anderer Roboter kann dreidimensionale Echografien durchführen. Ein Dritter ist geschickt genug, um Proben für Hauttransplantationen zu entnehmen, usw. Derzeit arbeitet François Pierrot gemeinsam mit einem spanischen Unternehmen (die “Tecnalia” Stiftung) an verschiedenen Projekten.

 

Esther Duflo, 37 Jahre alt, ist Professorin am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston (USA). Die ehemalige Studentin der Ecole Normale Superieure trägt dazu bei, die Methode des „Versuchs unter realen Bedingungen“ auch in der Wirtschaft anzuwenden, d.h. die Untersuchung von Auswirkungen durch zufällige Auswahl. Sie behandelt die Fragen der Entwicklung, indem sie grundlegende Überlegungen mit Feldversuchen verbindet, um so Antworten für die unterschiedlichsten Bereiche wie Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft oder den Zugang zu Finanzierungsquellen zu finden. Ihre methodischen Konzepte, für die sie bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, finden weltweit Anwendung.

[1] Weitere Informationen über die “Médaille de l’innovation” des CNRS und die drei Gewinner unter: http://www.cnrs.fr/fr/recherche/prix/medaillesinnovation.htm

[2] Webseite des Instituts Langevin für Wellen und Bilder: www.institutlangevin.espci.fr

[3] Webseite des Labors für Informatik, Robotik und Mikroelektronik in Montpellier: www.lirmm.fr

 

 

Quelle: “Esther Duflo, Mathias Fink et François Pierrot, lauréats de la première médaille de l’innovation du CNRS”, Pressemitteilung des CNRS – 27/04/2001 – http://www2.cnrs.fr/presse/communique/2170.htm

 

Redakteur:

Charles Collet, charles.collet@diplomatie.gouv.fr