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Reuters-Ranking: CEA innovativste staatliche Forschungseinrichtung

Die Behörde für Atom- und alternative Energien (CEA), das französische Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) und das Institut für Gesundheit und medizinische Forschung (Inserm) gehören laut Thomson-Reuters zu den Top 10 der innovativsten öffentlichen Forschungseinrichtungen. Zudem hat die Region Île-de-France im Jahr 2015 europaweit die meisten Patentanmeldungen verzeichnet.


Die Behörde für Atom- und alternative Energien (CEA), das französische Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) und das Institut für Gesundheit und medizinische Forschung (Inserm) gehören laut Thomson-Reuters zu den Top 10 der innovativsten öffentlichen Forschungseinrichtungen. Zudem hat die Region Île-de-France im Jahr 2015 europaweit die meisten Patentanmeldungen verzeichnet.

 

Das Ranking „Top 25 Global Innovators – Government“ von Thomson Reuters will die 25 öffentlichen Einrichtungen erheben, die „Wissenschaft und Technologie weltweit am meisten voranbringen“. Die CEA liegt in der Rangliste vor der deutschen Fraunhofer-Gesellschaft und dem japanischen JST (Japan Science and Technology Agency) auf Platz 1. Dies liegt in der hohen Zahl eingereichter Patentanträge sowie der erfolgreich zugelassenen Patente begründet. Zwischen 2008 und 2013 hat die CEA 2.252 Patentanträge eingereicht, vor allem in den Bereichen Energie (Nuklear- und erneuerbare Energien), Halbleiter, Chemie und Enderzeugnisse. 81,2 Prozent dieser Anträge wurden zugelassen. Zudem zitieren Forscher außerhalb der CEA diese Patente laut Thomson-Reuters häufig und das CEA hat eine hohe Zahl an Unternehmenskooperationen sowie Ausgründungen vorzuweisen (124 Unternehmensgründungen seit 2000).

 

Ebenfalls gut positioniert sind das CNRS auf Platz 5, das Inserm auf Platz 10 sowie das Institut Pasteur auf Platz 17. Im Ländervergleich liegen die USA mit sechs Einrichtungen auf Platz 1, gefolgt von Frankreich und Japan (jeweils vier) sowie Deutschland (drei).

 

Das Thomson Reuters Ranking basiert auf zehn Kriterien, darunter die Anzahl der Publikationen, die Co-Publikationen mit Unternehmen, die Zahl der Patentanträge, die Erfolgsquote bei der Patentzulassung und die zitierten Patente.

 

Eine weitere für Frankreich erfreuliche Meldung ist das sehr gute Abschneiden der Region Île-de-France bei den Patenteinreichungen 2015 beim Europäischen Patentamt (EPA). Aus der Region Île-de-France, in der viele Start-ups, Inkubatoren und Hochschulen angesiedelt sind, sind 7.421 Anträge eingegangen. Sie liegt damit vor Bayern (6.961) wobei Deutschland jedoch im nationalen Vergleich mit 24.820 Anträgen (16 Prozent) vorn liegt. Frankreich hat 10.781 Patente (7 Prozent) beantragt, die meisten Anträge kamen aus den USA (27 Prozent). Die aktivsten französischen Unternehmen sind Technicolor (769), Valeo (521), Alcatel-Lucent (474) und Sanofi (454). Das EPA hat 2015 160.000 Patentanträge erhalten – ein Rekord und eine Steigerung von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 

 

Quelle:

“Frankreich erfolgreich in Forschung und Entwicklung”, Pressemitteilung von Kooperation-International, 16.03.2016 – http://www.kooperation-international.de/detail/info/frankreich-erfolgreich-in-forschung-und-entwicklung.html

 

Redakteurin: Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule