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Start des Programms SOGRID für das intelligente Stromnetz der Zukunft

Ein Konsortium, bestehend aus dem französischen Netzbetreiber ERDF, STMicroelectronics und ihren Partnern, hat am 11. April in Toulouse offiziell das SOGRID-Programm gestartet, in dessen Rahmen das Stromnetz von Morgen entwickelt werden soll. Dieses Programm zielt darauf ab, durch die Nutzung der neuen Informationstechnologien einen technologischen Durchbruch bei der Errichtung eines intelligenten und interaktiven Netzwerkes zu erzielen.


Ein Konsortium, bestehend aus dem französischen Netzbetreiber ERDF, STMicroelectronics und ihren Partnern, hat am 11. April in Toulouse offiziell das SOGRID-Programm gestartet, in dessen Rahmen das Stromnetz von Morgen entwickelt werden soll. Dieses Programm zielt darauf ab, durch die Nutzung der neuen Informationstechnologien einen technologischen Durchbruch bei der Errichtung eines intelligenten und interaktiven Netzwerkes zu erzielen.

 

Aus technologischer Sicht erreicht das Netzwerk seine ″Intelligenz″ durch die Integration in eine globale Kommunikationskette dank des TFA-Kommunikationsprotokolls (Trägerfrequenzanlage). Diese Kette macht es möglich, dass alle an das Stromnetz angeschlossenen Geräte miteinander kommunizieren und Informationen austauschen. Das mittelfristige Ziel des Programms ist es, aus dieser Kommunikationskette einen internationalen Standard zu machen.

 

Die Hinwendung zu intelligenten Stromnetzen (Smart Grids) begann vor zwei Jahrzehnten. Durch sie sollen der steigende Stromverbrauch besser berücksichtigt und die Produktion und die Verteilung des Stroms besser an die Bedürfnisse der Verbraucher angepasst werden. Zur Sicherstellung der Versorgungskontinuität wird das Mittelspannungsnetz in Echtzeit mit Mess- und Regeltechnik-Tools überwacht. Dadurch wird im Falle einer Störung bzw. einer Panne ein schnelles Eingreifen aus der Entfernung möglich. Derzeit kann im Störungsfall die Stromversorgung automatisch in weniger als zwei Minuten für 70% der Verbraucher wieder hergestellt werden. ERDF will künftig alle Niederspannungsnetze auf Smart Grids umstellen, d.h. bis hin zum Endverbraucher. Dies wäre eine technologische Revolution.

 

Die erste Etappe der Umsetzung umfasst die Installation von bereits in 300.000 Haushalten getesteten intelligenten Zählern, den sogenannten Smart Metern, die bis 2020 bei 35 Millionen Kunden in Frankreich eingebaut werden sollen. Sie wurden entwickelt, um alternative Energiequellen – erneuerbare Energien – dezentral ins Netz einspeisen zu können, die nicht so gleichmäßig Strom produzieren. Das Pilotprojekt wird in Toulouse bei 1.000 ERDF-Kunden gestartet. Verläuft das Projekt erfolgreich, wird die Technologie auf das gesamte Netzwerk ausgeweitet.

 

 

Quelle:

Artikel aus Techno-Science – 21.04.2013 – http://www.techno-science.net/?onglet=news&news=11594

 

Redakteur:

Aurélien Filiali, aurelien.filiali@diplomatie.gouv.fr