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Französisches Start-up Pasqal unterzeichnet Partnerschaftsabkommen mit Microsoft für den ersten auf kalten Atomen basierenden Quantenprozessor beim Clouddienst Azure Quantum.

Das französische Start-up für Quantencomputing mit kalten Atomen Pasqal hat eine Partnerschaftsvereinbarung mit Microsoft unterzeichnet, um seinen Prozessor beim Clouddienst-Anbieter Azure Quantum zugänglich zu machen. Eine Premiere für diese vielversprechende Technologie.

Französisches Start-up Pasqal unterzeichnet Partnerschaftsabkommen mit Microsoft für den ersten auf kalten Atomen basierenden Quantenprozessor beim Clouddienst Azure Quantum.

Das Start-up Pasqal, einer der weltweit führenden Hersteller von Quantenprozessoren auf der Grundlage der Kaltatomtechnologie, gab am 21. März 2022 bekannt, dass sein Rechner auf der entsprechenden Cloud-Plattform von Microsoft, Azure Quantum, verfügbar ist.

Es ist sogar das erste Mal, dass ein Neutralatom-basierter Quantencomputer über die Cloud eines der drei wichtigsten Akteure (Microsoft, Google und Amazon) zugänglich gemacht wird“, betont Georges-Olivier Reymond, CEO und Gründer von Pasqal. Eine Vereinbarung, die “nach einem ersten Treffen im Herbst 2021 und einem zweiten auf der Q2B-Konferenz im Dezember in Kalifornien recht schnell unterzeichnet wurde“, äußert er zufrieden.

Zur Herstellung seiner Quantenbits (qubits) kühlt das Start-up neutrale Atome herunter und kontrolliert sie dann mit “optischen Pinzetten” unter Verwendung von Lasern, um vollständige Prozessoren mit hoher Konnektivität und Skalierbarkeit zu entwickeln, die bei Raumtemperatur funktionieren. Ihre Einsatzmöglichkeiten wären vielfältig, von der Finanz- über die Energiebranche bis hin zur Industrielogistik. “Die Durchführung von Algorithmen auf Pasqals Kaltatomsystem, einer bislang noch wenig bekannten Technologie, eröffnet die Möglichkeit einzigartiger Kapazitäten, die kein anderes Quantensystem bietet“, versichert Georges-Olivier Reymond.

Georges-Olivier Reymond hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis Ende 2023 einen Quantenprozessor mit 1 000 Qubits auf den Markt zu bringen. “Wir sind auf dem besten Weg dahin“, so Reymond, “denn wir verfügen heute bereits über ein System, mit dem wir 300 Atome kontrollieren können, die wir bis zum Sommer 2022 in 300 Qubits umwandeln werden.

In der Zwischenzeit bietet das französische Start-up einen Quantensimulator an: einen Prozessor, in dem die Atome nur im Analogmodus verwendet werden können – einer Rechenmethode, bei der die Atome in einen Zustand minimaler Energie konvergieren, damit der Prozessor die optimale Lösung für ein bestimmtes Problem findet.

Quelle: Magazin “Veille Technologique”.