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Trotz strenger Haushaltsdisziplin sollen Ausgaben für Bildung und Forschung in 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% wachsen

Die französische Regierung hat am 28. September 2012 den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr verabschiedet. Bei einem geplanten Gesamtbudget in Höhe von 374,6 Milliarden Euro (2012: 368,6 Milliarden Euro) wird die Neuverschuldung unter 3% des Bruttoinlandsprodukts bleiben. In diesem Budget, das im Einklang mit dem Bemühen um Rückführung der Staatsverschuldung das Gesamtvolumen – bis auf Aufwendungen für Schuldendienst und Pensionen – konstant hält, erfährt der Bereich Bildung und Forschung mit 2,2% Wachstum eine bereits angekündigte Priorisierung. Die französische Regierung strukturiert die Verantwortlichkeiten für spezifische Aufgaben über das übliche Ressortprinzip hinaus nach Aufgabenbereichen, die zum Teil mehrere Ressorts umfassen. Für den Bereich der Bildung und Forschung ist dies die interministerielle Arbeitsgruppe für Forschung und Hochschulen (MIRES), für die das Ministerium für Bildung und Forschung die Federführung hat. Das Budget sieht für diesen Bereich 25,9 Milliarden Euro für 2013 vor (25,4 in 2012), davon 22,9 Milliarden für das Ministerium für Bildung und Forschung (22,4 in 2012). Zu den beiden Prioritäten innerhalb dieses Budgets, das studentische Leben und die Aussichten auf Studienerfolge sowie Forschung und Innovation, teilt die Ministerin für Bildung und Forschung, Geneviève Fioraso, mit:


Die französische Regierung hat am 28. September 2012 den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr verabschiedet. Bei einem geplanten Gesamtbudget in Höhe von 374,6 Milliarden Euro (2012: 368,6 Milliarden Euro) wird die Neuverschuldung unter 3% des Bruttoinlandsprodukts bleiben. In diesem Budget, das im Einklang mit dem Bemühen um Rückführung der Staatsverschuldung das Gesamtvolumen – bis auf Aufwendungen für Schuldendienst und Pensionen – konstant hält, erfährt der Bereich Bildung und Forschung mit 2,2% Wachstum eine bereits angekündigte Priorisierung. Die französische Regierung strukturiert die Verantwortlichkeiten für spezifische Aufgaben über das übliche Ressortprinzip hinaus nach Aufgabenbereichen, die zum Teil mehrere Ressorts umfassen. Für den Bereich der Bildung und Forschung ist dies die interministerielle Arbeitsgruppe für Forschung und Hochschulen (MIRES), für die das Ministerium für Bildung und Forschung die Federführung hat. Das Budget sieht für diesen Bereich 25,9 Milliarden Euro für 2013 vor (25,4 in 2012), davon 22,9 Milliarden für das Ministerium für Bildung und Forschung (22,4 in 2012). Zu den beiden Prioritäten innerhalb dieses Budgets, das studentische Leben und die Aussichten auf Studienerfolge sowie Forschung und Innovation, teilt die Ministerin für Bildung und Forschung, Geneviève Fioraso, mit:

 

Im Bereich Studentenförderung:

–        Stipendien für Studenten sollen um 140 Millionen Euro erhöht werden

–        Für studentisches Wohnen sollen 20 Millionen Euro mehr ausgegeben werden

–        Für die Studenten in Bachelor sollen 1.000 neue Stellen an den Universitäten eingerichtet werden

–        Für diese 1.000 Stellen sollen die Universitäten auch die Infrastrukturkosten finanziert bekommen

–        Das laufende Projekt zum Ausbau der Infrastrukturen für Studenten soll mit 47 Millionen Euro beschleunigt werden

–        Die internationale Dimension des Bildungswesens soll durch Förderung der Mobilität von Studenten und Lehrkräften verstärkt werden

Insgesamt sollen die Ausgaben für diesen Bereich von 2.240,26 Millionen Euro (2012) um 7,9% auf 2.418,95 Millionen im Jahr 2013 wachsen.

 

Im Bereich der Forschung bestimmen drei große Ziele das Budget 2013:

–        Der Erhalt der Arbeitsplätze in der öffentlich geförderten Forschung durch Anstieg der Ausgaben von 5.796,6 Millionen Euro auf 5.911,3 Millionen

–        Der Neuabgleich zwischen institutioneller und Projektförderung durch Absenken der Projektmittel der französischen Forschungsförderagentur von 759,8 Millionen Euro auf 686,6 Millionen Euro

–        Die Bestätigung der europäischen und internationalen Anstrengungen durch Anheben der Ausgaben von 1.044,8 Millionen Euro auf 1.111,9 Millionen Euro

Insgesamt sollen die Ausgaben hier um 1,2% zunehmen.

 

Der Haushaltsentwurf wird in den kommenden Monaten in der Nationalversammlung sowie im Senat beraten. Als Ergebnis dieser Beratungen muss der endgültige Haushalt für 2013 nach geltendem Recht bis zum 31. Dezember 2012 verabschiedet werden.

 

Quelle: Artikel von Kooperation International – 02/10/2012 – http://www.kooperation-international.de/detail/info/trotz-strenger-haushaltsdisziplin-sollen-die-ausgaben-der-franzoesischen-regierung-fuer-bildung-und.html

 

Redakteur:

Dr. rer. nat Bernd Kramer, DFGWT – Deutsch-Französische Gesellschaft für Wissenschaft und Technologie