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Über 460 Millionen Euro zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der digitalen Industrie

Am 1. Februar 2012 wurden zwei neue technologische Forschungsinstitute (IRT) im Bereich Informationstechnologie ausgewählt. Sie werden mit insgesamt 467 Millionen Euro aus dem Programm “Zukunftsinvestitionen” gefördert.


Am 1. Februar 2012 wurden zwei neue technologische Forschungsinstitute (IRT) im Bereich Informationstechnologie ausgewählt. Sie werden mit insgesamt 467 Millionen Euro aus dem Programm “Zukunftsinvestitionen” gefördert.

 

Die IRT-Initiative wird von der französischen Forschungsförderagentur ANR geleitet und ist mit zwei Milliarden Euro dotiert. Ihr Ziel ist die effizientere Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und der Industrie in Schlüsselbereichen, wodurch eine der größten Schwächen des französischen Forschungs- und Innovationssystems behoben werden soll: Frankreich gelingt es noch zu selten, seine akademische Exzellenz in Wachstumspotential umzuwandeln.

 

Die IRT werden im Rahmen neuer technologischer Forschungseinheiten Hochschulen, Forschungseinrichtungen, große Unternehmen und KMU miteinander verknüpfen, um Innovationen zu fördern, langfristige und erfolgreiche Kooperationen zu ermöglichen und die internationale Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu verbessern.

 

Das IRT SystemX befindet sich in Saclay (in der Nähe von Paris) und beschäftigt sich mit der digitalen Systemtechnik. Es zielt auf die Entwicklung technologischer Komponenten ab, die zur Steuerung komplexer Systeme nötig sind und in den nächsten Jahren in zahlreichen Industriesektoren erforderlich werden: multimodale Transportnetze, intelligente Energienetzwerke, Datenverwaltungssysteme im Bereich Sicherheit, etc. Das Institut erhält insgesamt 336 Millionen Euro.

 

Das IRT B-COM widmet sich den Netzwerken (Konvergenz zwischen ortsfesten und mobilen Netzwerken) und den Inhalten im Internet der Zukunft (virtuelle Realität, erweiterte Realität, etc.) und untersucht insbesondere Anwendungen im Bereich der Medizin (multimodale Bildgebung, Fernmedizin). Es hat seinen Hauptsitz in Rennes und weitere Standorte in Brest und Lannion (Bretagne). Das B-COM erhält insgesamt 131 Millionen Euro.

 

Diese zwei Projekte ergänzen die am 9. Mai 2011 bekannt gegebenen sechs Sieger der ersten Runde:

  • IRT AESE (Luftfahrt, Weltraum und Bordsysteme)
  • IRT Jules Verne (Verbundmaterialien)
  • IRT Lyon Biotech (Infektiologie)
  • IRT M2P (Materialien, Metallurgie und Verfahren)
  • IRT Nanoelec (Nanoelektronik)
  • IRT Railenium (Bahninfrastrukturen)

 

 

Quelle:

– Pressemitteilung auf der Webseite über Zukunftsinvestitionen – 01.02.2012 – http://investissement-avenir.gouvernement.fr/content/plus-de-460-millions-deuros-pour-renforcer-par-la-rd-la-comp%C3%A9titivit%C3%A9-de-lindustrie-du-num%C3%A9r

 

Redakteurin: Elodie Parisot, elodie.parisot@diplomatie.gouv.fr