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Die französischen Universitäten werden zusammengelegt

Seit Anfang August 2014 wird die französische Hochschul- und Forschungslandschaft in nur 25 Universitätsverbänden [1] zusammengefasst. Ziel dieser neuen Strukturierung ist es, die internationale Sichtbarkeit und Anerkennung der französischen Universitäten und Hochschulen zu verstärken sowie größere Synergien zwischen den Einrichtungen zu schaffen.


Seit Anfang August 2014 wird die französische Hochschul- und Forschungslandschaft in nur 25 Universitätsverbänden [1] zusammengefasst. Ziel dieser neuen Strukturierung ist es, die internationale Sichtbarkeit und Anerkennung der französischen Universitäten und Hochschulen zu verstärken sowie größere Synergien zwischen den Einrichtungen zu schaffen.

 

Gemäß dem Hochschul- und Forschungsgesetz vom 22. Juli 2013 sollten sich die 195 französischen Universitäten und “Grandes écoles” bis Ende Juli 2014 auf eine neue politische und geographische Organisation ihrer Aktivitäten einigen. Mit dieser Vorgabe zielte die Regierung auf eine Zusammenlegung der Hochschuleinrichtungen ab.

 

Insgesamt einigte man sich auf 25 Zusammenschlüsse. Dabei handelt es sich größtenteils um sogenannte ComUE (Communautés d’universités et d’établissements), bei denen mehrere gleichberechtigte Einrichtungen kooperieren. Fünf Standorte wählten die Form des Verbands für ihren Zusammenschluss.

 

Der Staat wird seine Zuwendungen nur noch den Zusammenschlüssen überweisen, nicht mehr den einzelnen Einrichtungen. Diese sollen eine gemeinsame Strategie für ihren Forschungs- und Bildungsstandort entwickeln. Die ComUE erhalten im Gegenzug mehr finanzielle Mittel, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. So wurden beispielsweise insgesamt 179 neue Stellen für die vier Pariser ComUE genehmigt.

 

Das wichtigste Ziel dieser Zusammenschlüsse ist es, die Positionierung der französischen Hochschulen in den weltweiten Hochschulrankings zu verbessern. Bislang waren die französischen Universitäten z.B. im Shanghai-Ranking benachteiligt, da sie oft zu spezialisiert und nicht fachübergreifend arbeiteten und somit nicht die kritische Größe erreichten.

 

[1] Karte der Zusammenschlüsse siehe Seite 4

 

 

Quellen: “Le gouvernement regroupe les universités en 25 grands ensembles”, Artikel aus Les Echos – 21.07.2014 – http://www.lesechos.fr/politique-societe/societe/0203656774290-le-gouvernement-regroupe-les-universites-en-25-grands-ensembles-1026528.php

“Le paysage universitaire remodelé autour de vingt-cinq grands pôles”, Artikel aus Le Monde – 24.07.2014 – http://www.lemonde.fr/societe/article/2014/07/24/le-paysage-universitaire-remodele-autour-de-vingt-cinq-grands-poles_4462268_3224.html

 

Redakteur: Kenny Abbey, kenny.abbey@diplomatie.gouv.fr